Startup-Finanzierung im Überblick

By Allgemein

1. Einleitung

1.1 Wichtigkeit von Startup-Neugründungen

Unternehmensgründungen sind aus volkswirtschaftlicher Sicht ein wichtiger Beeinflussungsfaktor für die ökonomische Entwicklung eines Landes. Zudem fördern sie die Schaffung von Arbeitsplätzen und steigern den Wettbewerbsgedanken. Ferner setzen sie durch die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen die Konkurrenz zunehmend unter Druck, das eigene Portfolio zu überarbeiten und Neuentwicklungen zu fördern.[1] Vor allem Startup-Unternehmen werden in diesem Zusammenhang häufig mit Flexibilität, Innovation und Wachstum assoziiert. Durch das Vorantreiben der Entwicklung und Etablierung neuer Branchen tragen sie zur Kompensation des Arbeitsplatzabbaus in rückläufigen Branchen bei.[2] Durch die Schaffung überproportional vieler neuer Arbeitsplätze und die Einführung von Innovationen wird das Wirtschaftswachstum positiv beeinflusst.[3] Deutschland als „innovationsbasierte Volkswirtschaft“[4] ist dementsprechend von Startup-Neugründungen abhängig, um nicht im internationalen Vergleich den Anschluss zu verlieren.

Neugegründete Unternehmen forcieren dabei nicht zwangsweise Innovationen. Mithilfe von disruptiven Technologien wollen Startups vor allem bestehende Geschäftsfelder optimieren. Schnelles Wachstum soll dabei helfen, Marktanteile zu gewinnen und sich als Branchenführer zu etablieren. Die kontinuierliche Anpassung von Produkten, die aus Kundensicht eine Verbesserung zum bisher erhältlichen Angebot darstellt, spiegelt dabei die hohe Dynamik wider, die viele Startups aufweisen.[5] Vor allem im Dienstleistungssektor haben sich in den letzten Jahren sog. FinTech und InsurTech Startups hervorgetan, um mit etablierten Finanzinstituten und Versicherungen zu konkurrieren, indem auf neuartigen Wegen, Wert für Kunden geschöpft wird. Durch die Vereinfachung und Verschlankung von Prozessen bieten neugegründete Unternehmen Kunden ein attraktiveres Angebot. Langfristig stellen diese „Hoffnungsträger der Wirtschafts- und Technologiepolitik“[6] ein Risiko für etablierte Unternehmen dar.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Bei der Gründung und dem weiteren Wachstum von Startups gibt es für Gründer jedoch diverse limitierende Faktoren. Hierbei hat sich vor allem der Finanzierungsaspekt als große Herausforderung herauskristallisiert. Deshalb stellt diese Bachelorarbeit neben geläufigen internen, insbesondere externe Quellen zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung solcher Jungunternehmen vor. Durch eine Bestandsaufnahme der Situation junger Wachstumsunternehmen in Deutschland soll ein Ratgeber für angehende Gründer, aber auch Investoren entstehen, der die Entscheidung für oder gegen bestimmte Finanzierungsarten erleichtert. Im Zuge dessen wird erläutert, warum externe Investoren nötig sind, um Startup-Unternehmen das Wachstum zu ermöglichen und worin sich die einzelnen Finanzierungmethoden unterscheiden. Zu diesem Zweck werden die geläufigsten Finanzierungsmöglichkeiten untersucht und gegenübergestellt.

Hierzu wird aufgrund ihrer Wichtigkeit für die Volkswirtschaft in Kapital 2 zunächst erläutert, was Startups eigentlich sind und wie sie sich vom allgemeingültigen Unternehmensbegriff abgrenzen lassen. Daraufhin wird der Investitionsbedarf von jungen Unternehmen und der Bedarf externer Investoren erläutert und welche Ziele diese im Rahmen der Finanzierung verfolgen. Anschließend wir der idealtypische Gründungs- und Wachstumsprozess von Jungunternehmen vorgestellt, um den Kapitalbedarf in den jeweiligen Phasen genauer darzustellen. Darauf aufbauend erfolgt eine Bestandsaufnahme der Mittelherkunft von Finanzierungsmethoden, wobei auf interne und externe Formen eingegangen wird. Im Anschluss wird erläutert, wieso die monetäre Bewertung junger Startups sowohl aus Gründer-, als auch Investorensicht schwierig ist. In Kapitel 3 erfolgt eine Bestandsaufnahme des deutschen Startup Marktes anhand aktueller Zahlen und Fakten, wobei insbesondere auf Gründungshemmnisse und die Marktentwicklung eingegangen wird. Kapitel 4 bildet den Hauptteil dieser Bachelorarbeit, in der typische Formen der Startup-Finanzierung wie etwa Selbstfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung, als auch Kreditfinanzierung und deren Ausprägungen vorgestellt werden. Im Anschluss werden diese anhand Kriterien wie Laufzeit, vermittelter Kapitalvolumina, Chancen-/Risikoverteilung und individueller Merkmale gegenübergestellt, um Vor- und Nachteile aus Unternehmer- und Investorensicht darzustellen. Zudem werden aktuelle Zahlen und Modalitäten zu jeder Finanzierungsart präsentiert, um die Eignung zur Finanzierung einzelner Phasen im Entwicklungsprozess eines Startups, aber auch das Marktpotenzial jeder Finanzierungsform besser abschätzen zu können. Zum Abschluss erfolgt in Kapitel 5 folgt eine Zusammenfassung, sowie eine kritische Würdigung der Startup-Szene Deutschlands, aus der Implikationen für Wissenschaft und Wirtschaft abgeleitet werden. Ebenso wird ein Blick auf zukünftige Trends und Entwicklungen geworfen.

2. Grundlagen der Startup-Finanzierung

2.1 Begriffsdefinition „Startup“ und Abgrenzung zu konventionellen Gründungen

Der Begriff „Startup“ (oftmals auch „Start-Up“) stammt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum und hat sich mittlerweile auch in Deutschland als wirtschaftsgeschichtlich anerkannter Begriff etabliert. Laut den Ergebnissen einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2014 wissen dennoch über zwei Drittel der deutschen Bundesbürger nicht, was ein Startup ist.[7] Das ist mitunter darauf zurückzuführen, dass in der Fachliteratur diverse Begriffsauslegungen existieren, die sich teilweise überschneiden, aber auch gegenseitig ergänzen oder sogar widersprechen.

Der DSM gibt hierfür einen erweiterten Rahmen vor und stellt drei Grundvoraussetzungen hinsichtlich der Definitionskriterien auf, von denen mindestens zwei gleichzeitig erfüllt werden müssen, um als Startup zu gelten. So gelten Unternehmen laut DSM als Startup, wenn diese jünger als zehn Jahre sind. Ebenso sind sie aufgrund der Technologie und/oder ihrem Geschäftsmodell (hoch) innovativ. Gleichzeitig streben sie ein signifikantes Wachstum an, welches hinsichtlich Mitarbeiterzahl oder Umsatzwachstum gemessen werden kann. [8] Rudolf und Witt ergänzen den Wachstumsaspekt, da dieser auch anhand Bilanzsumme und Gewinn identifiziert werden kann.[9]

Der erweiterte Begriff des Startup-Unternehmens wird von verschiedenen Experten und Institutionen jedoch auch eingegrenzt. Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. grenzt das Unternehmensalter auf „nicht älter als fünf Jahre“ ein.[10] Den Unternehmensalter- und Innovationsaspekt greift das Gabler Wirtschaftslexikon auf, schränkt jedoch gleichzeitig hinsichtlich des Betätigungsfelds ein. So sind Startups „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee (häufig in den Bereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences) mit geringem Startkapital gegründet werden.“[11] Diese finanzielle Ressourcenknappheit geht anfangs häufig mit knapp bemessenem Personal einher.[12] Sie spiegelt sich aber auch in der hohen Abhängigkeit von immateriellen Vermögensgegenständen wider, welche durch den bereits angesprochenen hohen Innovationsgrad begründet ist. Ein weiteres Merkmal ist das Angebot von nur einem oder nur weniger Produkte im Sortiment.[13] Diese Eigenart junger Unternehmen greift Ries im Rahmen des Lean Startup-Prinzips auf und definiert „echte Startups“ als disruptiv und neue Märkte schaffend bzw. in Nischen agierend, welche für große Unternehmen wirtschaftlich irrelevant sind.[14]

Zum Zweck dieser Arbeit wird eine Kombination dieser Beschreibungsansätze als Arbeitsdefinition verwendet, wobei sich die Merkmale typischer Startups in den drei Facetten junges Unternehmensalter von wenigen Jahren, hoher Innovationsgrad und schnelles Wachstum subsumieren lassen. Diese Aspekte sind es letztlich auch, wodurch sich Startup-Unternehmen von konventionellen Existenzgründungen unterscheiden. Zudem gibt es noch andere Unterscheidungsmerkmale wie etwa Bildungshintergrund und Anzahl der Gründungsmitglieder. So sind Gründer von Startups überdurchschnittlich gut ausgebildet. Dies zeigt der Vergleich zwischen Startup Monitor und KfW-Gründungsmonitor. Demnach haben 80,9 Prozent der Startup-Gründer ein Studium an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie absolviert.[15] Bei allen Existenzgründern in Deutschland trifft dies hingegen nur auf 31 Prozent zu.[16] Und auch an anderer Stelle zeigen beide Studien ein konträres Ergebnis. Während rund 78 Prozent der Startup-Gründungen in Team erfolgten,[17] werden zwei Drittel der konventionellen Gründung allein vollzogen.[18]

2.2 Einordnung von Wachstumsunternehmen in den Unternehmenslebenszyklus

Wie auch schon bei der Definition des Startup-Begriffs, gibt es in der Literatur auch keine allgemeingültige Definition für den Begriff des (jungen) Wachstumsunternehmens. Teilweise wird der Begriff sogar für Unternehmen mit einem Alter von bis zu 20 Jahren verwendet.[19] Der Begriff „jung“ lässt sich folglich eher eng oder weit auslegen. So finden sich in der Literatur hierfür Zeitspannen zwischen fünf und zwölf Jahren.[20] „Jung“ kann folglich gleichwohl als „nicht etabliert“ operationalisiert werden.[21]

Anhand des Konzepts des idealtypischen Unternehmenslebenszyklus und der analog dazu in Punkt 2.5 genauer erläuterten einzelnen Entwicklungs- und Investitionsphasen von Unternehmen kann gezeigt werden, dass Unternehmen konstant wachsen, bis sie sich mit dem Erreichen der Wachstumsphase exponentiell entwickeln. Die Reifephase zeichnet sich durch abermaliges, kontinuierliches Wachstum aus, während sich im Rückgangsstadium eine Stagnation erkennen lässt.

Neugegründete Startup-Unternehmen stellen die erste Stufe auf dem Weg zu einem etablierten Unternehmen dar. Unternehmen der Wachstumsphase werden hingegen als Wachstumsunternehmen bezeichnet. Die Abgrenzung zu Startup-Unternehmen ist dabei fließend. So ist es auch üblich, Wachstumsunternehmen zu jenen Unternehmen zu subsumieren, welche sich noch in der Gründungsphase befinden.[22] Unter dem Begriff „junges Wachstumsunternehmen“ lassen sich folglich jene Unternehmen zusammenfassen, die sich in der Gründungs- oder bereits in der Wachstumsphase befinden. Die Grenzen zwischen Startup und Wachstumsunternehmen verschwinden dabei zunehmend, was sich anhand eines Diffusionsmodells veranschaulichen lässt.

Abb. 1: Einordnung von jungen Wachstumsunternehmen in den Unternehmenslebenszyklus

[23]

Der Grund für die immer mehr verschwindenden Grenzen zwischen den Begrifflichkeiten liegt in erleichterten Gründungsmodalitäten und der hohen Skalierbarkeit bestimmter Startup-Typen. Vor allem onlinebasierte Internet-Startups werden nach dem „Lean-Prinzip“ gegründet. Angelehnt an das Lean-Management Verfahre wird hierbei versucht, durch Verschlankung der Prozesse und transparente Hierarchien, den Bürokratieaufwand zu verringern. Lean-Startups versuchen bereits kurze Zeit nach ihrer Gründung den Markteinstieg – eine Vorplanungsphase entfällt fast vollständig. Die angepeilte hohe Skalierbarkeit zeigt sich dabei im angestrebten Wachstum, wofür weiteres Kapital gesammelt werden muss. Daher kann oftmals keine explizite Trennung zwischen Gründungs- und Wachstumsfinanzierung gemacht werden.[24] Als etabliert gelten hingegen Unternehmen welche bereits einige Jahre oder sogar Jahrzehnte am Markt existieren. Sie haben mit dem Ende der Wachstumsphase den Reifezustand erreicht.

Da keine genaue Abgrenzung zwischen Startups und Wachstumsunternehmen existiert, werden im weiteren Verlauf der Bachelorarbeit beide Arten unter dem Begriff „junges Wachstumsunternehmen“ subsumiert und synonym verwendet. Zu den bereits erwähnten Charakteristiken Unternehmensalter, Innovationsgrad und Wachstum sind noch weitere Merkmale zu berücksichtigen. Vor allem in den ersten Geschäftsjahren besteht eine ständige Ressourcenknappheit. So fehlen finanzielle Mittel für F&E, Produktion und Marketing. Gleichzeitig sind innovative Wachstumsunternehmen gezwungen, auf sich verändernde Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können und sich dem hochgradig dynamischen Branchenumfeld anzupassen.[25] Vor allem in den ersten Jahren der Entwicklung ergeben sich für Jungunternehmen sowohl Chancen als auch große Risiken, wodurch der Unternehmenswert innerhalb kürzester Zeit um ein Vielfaches steigern, jedoch auch rapide sinken kann. [26] Die Gefahr zu Scheitern ist deshalb omnipräsent.

In den Frühphasen der Unternehmensentwicklung wird die Basis für ein erfolgreiches Wachstum geschaffen. Gleichzeitig ist aber auch das Unternehmensrisiko enorm hoch, weshalb die Suche nach externen Kapitalgebern zunehmend erschwert wird. Im weiteren Verlauf wird deshalb hauptsächlich auf die Gründungs- und Wachstumsphasen der Unternehmensgründung eingegangen, um zu veranschaulichen, wie der stetig wachsende Finanzbedarf gedeckt werden kann.

2.3 Erfolgsfaktoren & Herausforderungen

Viele Startup-Unternehmen scheitern nach einigen Jahren (s. Punkt 3.2). Niedrigen Überlebenschancen entgegenzuwirken und das kontinuierliche Wachstum zu ermöglichen, bedeuten jedoch auch immense Herausforderungen für die Startup-Gründer. Dazu lassen sich mit dem Management, der Geschäftsidee, dem Marktumfeld und den materiellen bzw. immateriellen Ressourcen vier essenzielle Erfolgsfaktoren hervorheben.

Die Basis jedes vielversprechenden Startups bildet dabei das Management, welches aus einzelnen Gründern oder einem Gründerteam besteht. Diese bringen ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und das eigene Wissen ein. Mangelnde Kenntnisse in den Bereichen Betriebswirtschaft und Management können sich dabei jedoch oftmals als limitierender Faktor herausstellen. Gerade bei technologiebasierten Unternehmensgründungen ist es keine Seltenheit, dass Gründer zwar ein hohes Maß an technischem Wissen aufweisen, im Gegenzug jedoch kaum kaufmännische Fähigkeiten vorhanden sind. Dies liegt in der mangelnden Vermittlung von unternehmerischen Denken und Handeln während Schul- und Studienzeiten begründet.[27] Aus diesem Grund sind Neugründer auf externe Ressourcen hinsichtlich Beratung, aber auch Sachmitteln angewiesen, um eine adäquate Unternehmensinfrastruktur aufzubauen.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor neben dem Gründerteam ist die Geschäftsidee mitsamt dem dazugehörigen Geschäftsmodell, aber auch das Produkt selbst. Kürzere Produktlebenszyklen und die immer schnellere Diffusion von Innovationen bedürfen angepasster Portfoliostrategien. Unternehmen müssen deshalb ihre Geschäftsidee diesen Aspekten anpassen und vornherein Machbarkeitsanalysen und notwendige Kalkulationen durchführen, um ein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell zu entwickeln. Aufgrund des hohen Innovationsgrades der Startups, der sich im Produktportfolio zeigt, ist deshalb der Schutz dieses Wissens mit Hilfe von Patenten und Lizenzen folglich ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Startups.[28]

Ebenso verändert sich das Marktumfeld stetig. Damit einhergehend bewirkt die Globalisierung und immer stärker werdende Vernetzung des Internets eine zunehmende Markttransparenz. Letztendlich verstärken diese Faktoren den Wettbewerb zunehmend und zusätzliche Markteintrittsbarrieren werden geschaffen. Gründer müssen deshalb Aspekte wie Nachfrage, Marktgröße und potenzielles Marktwachstum analysieren. Dadurch ergeben sich neue Chancen, aber auch Herausforderungen für Gründer.

All diese Erfolgsfaktoren sind direkt beeinflussbar, brauchen zur Realisierung jedoch diverse Ressourcen finanzieller oder strategischer Natur. Dabei geht die monetäre Unterstützung durch externe Kapitalgeber oftmals mit der Bereitstellung von Netzwerken einher, die Kontakte zu Lieferanten, potenziellen Kunden und möglichen Partnern herstellen, um Synergieeffekte zu realisieren.

Die Suche nach externen Kapitalgebern kann jedoch eine große Herausforderung für Neugründer darstellen, weshalb die Finanzierung als kritischster Erfolgsfaktor angesehen werden kann. Dies zeigt sich auch in den Studien, die seitens des Deutschen Startup Monitors und des Start-up-Barometers, durchgeführt wurden. So bezeichneten 45,6 Prozent der seitens des DSM befragten Startup-Gründer die Finanzierung als größte Herausforderung.[29] Ebenso bewerten auch 38 Prozent der Befragten des Start-up-Barometers die eigentliche Finanzierung als größte Herausforderung.[30]

Abb. 2: Aktuelle Herausforderungen für Startups

[31]

Trotz erfolgsversprechender Ideen und hohem Innovationspotenzial gestaltet sich die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung jedoch oftmals schwierig, da sich die Erfolgschance einer Vision meist nur schwer monetär einschätzen lässt. Viele der Jungunternehmen weisen zwar ein enormes Entwicklungspotenzial, jedoch auch ein sehr hohes Unternehmensrisiko auf.[32] Deshalb steht den häufig stark innovativen Geschäftsideen der Neugründer meist nur eine beschränkte Anerkennung seitens externer Investoren gegenüber. Fehlende Sicherheiten und die daraus resultierende schlechte Bonität erschweren die Suche nach Investoren zusätzlich – eine Finanzierungslücke kann entstehen, da oftmals keine bzw. nur verhältnismäßig geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Doch nicht nur die Initiativfinanzierung ist ein kritischer Faktor für die erfolgreiche Entwicklung eines Startups, auch die fortlaufende Kostendeckung muss gewährleistet werden. So ergab eine Umfrage von CB Insights, dass rund einem Drittel aller Startups schlichtweg das Geld ausging, wodurch die Finanzierung nach fehlender Nachfrage als der zweithäufigste Grund für das Scheitern von Startups identifiziert werden konnte.[33]

Ausreichende Geldmittel sind vor allem für die Finanzierung anderer Geschäftsbereiche wie Vermarktung, Personal oder der Organisation wichtig. Ohne ausreichendes Budget können neue Produkte oder Dienstleistungen weder entwickelt, geschweige denn produziert oder gar vertrieben werden. Vor allem in den Frühphasen im Entwicklungsprozess eines Startups greifen viele Gründer aufgrund mangelnder Alternativen auf das eigene Privatkapital oder Zuwendungen aus dem engeren persönlichen Umfeld zurück.[34] Speziell im weiteren Unternehmenslebenszyklus kann diese Selbstfinanzierung jedoch einen limitierenden Faktor darstellen und das Wachstum erschweren.

Etwaiges Scheitern bedeutet zudem häufig den Komplett- oder Teilverlust des investierten Geldes. Startups sind deshalb oftmals auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen, um die eigene Geschäftsidee erfolgreich umsetzen zu können und erfolgreich am Markt agieren zu können.

2.4 Zusammenhang von Finanzierung und Investition

Grundsätzlich wirken in Startups dieselben Mechanismen wie bei etablierten Unternehmen. Um den laufenden Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, benötigen Wachstumsunternehmen eine gute Organisation, welche die Basis für den Geschäftserfolg bildet. Aufgrund der Ressourcenknappheit sind vor allem die beteiligten Gründer in den Anfangsphasen einer Unternehmung folglich ein essenzieller Erfolgsfaktor. Mit Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit und zunehmendem Unternehmenswachstum rücken jedoch andere Faktoren vermehrt in den Fokus der Gründer.

2.4.1 Finanzierungsanlässe aus Unternehmenssicht

Das finanzielle Primärziel aus Gründersicht ist die individuelle Nutzenmaximierung. Hierbei kann zwischen der traditionellen und der modernen Sichtweise differenziert werden.

Erstere orientiert sich am Realkapital und umfasst alle Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung über interne und externe Vorgänge. Wichtigste Prozesse sind die Beschaffung, die Produktion und der Absatz zur Erreichung der Unternehmensziele.[35] Zu Beginn einer Unternehmung stehen hierzu vor allem materielle Anschaffungen wie Geschäftsausstattung und Maschinen an. Anschließend gilt es, das fortlaufende Angebot (Produktion) zu sichern, wozu Betriebsmittel wie Miete, Strom, Wasser, Büromaterialien, aber auch Rohstoffe und Personal benötigt werden. Zudem müssen die eigenen Lebenshaltungskosten der Gründer finanziert werden. Weiteres Ziel aus Unternehmersicht ist oftmals die Unternehmenserweiterung hinsichtlich zusätzlichem Materialaufwand, Personal, neuer Räumlichkeiten und ggf. neuer Maschinen, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können. Zur weiteren Steigerung der Nachfrage sind kontinuierlich Marketingmaßnahmen wie Werbung zu betreiben. All diese güterwirtschaftlichen Faktoren wirken sich letztlich auf die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens aus, weshalb das wichtigste Ziel aus Unternehmersicht die Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts einer Unternehmung ist.[36] Im Zuge dessen soll die langfristige Existenz und das Erfolgspotenzial des Unternehmens gesichert werden. Hierbei spielt auch die kurz- und mittelfristige Verbesserung der Rentabilität und die Steigerung der Erträge eine wichtige Rolle. Dadurch soll die Liquidität zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gewahrt werden.[37] Langfristiges Unternehmensziel ist die Krisenvorbeugung, um etwa Zahlungsverzögerungen seitens Kunden finanziell zu überbrücken.

Die moderne Betrachtungsweise der Finanzierung hingegen orientiert sich an den Kapitalmärkten und deren Akteuren. Der Fokus liegt im Denken in zeit- und zustandsabhängigen Zahlungsströmen, wobei jegliche Kapitalzugänge und -abgänge betrachtet und kontrolliert werden.[38]

Im Rahmen der Startup-Finanzierung gilt es beide Betrachtungsweisen zu kombinieren, um einen umfassenden Blick über alle Einflussfaktoren zu behalten. Diese objektiven Ziele sind als Erfolgsgrößen operationalisierbar und somit messbar.

2.4.2 Motive aus Investorensicht

Investoren spielen bei der Unterstützung von wachstumsorientierten Jungunternehmen eine zentrale Rolle. Diese verfolgen genau wie die Gründer selbst unterschiedliche Ziele in finanzieller, strategischer oder operativer Hinsicht. Als häufigste Motive sind hierbei die Renditemaximierung, Erschließung von Technologien und Synergiepotenzialen, die Ausnutzung von Markttrends aus wettbewerbstaktischer Sicht oder rein subjektive Gründe anzuführen. Die Unterstützung junger Wachstumsunternehmen kann jedoch auch nichtökonomische Motive verfolgen. So können verfolgte Ziele etwa altruistischer Natur sein, wie etwa der Abbau von Arbeitslosigkeit oder die Förderung der Region. Ebenso lassen sich auch hedonistische Motive wie etwa Spaß an der Herausforderung, aktiv ein junges Unternehmen mitzugestalten oder der Wunsch nach sozialer Anerkennung, nachweisen (s. Punkt 4.2.2.1.1).

2.4.2.1 Bedeutung der Nullzinsphase

Vor allem der finanzielle Aspekt der Unterstützung von jungen Wachstumsunternehmen unterliegt einem ständigen Wandel. Mit der Senkung des Leitzinses auf null Prozent im März 2016 beabsichtigte die Europäische Zentralbank die Belebung der schwächelnden Konjunktur im Euroraum. Gleichzeitig sanken dadurch jedoch auch die Zinsen, die Sparer bei ihren Banken auf ihre Privatkonten erhalten. Aus Anlegersicht nimmt in der Konsequenz die Attraktivität von risikobehafteten Investitionsformen wie Aktien und Aktienfonds zu. Gleichzeitig etablieren sich zunehmend Methoden zur Startup-Finanzierung als attraktive Anlagealternative zu bisherigen Risikoanlagen. Hierbei zeigt der Vergleich mit klassischen Anlagemethoden, dass die Finanzierung von jungen Wachstumsunternehmen überdurchschnittlich hohe Rendite verspricht. Eine höhere Rendite geht jedoch unmittelbar mit einem höheren Risiko einher, welches im Falle eines unternehmerischen Misserfolgs sogar den Komplettverlust der Kapitaleinlage zur Folge haben kann.

Die Vielfältigkeit alternativer Methoden zur Wohlstandsmaximierung umfasst dabei verschiedene Formen formeller und informeller Beteiligungsfinanzierungen. Während sich immer mehr Großkonzerne oder Institutionen mithilfe von Venture Capital-Gesellschaften oder Corporate-Startup Partnerschaften an jungen Unternehmen beteiligen, erfreuen sich Beteiligungen von erfahrenen Unternehmern als sog. Business Angel großer Beliebtheit. Weiterhin hat sich mit Crowdfunding und dessen Ausprägungen in den letzten Jahren eine neue Finanzierungsform für Unternehmen etabliert, die es neben gewerblichen auch Privatanlegern ermöglicht mit überschaubarem Risiko kleinere Geldbeträge in Form von Darlehen („Crowdinvesting“) in Startups zu investieren oder mithilfe von Mikrokrediten („Crowdlending“) als Gläubiger eines solchen aufzutreten. Eine genaue Vorstellung der Finanzierungsformen erfolgt dabei in den Punkten 4.2.2.2 bzw. 4.3.3.2.

2.4.2.2 Startup-Finanzierung als Methode der Geldanlage

Durch die Neuartigkeit und die Intransparenz des Marktes der Startup-Finanzierung fehlen jedoch oftmals Erfahrungswerte bezügliche reeller Renditechancen. Zudem unterliegen die einzelnen Investitionsmethoden Schwankungen, welche mit der jeweiligen Phase im Unternehmenslebenszyklus korrelieren.[39] So sind Finanzierungen in der Frühphase zwar mit einem sehr hohen Risiko verbunden, da kaum Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung getroffen werden. Bei einer positiven Entwicklung können solche Investitionen sich jedoch als sehr rentable Kapitalanlage mit Renditeerwartungen von 50 bis 100 Prozent oder mehr erweisen.[40] Bei einer negativen Unternehmensentwicklung kann jedoch auch die Kapitaleinlage gänzlich verloren gehen. Investitionen während späterer Finanzierungsphasen sind deshalb risikoärmer, versprechen jedoch auch geringere Renditechancen.

Um die Möglichkeiten der Startup-Finanzierung mit etablierten Kapitalanlagen in Relation setzen zu können, wird deshalb im Folgenden auf Durchschnittswerte zurückgegriffen, die mehrere Jahresverläufe abbilden und sich nicht auf eine Phase im Unternehmenslebenszyklus beschränken. Aber auch bereits etablierte Sparmethoden unterliegen Schwankungen, welche Zukunftsprognosen erschweren. Dabei richtet sich der Zinssatz oftmals nach investiertem Kapitalvolumen und Laufzeit. Vor dem Hintergrund des Wandels von eine Niedrigzinsphase zu einer Nullzinsphase sinken Zinserwartungen zunehmend. Ebenso unterliegen Aktienfonds und insbesondere Einzelaktien starken Schwankungen, so dass nur schwer Aussagen zur durchschnittlichen Rendite getroffen werden können. Aufgrund des aktuellen Wandels wird deshalb statt auf historische, auf aktuelle Durchschnittswerte zurückgegriffen.

Abb. 3: Durchschnittliche Renditeerwartungen verschiedener Anlageklassen

[41]

Bei der Betrachtung der durchschnittlichen Renditeerwartungen zeigt sich, dass klassische Sparanlagen wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld nur sehr geringe Zinsen abwerfen, wobei von einer Anlagesumme von 5.000 Euro und einer Anlagezeit von einem Jahr ausgegangen wird. Höhere Anlagevolumina und längere Anlagezeiten schlagen sich in höheren Zinsversprechen nieder. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass das Renditeniveau aller Anlagemethoden innerhalb eines Jahres über die Hälfte abgenommen hat.[42] Erschwerend kommt hinzu, dass trotz einer gegenwärtig niedrigen Inflationsrate das gesparte Geld an Kaufkraft verliert.[43] In Verbindung mit gestiegenen Gebühren aufgrund der Nullzinsphase erweisen sich Sparmaßnahmen deshalb sogar als kontraproduktiv bei der Vermögensvermehrung.[44] Durch Crowdlending vermittelte Mikrokredite versprechen mit durchschnittlich 5,5 Prozent Rendite weitaus höhere Rendite bei gleichzeitig geringeren Geldbeträgen. Diese gehen jedoch mit einem höheren Verlustrisiko einher. Der tatsächliche Zinssatz orientiert sich dabei an den von den Crowdlending-Plattformen vorher festgelegten Risikoklassen, denen einzelne Investmentmöglichkeiten zugeordnet werden.[45] Aktien versprechen mit durchschnittlich sieben Prozent nochmals höhere Renditechancen. Zuzüglich von Dividendenausschüttungen kann sich dieser Wert höher ausfallen. Aufgrund des weiten Spektrums von nationalen und internationalen Märkten und deren individuellen wirtschaftlichen Entwicklungen gehen Aktieninvestitionen mit hohen Risiken einher. Eine ähnliche Rendite und vergleichbares Risiko ergibt sich bei Wagniskapitalinvestitionen (Venture Capital) mit rund 8,3 Prozent Rendite. Etwas darunter liegt die durchschnittliche Rendite von 8,1 Prozent, welche durch die Vermietung von Immobilien erzielt werden kann. Hierbei gilt es vor allem, regionale Schwankungen zu beachten, die sich durch das innerdeutsche Mietgefälle ergeben. Dennoch weisen Immobilien im Vergleich zu Aktien geringere Schwankungen hinsichtlich der Renditeerwartung und somit ein geringeres Risiko auf.[46] Crowdinvesting verspricht Renditeerwartungen von rund 18 Prozent. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass aufgrund der Neuheit der Investitionsform kaum Erfahrungswerte bezüglich tatsächlicher Rückzahlungen vorhanden sind und die tatsächliche Renditechance von Plattform zu Plattform und von Projekt zu Projekt verschieden ist. Die höchste durchschnittliche Rendite findet sich bei Investitionen durch Privatinvestoren (Business Angels) mit 26,8 Prozent. Diese Anlageform wird jedoch meist nur von erfahrenen Unternehmern genutzt und bedingt neben relativ hohen Kapitalsummen oftmals auch die operative Unterstützung seitens der Investoren.

Unabhängig von der gewählten Form kann die Finanzierung von Startups sowohl für private, als auch institutionelle Investoren eine attraktive Anlagemethode darstellen. Betrachtet man das derzeitige Sparvolumen von rund 577 Mrd. Euro deutscher Anleger,[47] so zeigt sich das theoretische Potenzial privater Kapitalgeber, welches Startups ansprechen können. Wie bei allen Anlagemethoden gilt es für Investoren frühzeitig Risiken abzuwägen, indem sich potenzielle Kapitalgeber im Vorfeld über Chancen und Risiken der finanziellen Unterstützung von jungen Wachstumsunternehmen informieren. Ebenso sollten sich Investoren darüber bewusst sein, dass das investierte Kapital im Normalfall für mehrere Jahre im Unternehmen gebunden bleibt und erst im späteren Verlauf des Unternehmenslebenszyklus Gewinn und somit Rendite realisiert wird. In der Konsequenz eignet sich die Finanzierung von Startups viel mehr zur Risikodiversifizierung eines vorhandenen Anlageportfolios, welches diverse Kapitalanlagen umfasst. Ebenso sollte es vermieden werden, nur ein Startup finanziell zu unterstützen, vielmehr sollten stattdessen mehrere Unternehmen unterstützt werden, um etwaige Risiken zusätzlich zu streuen.

2.4.3 Wechselbeziehung zwischen Investitionen und Finanzierung

Nicht nur externe Unterstützer, auch Unternehmensgründer selbst nehmen eine Investorenrolle wahr. Bei jeder Investitionsentscheidung stellt sich zwangsläufig die Frage der Finanzierung. Investitionen sind nur realisierbar, wenn ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Die Kapitalbeschaffung dient folglich zum Erwerb von Sachgütern und Dienstleistungen (Realinvestition). Zur Kapitalbeschaffung wird dabei auf Finanzinvestitionen zurückgegriffen, welche zum Kauf von Forderungs- oder Beteiligungsrechten dienen. Sie stellen eine zeitliche Abfolge von Zahlungsvorgängen dar, welche im Regelfall jedes Investitionsprojektes zu Beginn mit der Hingabe von Geld (Auszahlungen) verbunden sind, während später Geldrückflüsse (Einzahlungen) überwiegen.

2.5 Finanzierungsphasen von Wachstumsunternehmen

In Unternehmen fallen diverse Finanzierungsanlässe an. Sowohl zur Gründung als auch zum schnellen oder nachhaltigen Wachstum wird stets Kapital für neue Investitionen benötigt. In Anlehnung an generische Lebenszyklusmodelle, welche in die vier Phasen Einführung, Wachstum, Reife und Sättigung unterteilt sind,[48] können die Entwicklungsphasen junger Unternehmen in drei Abschnitte unterteilt werden, wobei die Reife- und Sättigungsphase zusammengefasst werden. In der Forschung gibt es dabei eine Vielzahl von Definitionen für die weitere Unterteilung der einzelnen Entwicklungs- und Finanzierungsphasen und deren zeitliche Abgrenzung.[49] Als geläufigstes Modell hat sich die Unterteilung in die drei Hauptphasen Investitionsfrühphase (Early Stage), Wachstumsphase (Expansion Stage) und Reifephase (Later Stage) etabliert.[50] Die oberste Prämisse für innovative Unternehmen ist dabei das dynamische Wachstum. Dieses geht jedoch oftmals mit großer Unsicherheit in Form von Verlustgefahr einher.

Jede dieser Phasen geht mit anderen Zielen, Chancen und Risiken, Aufgaben und Herausforderungen einher. Über den Lebenszyklus eines Unternehmens hinweg ergeben sich deshalb verschiedene Bedürfnisse bezüglich der Finanzierungsstruktur und -dauer, sowie der Höhe des Finanzierungsvolumens.

Abb. 4: Entwicklungs- und Finanzierungsphasen von Startup-Gründungen

[51]

2.5.1 Early Stage

Die Phase der Unternehmensgründung umfasst alle Prozesse von der ersten Idee, über die offizielle Gründung des Unternehmens bis hin zur Marktreife und -einführung bzw. Vermarktung des Produktes. Sie erstreckt sich normalerweise über rund drei Jahre und beginnt mit der Ideenfindung. Bedeutendster Aspekt in den Frühphasen der Unternehmensgründung ist die Entwicklung des zu vermarktenden Produktes. In dieser Phase werden zwangsmäßig Verluste erzielt, da dem investierten Geld kein ausreichend großer Kapitalrückfluss durch Verkäufe gegenübersteht. Der sog. „Cash Flow“ ist konsequenterweise negativ, da Unternehmen nicht profitabel agieren.[52] Er ist folglich ein Maßstab für die Innenfinanzierungskraft eine Startups, der Aussagen darüber zulässt, inwiefern Unternehmen in der Lage sind, liquide Mittel aus eigener Kraft zu genieren.[53] Erschwerend kommen oftmals mangelnde betriebswirtschaftliche Kenntnisse und fehlende Erfahrung bei der Businessplanung hinzu.[54] Deshalb sind Neugründer in den Anfangsphasen sehr von der Unterstützung durch erfahrene, externe Mentoren angewiesen.[55] Diese Faktoren unterstreichen das sehr hohe Finanzierungsrisiko in den Frühphasen einer Unternehmung. Die Early Stage wird in (Pre-)Seed-, Startup- und First Stage-Financing Phasen unterteilt.[56]

In der Pre-Seed Phase, die auch Orientierungsphase genannt wird, steht die Ideenfindung bezüglich neuer Dienstleistungen, Technologien oder Produkte und die Ausarbeitung eines Grobkonzepts im Mittelpunkt. Diese Phase erstreckt sich meist nur über wenige Monate. Der relativ geringe Kapitalbedarf in dieser Phase wird im Regelfall durch eigene Mittel, Familienmitglieder oder Acceleratoren finanziert.

Im Anschluss fokussieren sich Gründer in der Seed-Phase (Planungsphase) auf die Planung und Ausgestaltung des konkreten Geschäftsmodells.[57] Die Planungsphase umfasst dabei mehrere Monate bis zu knapp einem Jahr. Dementsprechend benötigt das Unternehmen Kapital für die aufkommenden Forschungs- und Entwicklungskosten einer Innovation, in der Regel in Entwicklung eines Prototyps mündet.[58] Aus einer groben Idee soll ein detailliertes Unternehmenskonzept entwickelt werden.[59] Im Zuge dessen ist ein Businessplan zu erstellen und die Geschäftsidee auf die Umsetzbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial hin zu prüfen. Weiterhin gilt es, Aspekte wie Rechtsform, Standort und Preispolitik festzulegen. Im Rahmen der damit anfallenden Markt-, Akzeptanz-, und Machbarkeitsstudien entsteht so ein Kapitalbedarf in Form initialer Betriebskosten.[60] Das benötigte Kapital dient folglich der Vorbereitung auf die Unternehmensgründung.[61] Der Finanzbedarf in dieser Phase ist vergleichsweise gering, weshalb die Finanzierung oftmals durch die Bereitstellung eigener Mittel des Unternehmers abgedeckt werden kann. Bei forschungsintensiven Technologien hingegen ist im Anfangsstadium mit einem Kapitalbedarf zwischen etwa 50.000 und 500.000 Euro zu rechnen. [62] [63] Hierzu sind Entrepreneure oftmals auf die finanzielle Unterstützung externer Kapitalgeber angewiesen. Neben der Selbstfinanzierung, der Finanzierung durch Familienangehörige oder Freunde, kommen meist nur öffentliche Förderprogramme, Acceleratoren oder Business Angels als Investoren in Frage. Die frühen Vorgründungsphasen sind mit sehr hohem Unternehmens- und Investitionsrisiko behaftet, da die Umsetzung der Geschäftsidee noch mit hohen Risiken behaftet und Erfolgschancen schwer einschätzbar ist. Dementsprechend groß sind aber auch die Chancen im Erfolgsfall.[64]

Die darauffolgende Startup- bzw. Gründungsphase umfasst alle Schritte des Organisationsaufbaus. In Verbindung mit der Planungsphase nimmt die Startup-Phase mehrere Monate bis zu knapp einem Jahr in Anspruch. Es existiert ein fortgeschrittener Prototyp oder das Produkt ist größtenteils fertig entwickelt und wird auf die Markteinführung vorbereitet. Dazu muss oftmals ein Mitarbeiterstamm aufgebaut werden. In diese Phase fallen auch die Produktionsplanung und -vorbereitung, Entscheidungen bezüglich Eigen- und Fremdproduktion oder zwischen Vertriebskooperationen und dem Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes.[65] Weiterhin wird ein detailliertes Marketingkonzept erstellt und das eigene Angebot auf Testmärkten erprobt. Aufgrund der Verschiedenheit dieser Entscheidungen haben Gründer in dieser Phase nach wie vor einen hohen Beratungsbedarf, während der Delegationsgrad relativ gering ausfällt. Die Organisationstrukturen und Informationsprozesse sind vergleichsweise informell. Zum zusätzlichen Ausbau dieser sind im zukünftigen Verlauf weitere Finanzierungsrunden notwendig. Dem gegenüber stehen nach wie vor keine Erträge und folglich keine Gewinne. Gleichzeitig steigt der Finanzierungsbedarf des Unternehmens, der meist nur noch begrenzt von Business Angels gedeckt werden. Als Alternative treten deshalb vermehrt Inkubatoren, Crowdinvesting und staatliche Förderprogramme und -kredite in Erscheinung.

Die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit findet während der First Stage statt. In dieser existiert das Unternehmen bereits bis zu einem Jahr. Innerhalb der Early Stage ist die Errichtung des Unternehmens mit mehreren Monaten bis zu eineinhalb Jahren die zeitintensivste Phase. Darin inbegriffen ist der zurückgelegte Prozess von der Forschung und Entwicklung bis zum Produktions- und Vertriebsaufbau. Diese bilden den Grundstein für die letztendliche Markteinführung des eigenen Produkts oder Services. Ebenso wird mit der Akquisition der ersten Kunden begonnen. Die ersten Verkaufserfolge erzielen zwar erste Einnahme, diese reichen jedoch nicht aus, um den eigenen Kapitalbedarf zu decken. Dieser steigt jedoch zusätzlich an, da die Geschäftstätigkeit aufrechterhalten werden muss.

2.5.2 Expansion Stage

In der Wachstumsphase geht es für Jungunternehmen darum, sich rasch am Markt zu etablieren und diesen zu durchdringen. Idealtypisch erstreckt sich diese Phase auf das dritte bis zwölfte Jahr der Gründung, wobei die vergleichsweise große Zeitspanne auf den Umfang der Expansionsmaßnahmen zurückzuführen ist. Eines der Ziele mit der höchsten Priorität ist dabei die Ausweitung des Wirkungsbereichs, wodurch der Kundenstamm vergrößert werden soll. Das angepeilte, stetige Umsatzwachstum soll zur der Erwirtschaftung erster Gewinne beitragen. Im Zuge dessen steht die Vergrößerung der Kapazitäten in allen Bereichen an. Es gilt, formale Strukturen und Prozesse zu etablieren, um den reibungslosen Geschäftsbetrieb gewährleisten zu können. Dazu muss häufig die Geschäftsführung personell aufgestockt werden, um den gestiegenen Managementanforderungen gerecht zu werden. Zudem können sowohl nationale als auch internationale Expansion eine tragende Rolle bei der Steigerung des Unternehmenswerts spielen. Die Expansion Stage lässt sich wiederum in Emerging Growth-Phase (Second Stage) und Third Stage untergliedern.[66] Neben der Finanzierung durch Crowdinvesting, Förderkredite und öffentliche Förderprogramme stellt Venture Capital dabei oftmals die Hauptfinanzierungsquelle dar.

Erstere umfasst dabei die Weiterentwicklung des Unternehmens hinsichtlich Verkaufszahlen, Marketing und etwaiger Produktionsstätten. Darüber hinaus wird das Vertriebsnetz stetig ausgebaut.[67] Diese Phase im Wachstumsprozess ist sehr kostenintensiv, gleichzeitig werden erstmals Gewinne erzielt – die Gewinnschwelle (engl. Break-Even-Point) wird erreicht.[68] Das Startup hat das sog. „Tal des Todes“ (engl. „valley of death“) erfolgreich überlebt. Dadurch können nach und nach die Anfangsverluste amortisiert werden. Das Erreichen der Gewinnzone bietet Unternehmen diverse Sicherheiten, wodurch die Attraktivität in den Augen von externen Kapitalgebern enorm gesteigert wird.[69]

Die Third Stage forciert die Differenzierung von der Konkurrenz, indem neue Märkte erschlossen werden. Zur Erreichung der Reifephase stehen Umstrukturierungen und neue Produktentwicklungen an. Zusätzliche Produktionskapazitäten und eine Diversifikation des Angebots sollen Nachfrageschwankungen entgegenwirken und steigende Umsätze gewährleisten. Während dieser Zeit wachsen Unternehmen exponentiell. Dem gegenüber stehen jedoch Umsätze, die meist nicht hoch genug sind, um die weitere Expansion kostenmäßig zu finanzieren. Deshalb sind häufig mehrere Finanzierungsrunden nötig, um den hohen Kapitalbedarf decken zu können. Oftmals wird in diesem Zuge auf VC-Investoren zurückgegriffen, um den stark angestiegenen Finanzbedarf decken zu können und Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Nur so kann die Etablierung des Unternehmens in neuen Märkten und das weitere Wachstum vorangetrieben werden.[70] Das letztendliche Ziel ist dabei häufig der Börsengang (engl. „Initial Public Offering“) oder der Unternehmensverkauf an industrielle oder finanzielle Investoren.

2.5.3 Later Stage

Ab etwa dem zehnten Jahr nach Unternehmensgründung haben sich Unternehmen in der Reifephase (Later Stage) etabliert. In dieser Phase nähert sich das Unternehmen dem Ende des Lebenszyklus. Gleichzeitig stehen viele Daten zu Vergleichsunternehmen zur Verfügung, wodurch die letztendliche Bewertung des Unternehmens erleichtert wird.

Weiterhin ergeben sich zukünftig weitere Wertsteigerungspotenziale. Mögliche Szenarien sind die Übernahme der Gesellschaft durch ein neues Management-Team (engl. Buy-out-Financing), die beabsichtigte Notierung des Unternehmens an der Börse (engl. Bridge-Financing) oder die Sanierung der Gesellschaft (engl. Turnaround-Financing).

In Form eines Management Buy-Out bzw. Buy-In wird die bisherige Unternehmensführung durch das vorhandene bzw. durch externe Führungskräfte übernommen.[71] Die Beteiligung an einem Unternehmen ist jedoch sehr kostenintensiv, weshalb interessierte Unternehmer häufig von Investoren abhängig sind, um den sehr hohen Kapitalbedarf zur Finanzierung des Kaufpreises abzudecken.

Mithilfe einer Überbrückungsfinanzierung (engl. Bridge Financing) werden Wachstumsunternehmen auf den Exit der Investoren vorbereitet. Ein mögliches Szenario ist hierbei der Börsengang. In der Bridge Phase werden kurzfristige Investments dazu genutzt, den Börsengang des Unternehmens aufgrund schwacher Kapitalmärkte hinauszuzögern. Die Finanzierung erfolgt etwa sechs bis zwölf Monate vor dem Börsengang und wird aus den Erträgen des Börsengangs zurückbezahlt. Diese Zwischenfinanzierung dient letztendlich der Verbesserung der Eigenkapitalquote oder zur Deckung der Börseneinführungskosten. Hierbei wird vor allem auf Investmentbanken und Emissionsgesellschaften als Kapitalquelle zurückgegriffen.[72]

Alternativ können bei negativen Zukunftsaussichten, Restrukturierungen zur Sanierung oder Neupositionierung des Geschäftsbetriebes stattfinden, indem strategische Neuausrichtungen vollzogen werden. Dadurch soll die Geschäftsfortführung durch die Entwicklung neuer Konzepte ermöglicht werden. Im Zuge dessen ist eine Turnaround-Finanzierung nötig. Das Ziel ist die Verbesserung der Bonität des Unternehmens, um durch eine verbesserte Kreditwürdigkeit, Bankkredite als Kapitalquelle erschließen zu können.[73]

Es zeigt sich, dass mit steigendem Unternehmensalter der Kapitalbedarf stetig zunimmt. Im gleichen Maße sinkt das unternehmerische Risiko und der Bedarf an operativer Unterstützung durch externe Investoren.[74]

Abb. 5: Verhältnis von Risiko und Unterstützungsbedarf zum Kapitalbedarf

[75]

Unabhängig von der Branche und dem damit verbundenen kontinuierlich oder exponentiell steigenden Finanzbedarf, können Startups diesen in den ersten Jahren nach der Gründung oftmals nicht durch eigene Mittel abdecken. Deshalb müssen gerade junge Entrepreneure geeignete Investoren finden, die sie bei der Unternehmensgründung und während der späteren Unternehmensentwicklung unterstützen. Mit steigendem Erfolg eröffnen sich Wachstumsunternehmen neue Finanzierungsmöglichkeiten seitens potenzieller Investoren. Eine einmalige Investition genügt meist nicht für den gesamten Lebenszyklus eines Unternehmens. In unterschiedlichen Stadien kann deshalb zusätzliches Kapital zur weiteren Wachstum oder zur Überbrückung von finanziellen Engpässen erforderlich sein. Jungunternehmen können sich hierzu auf eine Finanzierungsart beschränken, um die eigene Selbständigkeit aufrechtzuerhalten oder mehrere Kapitalgeber aus einem breitgefächerten Pool verschiedenster Kapitalquellen suchen und diese kombinieren, um den Kapitalzufluss noch weiter zu maximieren. Die weiteren Vor- und Nachteile der einzelnen Finanzierungsarten werden im 4. Kapitel erläutert.

Ebenso lässt sich festhalten, dass der Verlauf der Unternehmensphasen idealtypisch skizziert wird. In der Realität sind die Grenzen zwischen Gründung- und Wachstumsfinanzierung fließend.[76] Je nach Branchenzugehörigkeit kann die Länge der einzelnen Phasen unterschiedlich ausfallen. Es kann durchaus vorkommen, dass tiefgreifende Umstrukturierungen schon in der Gründungsphase und nicht erst während der Wachstumsphase durchgeführt werden müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dadurch kann es sich ergeben, dass Unternehmen besonders langsam, aber auch besonders schnell wachsen können. So kann durchaus der Fall eintreten, dass Geld in neugegründete Startups fließt, welches bereits der Wachstumsfinanzierung dient, auch wenn es sich bezogen auf das Unternehmensalter noch um eine Frühphasenfinanzierung handelt. Ebenso bedeutet ein anfängliches Wachstum zwangsweise keine stetige Expansion. Es kann vorkommen, dass ein positiver Trend sich nicht fortsetzt und eine Stagnation eintritt. Die einzelnen Investitionsphasen sind deshalb nicht an einen zeitlichen Rahmen der Unternehmensentwicklung gebunden, sondern vielmehr bedarfsadäquat anzusehen. Es lässt sich festhalten, dass in bestimmten Lebensabschnitten eines Unternehmens Investitionen in unterschiedlicher Höhe nötig sind, um am Markt überleben zu können.

Diese Bachelorarbeit befasst sich hauptsächlich mit der Finanzierung junger Wachstumsunternehmen, weshalb im weiteren Verlauf hauptsächlich die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung behandelt werden. Da etablierte hauptsächlich auf Later Stage-Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen sind, werden sie deshalb außenvorgelassen.

2.6 Finanzierungsarten nach Mittelherkunft

Wie bereits erläutert wurde, ist die finanzielle Absicherung und Kapitalbeschaffung eine der wesentlichsten Herausforderungen für junge Wachstumsunternehmen. Nur durch sie kann die Basis für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens geschaffen werden. Hierzu stehen Unternehmern diverse Möglichkeiten zur Finanzierung offen. Diese lassen sich anhand der Herkunft des Kapitals und der Rechtsstellung der Kapitalgeber voneinander abgrenzen. Die Kapitalherkunft lässt sich in Innen- und Außenfinanzierung unterteilen. Hierbei wird zwischen eigens erwirtschafteten Mitteln und Geld von externen Investoren unterschieden.

Abb. 6: Abgrenzung der Ausprägungen von Außen- und Innenfinanzierung

[77]

Während in den Anfangsphasen einer Gründung mangels Alternativen auf eigene Mittel (Innenfinanzierung durch Selbstfinanzierung) zurückgegriffen wird, wird das Spektrum der Finanzierungsquellen in den weiteren Entwicklungsphasen eines Unternehmens durch die Außenfinanzierung komplettiert. Externe Kapitalgeber stellen hierzu Gründungs- und Wachstumsinvestitionen in Form von Fördermitteln oder Beteiligungskapital (Beteiligungsfinanzierung) zur Verfügung. Eine andere Möglichkeit stellt die Kreditfinanzierung dar, welche hauptschlich in späten Lebenszyklusphasen von Unternehmen Anwendung findet.

Bei der Rechtsstellung des Kapitalgebers wird zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung unterschieden. Die Typologisierung ist dabei eng mit den vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten, zu stellenden Sicherheiten, der Haftung und eingeräumten Mitbestimmungsrechten bzw. Pflichten innerhalb des Unternehmens, verknüpft. Dementsprechend nehmen Investoren entweder eine Rolle als beteiligter Eigentümer oder Gläubiger ein.

Eigenkapitalgeber verlangen weder eine feste Verzinsung noch setzen sie eine bestimmte Rückzahlungsfrist. Die unbefristete Kapitalüberlassung ermöglicht Unternehmern eine flexiblere Nutzung des eingesetzten Geldes. Durch die Beteiligung mit eigenen Finanzmitteln am Unternehmen werden Investoren zu Miteigentümern und profitieren deshalb von einem positiven Geschäftsverlauf, da sie prozentual am Gewinn beteiligt werden. Dadurch steigt die Attraktivität einer Geldinvestition aus Anlegersicht. Gleichzeitig ist jedoch auch das Verlustrisiko sehr groß, da sie im Falle eines Misserfolgs mit ihrer Einlage haften. Diese Haftungsmasse ist dem Risiko des vollständigen Verlusts ausgesetzt und dient dem Bestands- und Gläubigerschutz. Eigenkapitalgeber haben in der Regel Mitsprache-, Stimm- und Kontrollrechte und bringen oftmals auch ihr Wissen und ihre Erfahrung in das Unternehmen mit ein. Die Beteiligung ist in der Regel zeitlich unbefristet.[78] Eigenkapital kann entweder durch eine Außenfinanzierung in Form einer Beteiligungsfinanzierung oder durch eine Innenfinanzierung als Selbstfinanzierung durch Gewinnthesaurierung gebildet werden. Eigenkapital bildet die Basis für die gesamte Finanzierungsstruktur eines Unternehmens, da es neben der grundsätzlichen Finanzierungsfunktion weitere fünf Funktionen erfüllt.

Abb. 7: Funktionen von Eigenkapital in Unternehmen

GeschäftsführungIn Abhängigkeit vom zur Verfügung gestellten Kapital können Anteilseigner Unternehmensentscheidungen beeinflussen. Sie erhalten Kontrollrechte gemäß der prozentualen Beteiligung.
Sicherung der ExistenzDas eingesetzte Eigenkapital dient zum Ausgleich bei eventuellen Ertragsschwankungen bzw. Verlusten. Es erfüllt eine Risikopufferfunktion.[79] Somit kann eine Überschuldung abgewendet und die Liquidität gesichert werden.
Haftung bzw. Schutz der GläubigerDas Eigenkapital dient zur Absicherung der Kaptaleinlagen der Gläubiger, um diese im Insolvenzfall finanziell bedienen zu können.
Repräsentation

und

Planungssicherheit

Eine hohe Eigenkapitalquote kann von potenziellen Kapitalgebern als Zeichen finanzieller Eigenständigkeit bzw. Kreditwürdigkeit (Bonität) gedeutet werden und somit das Interesse an einem finanziellen Engagement verstärken. Das Vorhandensein von ausreichendem Eigenkapital ermöglicht somit die Aufnahme alternativer Finanzierungsinstrumente aus dem Fremdkapital- und Mezzanine-Bereich (Hebelfunktion).
KontinuitätDurch die unbefristete Überlassung kann Eigenkapital die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gewährleisten. Weiterhin dient es zur Finanzierung unternehmerischer Tätigkeiten.

[80]

Dem gegenüber steht das Fremdkapital, welches eine zeitlich begrenzte Geldüberlassung darstellt. Die Unterteilung erfolgt hierbei in kurz-, mittel- oder langfristige Fremdfinanzierung. Die Gläubiger stellen Kapital, beispielsweise in Form eines Darlehens oder Kredits, zur Verfügung. Als Gegenleistung erfolgen eine erfolgsunabhängige Verzinsung, sowie die fristgerechte Rückzahlung des Kapitals zu einem im Voraus terminierten Zeitpunkt. Fremdkapitalgeber sind tendenziell risikoscheuer als Eigenkapitalgeber, da sie nur von Zinszahlungen und Tilgungsleistungen als Rendite profitieren – sie partizipieren nicht an der Wertsteigerung eines Unternehmens. Im Gegenzug haften sie nicht im Falle eines Misserfolgs. Unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung des unterstützen Unternehmens besteht sogar im Misserfolgsfall ein Zahlungsanspruch der Fremdkapitalgeber. Im Gegenzug stehen ihnen jedoch keine Mitsprache- oder Kontrollrechte zu, weshalb sie keinen Einfluss auf das operative Geschäft ausüben können. Der wirtschaftliche Erfolg ist deshalb nicht durch Fremdkapitalgeber beeinflussbar. Für Existenzgründer ist es vor allem in den Anfangsphasen einer Unternehmensneugründung eine große Herausforderung, Fremdkapitalgeber zu finden. Eine ausreichende Finanzierung durch Eigenkapital kann hierbei als Sicherheit für eine eventuelle Ausstattung mit Fremdkapital dienen. Vor allem für weiterentwickelte Unternehmen, die sich im fortgeschrittenen Wachstumsstadium befinden kann diese Finanzierungsart an Relevanz gewinnen. Mit der breiten Vermarktung des eigenen Produkts oder Services besteht für das Unternehmen die zunehmende Notwendigkeit klassischer Fremdfinanzierungsquellen wie Bankdarlehen, welche meist bei etablierten Unternehmen zur Vorbereitung auf einen Börsengang Anwendung finden.

Ferner existiert mit dem sog. Mezzanine-Kapital eine Mischform von Eigen- und Fremdkapital. Das hybride Finanzinstrument verbindet die Eigenschaften der beiden Finanzierungsformen. Die bekanntesten Ausprägungen dieser hybriden Finanzierungsformen sind Nachrangdarlehen mitsamt eventuellen. “Equity-Kickern”, typische bzw. atypische stillen Beteiligungen oder Genussrechte. Equity-Kicker räumen Fremdkapitalgebern die Möglichkeit ein, zu einem späteren Zeitpunkt Anteile an einer Gesellschaft zu erwerben und somit eine offene Beteiligung einzugehen. Nachranginge Darlehen finden bei der Finanzierung durch Crowdinvesting (s. Punkt 4.2.2.2.1.2) oder im Rahmen des High-Tech Gründerfonds (s. Punkt 4.2.1.2.2) in den Früh- und Wachstumsphasen Verwendung. Typische stille Beteiligungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Stille Gesellschafter wie Familie oder Freunde, welche im Rahmen der Startup-Finanzierung eine wichtige Rolle einnehmen (s. Punkt 4.1.2), sind nicht an der Geschäftsführung oder am Gesellschaftsvermögen beteiligt. Sie sind von der Verlustbeteiligung vertraglich ausgeschlossen, weshalb sie im Insolvenzfall wie Gläubiger behandelt werden. Atypisch stille Gesellschaftsbeteiligungen sind hingegen einer offenen Beteiligung ähnlich, da den Gesellschaftern Vermögens- und Kontrollrechte eingeräumt werden – wie es etwa bei der Finanzierung durch Business Angels der Fall ist.

Es zeigt sich, dass die Kapitalsuche bei einem Startup meist eine große Herausforderung darstellt. Je nach Sektor, in dem sie agieren, weisen die meisten Startups eine Kombination aus geringen Sicherheiten und gleichzeitig hohem Risiko auf. Aufgrund dessen stehen Gründern zu Anfangszeiten keine Alternativen zur Finanzierung mit Eigenmitteln offen. Erst mit der zunehmenden Etablierung der Geschäftstätigkeit stehen Unternehmen mehr Sicherheiten zu Verfügung, welche neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. Der Umfang der zur Verfügung stehenden Eigen- oder Fremdkapitalressourcen determiniert folglich das Tempo des Entwicklungsprozesses.[81]

2.7 Bewertung der Unternehmen

Unabhängig davon, ob die Gründung eines Startups noch bevor steht oder sich ein Wachstumsunternehmen schon einige Jahre am Markt befindet, gibt es diverse Anlässe zur Bewertung eines Unternehmens. Angehende Gründer müssen anfangs prüfen, ob ein Gründungsvorhaben aus monetärer Sicht ratsam und die erwartete Unternehmensentwicklung finanzierbar ist. Aber auch im späteren Verlauf des Unternehmenslebenszyklus, wenn externes Kapital eingeworben werden soll, besteht aus Investorensicht die Notwendigkeit zur Unternehmensbeurteilung. Hierbei soll vor allem der Wert der eventuellen Unternehmensbeteiligung errechnet werden.

Losgelöst von der angestrebten Finanzierungsform spielt die Unternehmensbewertung folglich eine wichtige Rolle, um Risiken abzuwägen und gleichzeitig das zukünftige Potenzial hinsichtlich Marktumfeld, Skalierbarkeit, Wachstumspotenzial und Umsatzerwartungen einzuschätzen. Da traditionelle Verfahren zur Unternehmensbewertung nur bedingt bei jungen Wachstumsunternehmen anwendbar sind, gestaltet sich die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser sowohl aus Investoren-, als auch aus Gründersicht schwierig.

Vor allem die quantitative Bewertung eines Unternehmens wird aufgrund kaum oder nicht vorhandener historischer Erfolgskennzahlen und Erfahrungswerte erschwert. In Verbindung mit dem innovativen Charakter junger Wachstumsunternehmen, deren Produkten und dem volatilen Markt in dem sie agieren, lassen sich so kaum Zukunftsprognosen bezüglich Wachstumsraten und potenziellem Markterfolg tätigen. Meist agieren Startups darüber hinaus in Branchen, welche selbst eine hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung aufweisen. In Verbindung mit fehlenden Vergleichsunternehmen, sind die Stärken und Schwächen des zu bewertenden Unternehmens nur schwer klassifizierbar.

Die qualitative Bewertung von Startups erfolgt dabei anhand der subjektiven Einschätzung von Management, Geschäftsidee und Marktumfeld, welche bereits in Punkt 2.3 als wichtigste Erfolgsfaktoren hervorgehoben wurden.

2.7.1 Qualitative Analyse

Neben zuvor erwähnter Erfolgsfaktoren, hat André bei seiner Umfrage das Cash-out Potenzial als weiteres Investitionskriterium ermittelt. Darunter wird die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Exits bzw. die finanzielle Bewertung im eigentlichen Sinne verstanden. [82]

Folgende Grafik zeigt, dass Investoren das Management als wichtigstes Selektionskriterium ansehen. Mit zunehmendem Unternehmensalter und -phase nimmt jedoch die Wichtigkeit eines erfolgreichen Cash-outs als Entscheidungskriterium zu. Das Produkt und das Marktumfeld sind hingegen in allen Phasen des Finanzierungszyklus nachrangige Entscheidungsfaktoren, die ungefähr gleich bewertet werden.

Abb. 8: Selektionskriterien von Unternehmen je Finanzierungsphase

[83]

Darauf aufbauend kann die Studie von Zellmann herangezogen werden, um daraus abzuleiten, welche Subfaktoren Investoren als wichtigste Bewertungskriterien ansehen.

Abb. 9: Bewertungskriterien für Startups

[84]

Bei der Betrachtung der Studie ergibt sich ein anderes Bild. So wird phasenübergreifend der Markt als wichtigster Werttreiber identifiziert. Ebenso kommt dem Produkt selbst ein höherer Bewertungsfaktor seitens der Investoren zu als etwa dem Management.

Als wichtigste Erfolgsfaktoren können deshalb auf Marktseite das Wachstums- und Exitpotenzial, die Erfahrung des Managements und der USP (Alleinstellungsmerkmale) auf Produktseite ausgemacht werden. Als weiterer Beurteilungsfaktor wurde die persönliche Übereinstimmung zwischen Gründern und Venture Capital-Gesellschaften ermittelt.[85] Ein ähnliches Ergebnis ergab auch die von Stedler und Peters durchgeführte Umfrage bei 231 Business Angels.[86]

Qualitative Determinanten können auch als Basis zur quantitativen Beurteilung dienen. Hierdurch ergeben sich hybride Bewertungsansätze wie die Berkus- und die Scorecard-Methode.

Der Angel Investor David Berkus hat Mitte der 1990er Jahre eine Methode zur Unternehmensbewertung entwickelt und über die Jahre angepasst. Der nach ihm benannte Ansatz ist dabei hauptsächlich für Startups geeignet, die innerhalb der ersten fünf Jahre einen Umsatz von rund 20 Mio. Dollar anpeilen, aber noch keine signifikanten Umsätze erwirtschaften. Die Berkus-Methode stützt sich auf o.g. Faktoren und den damit einhergehenden Risiken. Idee (Produkt), Qualität des Managements (Umsetzung), strategische Beziehungen (Wettbewerb), Prototyp (technische Umsetzung) und bereits vorhandene Verkäufe (Produktion). Jedes dieser Kriterien wird mit einem Wert von bis zu 500.000 Dollar bewertet, so dass in Summe ein maximaler Unternehmenswert von bis zu 2,5 Mio. Euro errechnet werden kann.[87]

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die von Bill Payne entwickelte Scorecard-Methode, die weitere Erfolgsfaktoren miteinbezieht. Hierzu werden vorhandene Bewertungen für Startups in ähnlichen Branchen herangezogen. Aus diesen wird eine Durchschnittssumme gebildet. Im Anschluss werden die bereits angesprochenen Erfolgsfaktoren anhand eines Schlüssels individuell bewertet. Im folgenden Schritt wird das eigene Startup anhand dieser Kriterien mit anderen Unternehmen verglichen. Dazu wird jeder dieser Faktoren bewertet, ob er über oder unter dem Durchschnitt liegt („Performance“). Schneidet ein Unternehmen gleich ab, so wird ein Wert von 100 Prozent vergeben, bei besseren oder schlechteren Ergebnissen wird dieser Wert nach oben oder unten gesenkt. Jede so berechnete Kennzahl wird mit der Gewichtung multipliziert, wodurch sich für jedes Kriterium ein Faktor ergibt. Diese werden addiert („Summe“) und mit dem im ersten Schritt ermittelten Durchschnittswert multipliziert. Dadurch ergibt sich die letztendliche Bewertung des eigenen Startups.[88]

Abb. 10: Scorecard-Methode nach Payne

KriteriumGewichtungPerformanceFaktor
Stärke des Managements0 – 30 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Wachstumspotenzial0 – 25 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Produkt/Technologie0 – 15 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Wettbewerbsumfeld0 – 10 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Marketing/Verkaufskanäle/Partnerschaften0 – 10 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Zusätzlicher Kapitalbedarf0 – 5 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
Sonstige Aufwände0 – 5 %x < 100 % < xGewichtung x Performance
 Summe

[89]

Aus Unternehmersicht empfiehlt es sich daher, bei der Ausarbeitung der Geschäftsidee, ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln und sich dabei nicht auf einen spezifischen Erfolgsfaktor zu beschränken. Letztlich gilt es, diese Kriterien anhand eines detailliert ausgearbeiteten Businessplans potenziellen Investoren vorzustellen. Der persönliche Kontakt zu diesen ist folglich essenziell, um diese als Kapitalgeber gewinnen zu können.

2.7.2 Quantitative Analyse

Neben qualitativen und hybriden Bewertungsmethoden mit eher subjektivem Charakter können quantitative Verfahrensweisen zur objektiven Beurteilung junger Wachstumsunternehmen herangezogen werden. Diese werden abhängig von der Phase im Unternehmenslebenszyklus genutzt. Generell wird hier zwischen Einzelbewertungsverfahren und Gesamtbewertungsverfahren unterschieden.[90] Erstere spielen jedoch vor allem bei der Bewertung von Substanzwerten oder bei der Ermittlung des Liquidationswertes eine tragende Rolle. Hierbei werden Vermögensgegenstände und Verpflichtungen individuell bewertet und im Anschluss zu einem Gesamtwert summiert. Da Startups jedoch nur über geringe Substanzwerte verfügen und die Liquidationsmethode hauptsächlich bei der Auflösung eines Unternehmens Anwendung findet, wird im Folgenden auf die verbreitetsten Gesamtbewertungsverfahren eingegangen.

Vor allem in den Early Stages nehmen die VC-Methode, die relative und operative Multiplikator- und das Realoptionenverfahren einen hohen Stellenwert ein. Erst in den Later Stages überwiegt die Bedeutung des Discounted Cash Flow Verfahrens und des Ertragswertverfahrens.[91] Beeinflussungsfaktoren sind dabei der Liquiditätsbedarf, die Zeit bis zum Verkauf der Unternehmensanteile (Exit), die Renditeerwartungen der Investoren sowie der erwartete Unternehmenswert zum Exit-Zeitpunkt.[92]

Diese Methoden sollen nicht nur helfen, den gegenwärtigen, aber auch den zukünftigen Unternehmenswert zu ermitteln. Bei der Beurteilung von Unternehmen verlassen sich Investoren unabhängig von der Entwicklungsphase eines Unternehmens in erster Linie auf die eigene Erfahrung, den Vergleich mit anderen Portfoliounternehmen und Schätzwerte.[93] Hierbei ergibt sich jedoch oftmals eine Diskrepanz bei der Beurteilung aus Gründer- und Investorensicht. Während erstere an der Berechnung eines hohen Unternehmenswertes anstreben, um wenig Unternehmensanteile abtreten zu müssen, versuchen Risikokapitalgeber dagegen den Unternehmenswert niedrig anzusetzen, um möglichst viele Unternehmensanteile zu erlangen.

2.7.3 Risikoanalyse

Aufgrund des großen Spektrums möglicher Erfolgsentwicklungen ergibt sich ein hohes Unternehmensrisiko, welches deutlich höher als bei etablierten Unternehmen ausfällt. Aus diesem Grund sollten neben quantitativen und qualitativen Methoden zur Wertermittlung eines Unternehmens stets eine Risikoanalyse zur Identifizierung potenzieller Bedrohungen durchgeführt werden. Diese Risiken sind dabei nicht nur zu speziellen Bewertungsanlässen zu berücksichtigen, sondern stellen über den gesamten Lebenszyklus eines Unternehmens hinweg einen wichtigen Erfolgsfaktor dar.

Abb. 11: Potenzielle Risiken für Startups

Interne RisikenExterne Risiken
Management:

Austrittswahrscheinlichkeit von Führungspersönlichkeiten

Zu spätes Erkennen neuer Markttrends

Falsche Teamzusammenstellung

Ökonomie:

Konjunkturschwankungen

Inflation

Zinsschwankungen

Geringe Nachfrage

Subventionen

Verfehlte Absatzziele

Nicht marktgerechte Preispolitik

Produkt:

Realisierbarkeit

Verzögerungen bei der Einführung

Produktmängel

Ökologie:

Umweltschutzauflagen

Katastrophen

Marketing:

Hohe Marketingkosten

Gesetz:

Rechtliche Vorschriften

Handelsbarrieren

Technik:

Geringe Auslastung

 

Sozial:

Neue Trends

Demographischer Wandel

Arbeitslosigkeit

Personal:

Hohe Fluktuation

Technologie:

Neue technische Standards

[94]

3. Aktuelle Zahlen und Entwicklungen in Deutschland

3.1 Fakten zur Startup-Szene

In den USA beheimatete, online-basierte Startups wie Google, Facebook und eBay haben sich mittlerweile weltweit etabliert und sind längst zu Branchenführern avanciert. Das Silicon Valley ist längst Sinnbild für innovativen Gründergeist und aufstrebende, zukunftsbestimmende Unternehmen geworden. Viele der dort beheimateten Firmen aus dem IKT-Sektor sind nicht mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken. Auch in Deutschland befindet sich diese Branche auf dem Vormarsch und beherbergt ein großes Wachstumspotenzial, weshalb solche Startups auch „Gazellen“ genannt werden.[95]

Dennoch befindet sich die deutsche Startup-Branche im internationalen Vergleich im Hintertreffen. Weltweit existieren derzeit 229 sog. Unicorn-Startups (engl. „Einhorn“), welche jeweils über 1 Mrd. US-Dollar Marktwert besitzen. In Deutschland sind davon gerade einmal fünf beheimatet.[96] Startups hierzulande haben in den letzten Jahrzehnten eher ein Nischendasein gefristet und nur kleine Märkte bedient. Das spiegelt sich auch in den veröffentlichten Zahlen wider. So werden Daten über Startup-Unternehmen nur unzureichend erhoben oder gar zentral erfasst. Deshalb ist es schwierig, die derzeitige Situation von Jungunternehmen in Deutschland einzuschätzen.

Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. geht davon aus, dass derzeit in der Bundesrepublik Deutschland 6.000 Startup-Unternehmen existieren.[97] Laut DSM sind bei den 1.000 vertretenen Startups über 16.000 Mitarbeiter beschäftigt – exklusive der Gründer.[98] In der Gesamtzahl kann also von einem sechsmal so hohem Wert ausgegangen werden. Die Angaben des Durchschnittsalters deutscher Startups schwanken zwischen knapp 3 Jahren[99] und 4 Jahren und 7 Monaten.[100] Diese Differenz im Unternehmensalter spiegelt sich auch in der Auswertung der Phasen, in denen sich die Jungunternehmen befinden, wider. Der DSM, der das durchschnittliche Unternehmensalter jünger als das Start-up-Barometer beziffert, zeigt, dass sich junge Unternehmen in der Frühphase des Entwicklungsprozesses befinden, während sich Unternehmen, die knapp eineinhalb Jahre älter sind, laut Start-up-Barometer bereits in der Wachstumsphase wiederfinden.

Abb. 12: Derzeitige Entwicklungsphase deutscher Startups im Lebenszyklusmodell

[101]

3.2 Gründungshemmnisse

In den höheren Einkommensklassen finden sich mehr Selbständige und Gründer als Arbeitnehmer. Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor Bedenken bezüglich höherer Arbeitszeiten und der Gefahr des Scheiterns. Mit einer Quote von elf Prozent, geht in Deutschland derzeit rund jeder zehnte einer selbständigen Tätigkeit nach.[102] Viele Menschen sehen dabei in abhängiger Beschäftigung in einem belebten Arbeitsmarkt diverse Vorteile. Letztendlich spiegelt sich das in einem reduzierten Gründungswillen wider, welcher sich erst seit dem Jahr 2013 erholt, dennoch aber weit unter den Werten von 2002 bis 2005 liegt. Die Gründerquote von 1,8 entspricht demzufolge 915.000 Menschen, die sich 2014 selbständig gemacht haben, was einem Zuwachs von 47.000 Personen zum Vorjahr entspricht.[103]

Es gibt diverse Aspekte, die das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland positiv oder negativ beeinflussen können. Hierbei seien vor allem die Entwicklungen am Arbeitsmarkt, die Wirtschaftsleistung oder etwa staatliche Fördermaßnahmen genannt.[104] Als stark limitierender Faktor hat sich jedoch die Furcht vor dem eventuellen Scheitern herausgestellt. Mehr als ein Viertel aller Gründungen verschwinden in den ersten drei Jahren wieder vom Markt.[105] Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013 waren von den rund 334.000 Unternehmen, die 2005 gegründet wurden, im Jahr 2010 nur noch 137.000 am Markt. Damit haben weniger als die Hälfte die ersten fünf Jahre überlebt.[106] In der Startup-Szene sind diese Zahlen noch höher und unterliegen branchenabhängigen Schwankungen. Laut Bundesverband Deutscher Startups bestehen nur 30 bis 50 Prozent der Jungunternehmen dauerhaft.[107] Weltweit scheitern sogar bis zu 90 Prozent aller Technologie-Startups, die ein besonders starkes Wachstum anstreben.[108] Trotz der Perspektive von höherem Einkommen und höherer Lebenszufriedenheit zeigt sich jedoch, dass es starke Gründungshemmnisse gibt. Rund die Hälfte (49 Prozent) der deutschen Bevölkerung sieht aufgrund der Angst vor dem Scheitern von einer eigenen Gründung ab, womit Deutschland im internationalen Vergleich einen der hinteren Plätze einnimmt.

Abb. 13: Scheitern als Gründungshemmnis im internationalen Vergleich

[109]

Die Angst vor dem Scheitern stellt jedoch nicht nur für das allgemeine Gründungsgeschehen, sondern auch für die deutsche Wirtschaft einen limitierenden Faktor dar. So stagnierte seit dem Jahr 2004 die Anzahl an Gründungen deutlich, wobei seit 2013 jedoch wieder ein Aufwärtstrend erkennbar. Dennoch liegt der Gründungswille weit unter den Werten der Jahre rund um die Jahrtausendwende.[110] Als Konsequenz lässt sich festhalten, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht als Gründerland angesehen werden kann.

3.3 Marktsituation und -entwicklung

Wenn Gründer mit ihren Unternehmen den Markteintritt anpeilen, stellt die Finanzierung eine der größten Herausforderungen dar (s. Punkt 2.3). Vor allem Initiatoren wissensbasierter Projekte kritisieren die Finanzierungssituation. So gaben 64 Prozent der Befragten an, keinen ausreichenden Zugang zu Eigenkapitalgebern zu haben. Weiterhin fanden 45 Prozent der Entrepreneure keine ausreichenden Fremdfinanzierungsmöglichkeiten.

Abb. 14: Gründungs- und Wachstumshemmnisse wissensbasierter Projekte

[111]

Insbesondere das Unternehmenswachstum und der technologische Fortschritt erfordern finanzielle Mittel. Für die Finanzierungsvorhaben etablierter Unternehmen nehmen Banken und Kreditinstitute eine vorherrschende Rolle ein. Diese unterliegen seit den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2007 jedoch deutlich restriktiveren Eigenkapital- und Liquiditätsregeln. Diesen müssen sich Unternehmen beugen, um auf Bankkredite zurückgreifen zu können. Da junge Unternehmen jedoch nur selten über ausreichend Sicherheiten verfügen, wird die Fremdkapitalaufnahme deutlich erschwert. Unternehmen müssen ihre Kapitalstruktur an die Bedingungen der Banken anpassen und zuerst ihre Eigenkapitalquote erhöhen.

Die Finanzierungsvoraussetzungen für Startup-Unternehmen durchlaufen seit einigen Jahren jedoch einen tiefgreifenden Wandel und neue Finanzierungsformen für Start-up Unternehmen setzen sich zunehmend durch. Sowohl bei institutionellen, als auch Privatanlegern erfreuen sich Finanzierungsarten wie Crowdfinancing (s. Punkt 4.2.2.2), aufgrund einer langanhaltenden Niedrigzinsphase enormer Beliebtheit.[112] Die Schwarmfinanzierung ist dabei eine interessante Investmentkategorie mit hohem Renditepotential, die bisher nur professionellen Investoren mit großem Kapitaleinsatz vorbehalten war. Zusätzlich bemüht sich die Bundesrepublik Deutschland, neue Förderprogramme zu entwickeln, die es Startups ermöglichen, auf zusätzliches Kapital zur Unternehmensgründung bzw. -erweiterung zurückzugreifen (s. Punkt 4.2.1.2).

Ungeachtet der letztendlichen Ziele der Gründer und der derzeitigen Phase im Unternehmenslebenszyklus, fällt allein bei den rund 1.000 im DSM organisierten Startups im nächsten Jahr ein Finanzierungsbedarf von rund einer Mrd. Euro an.[113] Hochgerechnet auf die Gesamtzahl aller jungen Wachstumsunternehmen in Deutschland kann deshalb von einer bis zu sechsmal so hohen Summe ausgegangen werden. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2015 3,1 Mrd. Euro in Startups investiert – fünfmal so viel wie im Jahr 2013 und fast doppelt so viel wie im Gesamtjahr 2014.[114] Trotz des positiven Trends droht eine wachsende Diskrepanz zwischen benötigtem Kapital und investierten Mitteln. Ebenso fällt auf, dass nur sehr wenige Startups die Aufnahme externer Investitionen im Bereich bis zu 50.000 Euro planen. Dies lässt sich dadurch erklären, dass der Finanzbedarf in dieser Höhe meist durch eigene Ersparnisse gedeckt wird. Insgesamt gaben 18,7 Prozent der DSM-Befragten an, ihr Startup ausschließlich über eigene Ersparnisse finanziert zu haben. Erst bei wachsendem Kapitalbedarf steigt die Notwendigkeit externer Investitionen.

Als Richtwert lassen sich hierzu 150.000 Euro veranschlagen, um die Gründung und die ersten Phasen im Unternehmenslebenszyklus zu finanzieren. Bei technologieorientierten Unternehmen fällt das durchschnittlich benötigte Kapital mit durchschnittlich 1,5 Mio. Euro rund zehnmal so hoch aus, um die ersten vier Jahre eines Unternehmens zu finanzieren.[115] Gerade bei Beträgen über einer Million Euro haben es deutsche Gründer jedoch immer noch sehr schwer, das nötige Kapital zu akquirieren. Deshalb erfolgt bei vielen jungen Wachstumsunternehmen oftmals ein frühzeitiger Verkauf, da aufgrund fehlender finanzieller Mittel kein weiteres Wachstum erfolgen kann.[116]

Unabhängig von den eigentlichen Zielen benötigen Startup-Unternehmen Geld, um ihre Wachstumsambitionen umzusetzen. Vor dem Hintergrund, dass rund ein Viertel der im DSM befragten Startups angaben, einen Kapitalbedarf von einer Million Euro oder mehr zu haben, zeigt sich folglich die Gefahr eines potenziellen Finanzierungsengpasses.

Bei der Gegenüberstellung von erzielten Umsätzen und geplanter Kapitalaufnahme im Folgejahr offenbaren sich noch weitere Diskrepanzen. So zeigt sich, dass knapp ein Drittel der DSM-befragten Startups im Jahr 2015 weniger als 50.000 Euro Umsatz erzielt haben.[117] Ähnliche Werte liefert das Start-up-Barometer, welches zudem besagt, dass etwas weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen weniger als 500.000 Euro Umsatz erzielen, während der durchschnittliche Jahresumsatz mit 1,2 Mio. Euro beziffert wird.[118] Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass Mittelwerte aufgrund potenzieller Ausreißer nach oben nur begrenzt aussagekräftig sind. Ebenso ist festzuhalten, dass sich der Kapitalbedarf relativ homogen über das Spektrum von 50.000 bis hin zu fünf Mio. Euro erstreckt. Erst ab einem Bedarf darüber geht die Nachfrage stark zurück.

Abb. 15: Geplante Kapitalaufnahme deutscher Startups in Relation zum Umsatz

[119]

Erzielte Umsätze und geplante Kapitalaufnahme scheinen folglich in keiner Relation zueinander zu stehen, was aus Unternehmenssicht die Aufnahme von externem Kapital aufgrund fehlender Erfolge erschwert.

Um die Existenzgründer von heute als den Mittelstand von morgen zu etablieren, hat die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag eine Förderung der Wachstumsfinanzierungen veranschlagt, um den Beteiligungsmarkt am Standort Deutschland attraktiver zu gestalten.[120] Als Konsequenz hat die Bundesregierung im Jahr 2014 die sog. „Digitale Agenda 2014 – 2017“ beschlossen. Diese soll bis die Zusammenarbeit von etablierten Unternehmen mit jungen innovativen Unternehmen verbessern, um die digitale Wirtschaft zu fördern. Im Zuge dessen soll das allgemeine Gründungsgeschehen angekurbelt werden, um die Zahl jährlicher Gründungen auf 15.000 zu erhöhen. Zu diesem Zweck sollen Finanzierungsbedingungen für Wagniskapital und Crowd-Investments verbessert werden, um sich den internationalen Rahmenbedingungen anzupassen. Hierzu sollen vor allem Gründer von IT-Startups gezielt durch die Schaffung spezieller Informations- und Beratungsangebote unterstützt werden. Ein wichtiger Aspekt soll fortan die internationale Vernetzung mit anderen Gründern sein.[121]

Um die Finanzierungssituation junger Wachstumsunternehmen möglichst vollständig abzubilden, wird auf im Jahr 2015 erhobene Daten des DSM und des Startup-Barometers zurückgegriffen. Hierdurch wurden insgesamt 1.242 Startups befragt, wobei Überschneidungen der einzelnen Studien möglich sind. Ebenso kann das Ergebnis nur bedingt als repräsentativ bewertet werden, da nur ein Teil der Startup-Szene Deutschlands abgebildet wird.

Die derzeitige Finanzierungssituation macht dabei deutlich, dass ohne eigene Ersparnisse der Gründer oder Geld aus dem privaten Umfeld kaum eine Unternehmensgründung möglich wäre.

Abb. 16: Mittelherkunft deutscher Startups

[122]

Rund zwei Drittel aller Startups setzen dabei auf das eigene Kapital als Basis für den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Unternehmens. Ebenso greifen rund ein Viertel der Gründer auf das Kapital von Familien, Freunden und Verwandtschaft als zweithäufigste Finanzierungsquelle zurück.[123]

Bei der weiteren Betrachtung wird deutlich, dass die Verteilung der Nutzung anderer Finanzierungsformen trotz der Unterschiedlichkeit dieser sich relativ homogen über die Umfrageergebnisse erstreckt. Dies ist auf unterschiedlichen Phasen im Entwicklungsprozess und deren individuelle Merkmale zurückzuführen, in dem sich deutsche Startups derzeit befinden (s. Abb. 4). Erwähnenswert ist zudem, dass Finanzierungs- und Unterstützungsformen, wie etwa Inkubatoren, Acceleratoren und Crowdfunding/-investing, die sich mit ihrem Angebot gezielt an Startups richten, derzeit nur einen geringen Stellenwert bei der Finanzierung junger Wachstumsunternehmen einnehmen.

Bei der Evaluierung dieser Zahlen sei darauf hingewiesen, dass nur ein Teilausschnitt der Startup-Szene Deutschlands abgebildet wird, weshalb keine Aussagen zur Repräsentativität und Signifikanz der erhobenen Daten getroffen werden können.

4. Startup-Finanzierungsformen

Bei der Wahl der Finanzierungsform gilt es unter mehreren Faktoren abzuwägen. Neben der Höhe des möglichen Investitionsvolumens können hierbei der bürokratische Aufwand zur Kapitalaufnahme, notwendige Sicherheiten, Rückzahlungsmodalitäten wie etwa die Verzinsung, die zu erwartende operative Unterstützung, die Risikoverteilung oder andere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

Ein Zielkonflikt besteht hierbei zwischen der Möglichkeit, kontinuierlich zu wachsen und gleichzeitig durch die Finanzierung mit eigenem Kapital die Selbständigkeit zu bewahren oder schnellerem Wachstum durch externe Kapitalgeber bei gleichzeitigem Verlust der Unabhängigkeit. Hierbei können jedoch auch andere Aspekte wie die Möglichkeit, aus der Erfahrung etablierter Unternehmer zu schöpfen, mitentscheidend sein. Durch vorhandene Netzwerke können junge Startups Märkte schneller durchdringen und wichtige Wettbewerbsvorteile sichern. Hierbei spielt vor allem die Wettbewerbssituation eine wichtige Rolle und inwiefern Konkurrenzprodukte existieren. Durch das Einbüßen der Vorreiterrolle in einem Markt kann die allgemeine Geschäftssituation negativ beeinflussen. Aus diesem Grund sind junge Wachstumsunternehmen häufig gezwungen, externes Kapital aufzunehmen.

Die nachfolgend vorgestellten Finanzierungsformen lassen sich dabei anhand des in Punkt 2.6 vorgestellten Schemas klassifizieren und gemäß ihren Eigenschaften gruppieren, wie folgende Grafik veranschaulicht.

Abb. 17: Klassifizierung der Startup-Finanzierungsmethoden nach Mittelherkunft

[124]

4.1 Selbstfinanzierung

Die Selbstfinanzierung stellt eine typische Finanzierungsform aus Innen- und Eigenfinanzierung dar. Sie umfasst die Finanzierung aus Überschüssen (Cash Flow-Finanzierung) und die Finanzierung aus sonstiger Kapitalfreisetzung (Desinvestition). Die Überschussfinanzierung lässt sich in die Selbstfinanzierung i.e.S. (Finanzierung aus Gewinnen), die Finanzierung aus Rückstellungen und die Finanzierung aus Abschreibungen unterteilen.

Die Selbstfinanzierung aus einbehaltenen Gewinnen umfasst darüber die offene und die stille Selbstfinanzierung. Erstere bezweckt die Gewinnthesaurierung, wodurch die in der Bilanz ausgewiesenen Gewinne nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Die stille Selbstfinanzierung hingegen beschreibt die Einbehaltung des nicht ausgewiesenen Gewinns, wodurch stille Reserven gebildet werden.[125] Möglichkeiten hierbei sind entweder die Überbewertung von Vermögensgegenständen auf der Aktivseite der Bilanz oder die Unterbewertung von Verbindlichkeiten auf der Passivseite eben jener.

Diese Finanzierungsarten eignen sich folglich für etablierte Unternehmen, die bereits Gewinne erzielen. Junge Wachstumsunternehmen hingegen, die sich in den Frühphasen der Unternehmensentwicklung befinden, vermelden meist sogar Verluste, weshalb diese Finanzierungsarten ungeeignet sind.

Startups greifen deshalb häufig auf die Selbstfinanzierung mit vorhandenem Eigenkapital (Bootstrapping) oder das Geld von Familien, Freunden und Verwandten zurück. Unabhängig von der Wahl der Selbstfinanzierungsform steigt hierdurch die Unabhängigkeit der Unternehmung, wodurch es zu keiner Verschiebung der gegebenen Herrschaftsverhältnisse kommt. Ebenso liegt keine Zweckbindung vor, Gründer können folglich frei über die zur Verfügung gestellten Mittel entscheiden. Weiterhin stärkt die Selbstfinanzierung zudem die Liquidität und die Eigenkapitalbasis. Hierdurch wird die Krisenanfälligkeit vermindert und die Kreditwürdigkeit des Startups gestärkt.

4.1.1 Bootstrapping

Vor allem im Rahmen des Lean Startup-Ansatzes (s. Punkt 2.2), welcher die Verschlankung aller Unternehmensprozesse forciert, stellt Bootstrapping eine der beliebtesten Finanzierungsmethoden dar. Bootstrapping ist dabei eine Mischform der Innen- und Eigenfinanzierung.

Der Begriff „Bootstrapping“ („sich die Schuhe enger schnüren“ bzw. „sich aus eigener Kraft hocharbeiten“) bezeichnet die Finanzierung mit eigenen Mitteln.[126] Durch diesen Ansatz soll es ermöglicht werden, nötige Ressourcen auch ohne langfristige, finanzielle Mittel seitens externer Gläubiger, zu erlangen. Der Begriff bezieht sich folglich auf die Knappheit an finanziellen Ressourcen und die damit stark begrenzten Möglichkeiten im Rahmen der Unternehmensgründung.[127] Aufgrund von relativ hohen Aufwänden und gleichzeitig geringen Umsätzen agieren Startups in den Frühphasen der Gründung unrentabel und vermelden Verluste. Bootstrap Financing hilft Startups durch kosteneffizienteres Handeln.

4.1.1.1 Methoden

In der Wissenschaft gibt es diverse Auslegungen über die praktische Umsetzung des Bootstrapping-Ansatzes. Als gemeinsamer Nenner dieser Methoden kann die Unterteilung in erlösmaximierende und kostensenkende Maßnahmen festgehalten werden. Diese lassen sich wiederum in interne und externe Methoden differenzieren. Diese beziehen sich auf das Zusammenspiel mit Stakeholdern, welche Ansprüche gegenüber dem Unternehmen haben. Interne Anspruchsgruppen sind etwa Mitarbeiter, Anteilseigner und das Management, während als externe Stakeholder andere Unternehmen, Freunde, Familie, die Regierung, Lieferanten, Kunden und Investoren angeführt werden können.[128]

Aufgrund mangelnder Erfahrungswerte in Deutschland, kann Schweden als anderes EU-Land herangezogen werden, um die beliebtesten Bootstrapping-Methoden darzustellen und eine Vergleichsgrundlage zu schaffen. Winborg und Landström haben 2001 in Kooperation mit Geschäftsführern kleiner Unternehmen die Nutzung diverser Bootstrapping-Ansätze untersucht. Folgende Methoden wurden dabei am häufigsten genutzt:

  1. Erwerb gebrauchter Ausrüstung (78 %)
  2. Verhandlung der Zahlungsfristen mit Lieferanten (74 %)
  3. Einbehaltung des Managergehaltes (45 %)
  4. Verzögerung von Zahlungen an Lieferanten (44 %)
  5. Nutzung von Software für beschleunigte Rechnungsstellung (44 %)
  6. Ausrüstung mit anderen Unternehmen teilen (42 %)[129]

Aufgrund des gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen jungen Wachstumsunternehmen und Kunden, Lieferanten, aber auch anderen Unternehmen wird deshalb oftmals von „Relationship Capital“ gesprochen.[130] Die gute Beziehung zu diesen Geschäftspartnern kann neben der finanziellen Ersparnis, auch zum Aufbau neuer Geschäftskontakte – allen voran Kunden – dienen.

Folgende 2×2-Matrix stellt hierbei einen Überblick typischer Methoden dar:

Abb. 18: Überblick über typische Bootstrapping-Methoden

[131]

4.1.1.2 Vor- und Nachteile

Die Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern stellt den größten Vorteil des Bootstrapping-Ansatzes dar. Gründer behalten die volle Entscheidungsmacht innerhalb des Unternehmens. Außerdem entfallen zeitaufwendige Berichte über aktuelle Geschäftsentwicklungen. Da keinen Investoren gegenüber Rechenschaft abgelegt werden muss, können sich Gründer komplett darauf konzentrieren, die operative Geschäftstätigkeit aufzunehmen und frühmöglich einen positiven Cash-Flow anpeilen. Vor allem bei web-basierten Startups können Gründer so schnell das eigene Konzept auf die Probe stellen und testen, ob eine grundsätzliche Nachfrage existiert. Dadurch können generelle Rahmenbedingungen geklärt werden, bevor ein skalierbares Geschäftsmodell weiterentwickelt wird. Weiterhin bedeutet die alleinige Unternehmensführung auch, dass bei Erreichen der Gewinnzone alle so entstandenen Kapitalzuflüsse komplett dem Gründer zustehen. Gleichermaßen hilft Bootstrapping auch Verlustrisiken einzugrenzen. Da nur auf eigene Mittel zurückgegriffen wird, fällt gegenüber externen Investoren keine Haftung im Falle eines etwaigen Scheiterns an. Bei einem wirtschaftlichen Misserfolg geht folglich nur das ursprünglich eingesetzte Privatkapital verloren.

Der größte Nachteil aufgrund der Beschränkung auf eigene finanzielle Mittel ist die stark begrenzte Geldmenge. Diese schränkt Gründer im Unternehmensalltag ein, was in einem begrenzten Handlungsspielraum resultiert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, schnell positive Cash Flows zu erzielen, um das Überleben des Startups langfristig zu sichern. Aus Unternehmersicht kann dies zu Stress und unüberlegten Handlungen führen, die dem Unternehmen nachhaltig schaden könnten.

Im Zuge der Betrachtung der Unternehmensfinanzierung als Stufenmodell, bei der die aktuelle positive Geschäftslage als Basis für andere externe Finanzierungsmöglichkeiten dient, birgt der alleinige Fokus auf Bootstrapping jedoch auch Gefahren. Vor allem spätere Lebenszyklusphasen des Startups, bei der Gründer den exponentiell wachsenden Finanzbedarf nicht mehr decken können, erfordern die Notwendigkeit externer Investitionen. Mangelnde Erfahrung aufgrund fehlender Lerneffekte bei der Aufnahme bzw. im Umgang mit externen Kapitalgebern kann sich deshalb bei der späteren Investorensuche als kritischer Faktor herausstellen. Zudem ist zu bedenken, dass externe Investoren oftmals neben finanziellen Mitteln auch operative Expertise miteinbringen und Kontakte herstellen, wodurch der Arbeitsalltag erleichtert wird. Das strikte Befolgen des Bootstrapping-Ansatzes und die daraus folgende Ablehnung externer Unterstützung kann sich nachteilig auf den Unternehmenserfolg auswirken, da sich Unternehmer exzessiv limitieren. Einzelne Methoden des Bootstrappings können darüber hinaus die Aufnahme externen Kapitals erschweren. Durch Factoring oder das Nichtvorhandensein von Geschäftsausstattung fehlen Unternehmen Sicherheiten. Überzogene Sparmaßnahmen gefährden somit langfristig das externe Finanzierungspotenzial, da kaum monetär bewertbare Sicherheiten vorhanden sind.

Nur durch zusätzliche Marktanteile können Startups im Wettbewerb bestehen und steigende Gewinne erzielen. Aus unternehmerischer Sicht ergeben sich deshalb kaum Alternativen zu Bootstrapping. Es stellt sich jedoch die Frage, in welchem Ausmaß Bootstrapping-Methoden genutzt werden sollten. Gleichwohl eignen sich die hier vorgestellten Methoden – in begrenztem Maß – über den gesamten Entwicklungsprozess eines Unternehmens hinweg, um die eigene Liquidität zu verbessern. Bootstrapping ist folglich nicht an eine Phase im Unternehmenslebenszyklus gebunden, sondern kann über das ganze Bestehen hinweg eingesetzt werden.

Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten der Innenfinanzierung, eignet sich Bootstrapping in den Frühphasen einer Gründung – oftmals aufgrund mangelnder Finanzierungsalternativen – zum organischen und nachhaltigen Wachstum. Im späteren Lebensverlauf sind Unternehmen jedoch auf zusätzliche Investoren angewiesen, um einerseits den Unternehmensfortbestand, aber auch das weitere, exponentielle Wachstum zu sichern. Hierzu gilt es vor allem die Eigenkapitalbasis der Gründer, welche in der Seed-Phase häufig deutlich reduziert wurde, zu stärken. Dadurch steigt die Bonität des Unternehmens aus Sicht potenzieller Investoren, was die Aufnahme von Kapital erleichtert.

4.1.2 Family, Friends & Fools

Family, Friends & Fools“, bzw. Familie, Freunde und Verrückte – kurzum die drei F’s – stellen eine weitere Form der Selbstfinanzierung dar.[132] Die drei F’s nehmen neben der Finanzierung durch eigene Mittel die bedeutendste Rolle bei der Frühphasenfinanzierung ein. Neben der Kapitalzufuhr werden jedoch keine weiteren Beratungsleistungen miteingebracht.

Dabei werden eher kleinere Beträge flexibel bereitgestellt, da hier der Kapitalbedarf noch überschaubar ist. Nichtsdestotrotz sind Summen von bis zu 200.000 Euro keine Seltenheit.[133] In Verbindung mit anderen Finanzierungsarten kann so eine eventuelle Finanzierungslücke geschlossen werden, um andere Investitionen wie etwa durch Venture Capital zu ermöglichen.

Investitionen durch die drei F’s sind weitestgehend nicht reguliert, weshalb auch die Vertragsgestaltung nicht festgelegt wird. Aus diesem Grund können Investitionen aus dem sozialen Umfeld als Schenkung, Darlehen oder als private Beteiligung erfolgen. Eine Schenkung aus altruistischen oder hedonistischen Gründen ohne Gegenleistung ist aus Gründersicht erstrebenswert, da weder im Erfolgs-, noch im Misserfolgsfall des Startups eine Kapitalrückzahlung erforderlich ist. Das soziale Umfeld kann jedoch auch eine stille Beteiligung eingehen, um Unternehmensanteile zu erwerben. Die Finanzierungsform als passiver Privatinvestor ist dabei der BA-Finanzierung sehr ähnlich, weshalb sie häufig auch zu den informellen Beteiligungen gezählt wird (s. Abb. 22).[134]

Vorteil der Finanzierung durch das nahe Umfeld ist ein gegenseitiger Vertrauensvorschuss, da sich alle Personen bereits seit geraumer Zeit kennen. Häufig wird deshalb ohne betriebswirtschaftliche Prüfung der Geschäftsidee investiert.[135] Aus Gründersicht wird so das gewünschte Geld meist schnell bereitgestellt, so dass die operative Geschäftstätigkeit ohne zeitliche Unterbrechung aufgenommen werden kann. Im Gegenzug erhalten Gründer jedoch nur finanzielle Unterstützung und keine Managementunterstützung. Vor allem für Gründer ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse, besteht so die Gefahr, dass trotz ausreichender finanzieller Mittel kein Unternehmenserfolg eintritt.

Aus Investorensicht besteht – je nach Art der Kapitalbereitstellung – die Chance zur Maximierung des eingesetzten Kapitals oder der Totalausfall. Zur Vermeidung von zwischenmenschlichen Spannungen sollten Kapitalgeber deshalb über die Modalitäten und Risiken aufgeklärt und Vereinbarungen vertraglich festgehalten werden. Dabei gilt es vor allem, etwaige Gewinnbeteiligungen und Rückzahlungsfristen zu vereinbaren. Jene Gewinnbeteiligungen liegen meist unter denen institutioneller Investoren, während Rückzahlungsfristen im Gegenzug länger ausfallen. Dadurch können Gründer das eingesetzte Kapital flexibler nutzen und sich auf den eigentlichen Unternehmenszweck konzentrieren.

Die Nähe zu den Investoren bringt aber auch negative Aspekte mit sich. So können nahe Familienmitglieder oder Verwandte durch den persönlichen Kontakt zunehmend Druck ausüben. Vor allem im schlimmsten Fall drohen neben dem Scheitern des Startups soziale Spannungen.

4.2 Beteiligungsfinanzierung

Als Beteiligungskapital wird der Teil des Eigenkapitals bezeichnet, der durch Kapitaleinlagen von alten oder neu akquirierten Gesellschaftern erbracht wird. Aufgrund seiner vielseitigen Ausprägungen eignet sich die Finanzierung durch Beteiligungskapital für alle Phasen im Unternehmenslebenszyklus.[136] Es handelt sich dabei um eine Außenfinanzierung, wobei durch den Zufluss von Investorengeldern, Eigenkapital als sog. Beteiligungs-, Risiko- oder Wagniskapital bereitgestellt wird.[137] Die Beteiligung erfolgt unbefristet, in der Realität beträgt die Laufzeit jedoch zwischen drei und sieben Jahren und mündet im Exit – dem Verkauf der Anteile der Investoren.[138]

Neben der finanziellen Unterstützung erhalten Startups durch die Beteiligungsfinanzierung eine Managementunterstützung. Diese spiegelt sich in den Informations-, Kontroll- und Mitspracherechten wider, welche Investoren im Rahmen ihres Engagements erhalten. Ferner hat es eine Haftungskapitalfunktion und dient somit als Risikopuffer für eine Finanzierung von risikobehafteten Investitionsvorhaben. Hierbei bezweckt die Eigenkapitalfunktion, dass Beteiligungsgeber im möglichen Insolvenzfall mit ihrer Einlage haften.[139] Zudem erleichtert ein großes Eigenkapitalpolster die Beschaffung von zusätzlichen finanziellen Mitteln bei einer positiven Eigenkapitallage. Letztlich ist die Beteiligungsfinanzierung ein unentbehrlicher Faktor im Finanzierungskonzept von Unternehmen, da dadurch weitere Wachstumsinvestitionen überhaupt erst ermöglicht werden.

Der Beteiligungskapitalmarkt kann in den formellen und informellen Sektor unterteilt werden. Diese unterscheiden sich anhand Faktoren wie vermittelter Kapitalvolumina, erteilter Kontrollrechte, Motiv der Unterstützung und dem Umfang operativer Unterstützung. Als Konsequenz setzen sie deshalb in unterschiedlichen Phasen des Startup-Entwicklungsprozesses an. Der formelle Beteiligungskapitalmarkt umfasst die Aktivitäten von Beteiligungskapitalgesellschaften, die explizit zur Investition in andere Unternehmen gegründet wurden. Im Unterschied dazu umfasst der informelle Beteiligungskapitalmarkt die Beteiligungsaktivitäten von Privatpersonen und Unternehmen. Aufgrund der hohen Volatilität des Marktes ergeben sich verschiedene Instrumente zur Beteiligungsfinanzierung, die im Folgenden näher vorgestellt werden.

4.2.1 Formeller Beteiligungskapitalmarkt

Formelle bzw. institutionelle Beteiligungen zeichnen sich dadurch aus, dass Intermediäre zwischen Investor und Startup (Portfoliounternehmen) zwischengeschaltet sind. Diese unterstützen Kapitalgeber bei der Auswahl und Bewertung von Unternehmen. Oftmals übernehmen sie auch das Management der Beteiligungen mit dem Ziel, eine Wertsteigerung zu erreichen.

4.2.1.1 Venture Capital-Gesellschaften

Unter Venture Capital versteht man eine indirekte Form der Beteiligungsfinanzierung, welche dem mezzaninen Bereich der Außenfinanzierung zuzuordnen ist. Venture Capital zeichnet sich durch hohes Risiko auf der einen und großes Gewinnpotenzial auf der anderen Seite aus. Aus diesem Grund wird Venture Capital häufig auch als „Chancenkapital“ bezeichnet.[140] Die relativ hohe Ausfallchance des eingesetzten Geldes ergibt sich aus der Unterstützung vorwiegend junger Unternehmen, deren Geschäftsmodelle mit einem höheren Risiko behaftet sind als etablierte Unternehmen, die bereits mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte am Markt existieren. Die VC-Investoren tragen durch den Erwerb der Unternehmensanteile das unternehmerische Risiko mit. Die Minderheitsbeteiligungen umfassen dabei zwischen 20 und 35 Prozent der Unternehmensanteile.[141] Der Investitionszeitpunkt von Venture Capital-Gebern kann dabei je nach Typ stark variieren. I.d.R. erstreckt sich die Finanzierung durch VC jedoch über die Startup- und Expansion Stage.[142] Das so akquirierte Geld wird vornehmlich als Anschlussfinanzierung nach einer ersten erfolgreichen Finanzierungsrunde durch andere externe Kapitalgeber eingeworben. Es kann jedoch auch in späteren Phasen des Unternehmenswachstums eine wichtige Rolle spielen, um großvolumige Kapitallücken zu schließen. Gleichzeitig ist eine Minderheitsbeteiligung durch VC mit der Gewährung von Gesellschaftsanteilen verbunden, ohne dass die Gründer zur Zins- oder Rückzahlung verpflichtet sind. Üblicherweise ist der zeitliche Rahmen einer Venture-Capital-Investition auf fünf bis zehn Jahre beschränkt.[143]

Anders als bei anderen Finanzierungsformen, wie durch Corporate-Startup Partnerschaften oder Business Angels stellt die unternehmerische Unterstützung nur ein nachrangiges Motiv dar. Dies spiegelt sich im Gegenzug in den investierten Geldsummen wider, welche deutlich über denen von anderen Finanzierungsformen angesiedelt sind. Das Hauptziel von Venture Capital-Investoren liegt vornehmlich in der Erzielung einer hohen Rendite. Zu diesem Zweck soll am Ende des Investitionszeitraums die gewährten Unternehmensanteile gewinnbringend verkauft werden. Mögliche Exit-Varianten werden im Punkt 4.2.2.2.1.1 vorgestellt.

Die Performanz von Unternehmen, die VC-Finanzierungen erhalten haben, zeigt sich in höheren Verkaufszahlen, höheren Steuerzahlungen, größeren Exportmengen und höheren F&E Ausgaben als bei anderweitig finanzierten Unternehmen.[144] Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind Beteiligungsfinanzierungen folglich ein wichtiger Erfolgsfaktor.

4.2.1.1.1 Funktionsweise

Ausgangspunkt für die Investition seitens Venture Capital-Gesellschaften ist der Kapitalbedarf junger Wachstumsunternehmen. Durch die Gewährung von Eigenkapital gehen VC-Gesellschaften eine Beteiligung an diesen ein. Die Beteiligungsgesellschaften haben hierbei eine Vermittlerfunktion und müssen sich dabei durch Dritte refinanzieren. VC-Gesellschaften haben deshalb aus Sicht des VC-Gebers eine Investment- und aus Sicht des VC-Nehmers eine Finanzierungsfunktion. Zur Kapitalbeschaffung kommen private oder öffentliche Mittel in Frage. Im Zuge dessen wird es den sog. „VC-Financiers“ ermöglicht, sich indirekt über die VC-Gesellschaft an Unternehmen zu beteiligen. Zu diesem Zweck wird ein spezieller Fonds geschaffen. Hierbei kann zwischen zwei Arten von Fonds unterschieden werden. Während offene Beteiligungsfonds weiteren Investoren unbegrenzt offen steht, ist es bei geschlossenen Fonds nach der Zeichnung einer bestimmten Kapitalsumme nicht mehr möglich, sich zu beteiligen.

Abb. 19: Funktionsweise von Venture Capital-Gesellschaften

[145]

Am Ende der Beteiligungslaufzeit erhält die VC-Gesellschaft ihre getätigte Einlage zzgl. eines Gewinns, der sich aus der Wertsteigerung der Anteile ergibt, zurück. Die VC-Financiers bekommen wiederum aufgrund ihrer befristeten Geldüberlassung und Risikobeteiligung eine Verzinsung und bei Liquidation des Fonds ihre Kapitaleinlage zurück. Im Misserfolgsfall fungiert die Venture Capital-Gesellschaft als haftender Partner für das Risiko eines Verlusts.

Für Kapitalgeber liegt der Anreiz in einer überdurchschnittlich hohen Rendite, weshalb eine VC-Investition im Vergleich zu konventionellen Risikoinvestments wie Aktien eine attraktivere Methode zur Geldmaximierung darstellen kann. Gleichzeitig sind Investoren jedoch auch von der Erfahrung und Kompetenz von VC-Gesellschaften abhängig, da diese die Auswahl von potenziellen Portfoliounternehmen treffen (s. Punkt 4.2.1.1.3). Zur Risikostreuung werden deshalb im Rahmen der VC-Beteiligung mehrere junge Wachstumsunternehmen, welche sich in verschiedensten Lebensphasen und Branchen befinden, unterstützt. Die dadurch veranlassten Einzelinvestitionen werden in mehr oder weniger breit gestreuten Portfolios zusammengefasst. Diese Portfoliostrategie dient VC-Gebern zur Evaluation, welche Startup-Typen zukünftig unterstützt werden sollen. Je nach Typ der VCG geht dieses Engagement dabei über den finanziellen Aspekt hinaus und umfasst auch eine aktive Beraterfunktion.

4.2.1.1.2 Typen

Die vorherrschenden Venture Capital-Institutionen sind in ihren Zielen und Vorgehensweisen sehr unterschiedlich. Für junge Wachstumsunternehmen auf Kapitalsuche ist es deshalb von essenzieller Bedeutung, die Geschäftspolitiken und Ziele der verschiedenen Gesellschaften mit den eigenen Unternehmenszielen abzugleichen. VC-Gesellschaften lassen sich in institutionelle, industrielle, öffentlich-rechtliche, regional tätige und unabhängige Beteiligungsgesellschaften untergliedern.[146]

Institutionelle Unternehmensbeteiligungsgesellschaften, die auch als Beteiligungstöchter bekannt sind, umfassen die Tochtergesellschaften von privaten Geschäftsbanken, Versicherungen oder Investmentgesellschaften. Sie verfolgen wie ihre Muttergesellschaften das Ziel, hohe Erträge aus der Beteiligung zu generieren. Die Mindestbeteiligungssumme beträgt meist 250.000 Euro bei einer festen Verzinsung von acht bis zwölf Prozent. Darüber hinaus wird eine Gewinnbeteiligung ausgehandelt und eine Verlustbeteiligung ausgeschlossen. Ebenso werden Startups Beratungsleistungen hinsichtlich Controlling, Marketing und Vertrieb angeboten.[147] Diese Form der institutionellen Investoren hat eine hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung für die Weiterentwicklung eines Landes.

Industrielle Beteiligungsgesellschaften (engl. „Corporate Venture Capital“) werden oftmals von etablierten Großunternehmen gegründet, um Wachstumsunternehmen Kapital und Managementunterstützung bereitzustellen.[148] Im Gegensatz zu institutionellen Beteiligungsgesellschaften stehen hier jedoch strategische Ziele im Vordergrund. So soll es jungen Unternehmen ermöglicht werden, auch mit begrenztem Kapitaleinsatz bei gleichzeitig überschaubarem Risiko, erfolgsversprechende Wirtschaftsentwicklungen identifizieren und neue Märkte erschließen zu können. Im Zuge dessen findet ein Wissenstransfer zwischen neu gewonnenen Erkenntnissen und bereits gesammelten Erfahrungswerten statt. Dadurch können sowohl unerfahrene Gründer als auch etablierte Unternehmen neue Erkenntnisse erhalten. Ebenso können frühzeitig Kontakte zu potenziellen Kooperationspartnern, aber auch Lieferanten und Kunden geknüpft werden. Nichtsdestotrotz werden auch finanzielle Ziele verfolgt. Vor allem im Technologiesektor sind CVC-Gesellschaften ein essenzieller Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung innovativer Geschäftsideen.

Öffentlich-rechtliche Beteiligungsgesellschaften umfassen mittelständische Beteiligungsgesellschaften und sonstige Förderinstitutionen der einzelnen Bundesländer. Trotz des öffentlichen Fördercharakters sind MBG jedoch private Organisationen.[149] Diese haben einen breiten Gesellschafterkreis, welcher die Industrie- und Handelskammern, Unternehmensverbände und öffentlich-rechtliche (Förder)banken beinhaltet. Vordergründiges Ziel der 15 mittelständischen Beteiligungsgesellschaften ist die Unterstützung des Mittelstands von heute und morgen.[150] Im Zuge dessen soll die lokale bzw. regionale Wirtschaft gefördert werden. Hierzu werden stille Beteiligungen mit einer Summe von wenigen Tausend bis 2,5 Mio. Euro eingegangen, in Sonderfällen werden aber auch höhere Beträge investiert.[151] Aus Gründersicht eignet sich diese Form der Beteiligung aufgrund relativ günstiger Aufnahmekonditionen. Zu einer einmaligen Bearbeitungsgebühr von ein bis zwei Prozent, kommen jährliche Festentgelte von sieben bis neun Prozent und ein gewinnabhängiges Entgelt von ein bis vier Prozent hinzu, welches sich jeweils an der Beteiligungssumme orientiert.[152] Die Laufzeit von MBG sind langfristig auf einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren ausgelegt.[153] Ebenso existieren rein regional tätige Beteiligungsgesellschaften, deren Gesellschafter aus Regional-, Raiffeisen- und Volksbanken bestehen. Eine Beteiligung kann bereits ab wenigen 10.000 Euro erfolgen. Investoren steht ein jährliches Finanzierungsentgelt von acht bis zehn Prozent der Finanzierungssumme und eine auszuhandelnde Gewinnbeteiligung zu.[154] Das Investment dient vornehmlich der Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Unabhängige bzw. private Universalbeteiligungsgesellschaften stellen den klassischen Grundtyp von Venture Capital-Gesellschaften dar. Bei diesen unabhängigen VC-Gesellschaften wird das investierte Kapital über die Bildung von Fonds bewerkstelligt. An diesen sind sowohl institutionelle als auch private Investoren beteiligt. Diese fondsorientierten Beteiligungsgesellschaften versprechen sich ein schnelles Wachstum und hohe Gewinne durch eine schnelle Veräußerung der Portfoliounternehmen. Aufgrund ihres erwerbswirtschaftlichen Charakters ist daher die Sicherung der Verzinsung der bereitgestellten Mittel das angestrebte Primärziel. Die Mindestbeteiligungssumme liegt oft bei einigen Millionen Euro, wohingegen i.d.R. auf ein festgelegtes Jahresentgelt und laufende Gewinnausschüttungen verzichtet wird. Im Gegenzug werden meist jedoch auch Mitspracherechte bezüglich der Firmenstrategie eingeräumt. Oftmals dienen diese unabhängigen VC-Gesellschaften Industrieunternehmen zum Sammeln von Erfahrung, welche letztendlich in der Gründung einer eigenen CVC-Gesellschaft mündet. Hierdurch soll der gewonnene strategische und finanzielle Wert maximiert werden, was sich im größeren Erfolg des Mutterunternehmens niederschlägt.[155]

Eine Sonderstellung nehmen rein öffentliche Fördermittel ein, die Startups zwar Beteiligungskapital zur Verfügung stellen, sich aber in einigen Punkten von VC-Gesellschaften unterscheiden. Diese werden in Punkt 4.2.1.2 näher vorgestellt.

4.2.1.1.3 Finanzierungsablauf

Aufgrund eines volatilen Marktumfelds und immer kürzer werdender Innovationszyklen ist es für junge Wachstumsunternehmen essenziell, möglichst schnell Venture Capital-Geber zu finden, um das weitere Wachstum zu bewerkstelligen. Andernfalls drohen Unternehmen bereits nach wenigen Monaten oder Jahren zu scheitern. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Startup-Gründer frühzeitig die Aufnahme von externem Kapital einplanen und den Finanzierungsablauf aus Investorensicht berücksichtigen, um rechtzeitig einen geeigneten Investor zu finden. Die Suche nach Risikokapitalgebern kann dabei durch aktive Suche seitens VC-Gebern und deren Kontaktnetzwerke erfolgen, aber auch durch direkte Suche der Startups selbst. Hierbei nehmen die VC-Gesellschaften eine inaktive Rolle ein. Die Suche wird dadurch erschwert, dass nicht jedes Startup für eine VC-Finanzierung gleichermaßen geeignet ist.[156] VCG suchen oftmals innovative Unternehmen, die sich zu den Vorzeigeunternehmen ihrer Branche entwickeln können. Dabei nehmen sie einen höheren Finanzierungsbedarf in Kauf, da sie sich ein starkes Wachstum versprechen.

Der komplette Zeitraum der Beteiligungsprüfung bis hin zur Unterzeichnung der Verträge umfasst i.d.R. einen Zeitrahmen von drei bis sechs Monaten. Je nach Komplexität kann dieser aber auch kürzer oder länger ausfallen. Die Dauer der gesamten Beteiligung beträgt etwa fünf bis zehn Jahre.[157] Der Verlauf einer Finanzierung durch Venture Capital-Geber lässt sich idealtypisch in sechs Phasen unterteilen, wobei der genaue Ablauf sich jedoch je nach Typ des VC-Gebers geringfügig unterscheiden kann.

Abb. 20: Finanzierungsablauf von Venture Capital-Gesellschaften

[158]

Basis der Finanzierungs- und Investmenttätigkeit von Venture Capital-Gesellschaften stellt die Kapitalakquisition dar. Daher benötigen sie hierbei primär finanzielle Mittel zur Refinanzierung des eigentlichen Geschäftszwecks. Je nach Typ der Beteiligungsgesellschaft kommen dabei verschiedene Wege in Frage. So kann etwa auf private Mitte, Stiftungsgelder, öffentliche Fördermittel oder Geld von institutionellen Investoren zurückgegriffen werden.

In der zweiten Phase der Beteiligungsakquisition, die auch „Deal Flow“ genannt wird, sucht das VC-Management Team potenzielle Beteiligungsprojekte. Im Zuge dessen gilt es, Informationen über interessante Portfoliounternehmen zu sammeln. Eine gute Vernetzung innerhalb der Startup-Sphäre erleichtert die Suche nach Investoren ungemein. Besondere Bedeutung kommt hierbei bestehenden Kontakten zu Banken, Steuerberatern, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern oder Unternehmensberatern zu.[159] Vor allem nicht öffentliche VC-Gesellschaften bevorzugen Investitionen in Unternehmen aus dem unmittelbaren Netzwerk.[160]

Bei erfolgreicher Suche kommt es in der dritten Phase zuerst zu einer groben Beteiligungsprüfung („Screening“). Aufgrund des institutionellen Charakters von VC-Investitionen gestaltet sich diese komplexer und bürokratischer als bei Privatanlegern wie Business Angels. Im Zuge der Bewertung werden zunächst unqualifizierte Projekte aussortiert, die über keinen detaillierten Businessplan verfügen oder nicht im Fokus der VC-Gesellschaft stehen. In dieser Phase werden bereits 85 bis 90 Prozent aller Anfragen abgelehnt. Daraufhin erfolgt eine kurze Durchsicht der Unterlagen mit Bezug auf Technologie- und Rendite-Kriterien. Ebenso wird geprüft, ob es Überschneidungen oder Interessenskonflikte mit anderen aktiven Investments vorhanden sind. Die restlichen Projekte werden innerhalb des Investment-Gremiums der VC-Gesellschaft besprochen. Hierbei werden weitere Investitionsanfragen abgelehnt. Letztendlich wird in nur ein bis zwei Prozent der eingereichten Geschäftsideen investiert.[161] Falls jedoch interessante herausgefiltert wurden, wird den VC suchenden Unternehmen eine Interessens- und Absichtserklärung (engl „letter of intent“) unterbreitet.[162] Durch diese sichern sich VC-Gesellschaften einerseits ein Vorgriffsrecht auf das kapitalsuchende Unternehmen und beanspruchen gleichzeitig die Möglichkeit bereits angefallene Prüfungskosten geltend zu machen, falls ein Startup von der Suche zurücktritt. Im Anschluss werden lukrative Projekt anhand einer detaillierten Risikoprüfung (Due-Diligence- Prüfung) von kompetenten Beratern und Fachleuten analysiert. Hierbei spielen vor allem Machbarkeitsstudien und Analysen des Marktpotenzials eine zentrale Rolle. Im Zuge dessen werden die wichtigsten Erfolgsfaktoren wie das Management und das Produkt genauer hinterfragt, weshalb in dieser Phase regelmäßige Treffen mit den Gründern stattfinden.

Eine erfolgreiche DD-Prüfung gipfelt in Beteiligungsverhandlungen, um die Bedingungen für ein mögliches Investment vertraglich festzuhalten. Der so ausgearbeitete Vertragsvorschlag beinhaltet die genauen Details der Beteiligung. Hierzu zählen die Finanzierungsstruktur mitsamt der Höhe der Investition, die sich nach aus dem Kapitalbedarf und dem Unternehmenswert ergibt, aber auch Beteiligungsquote und spezielle Rechte. Aufgrund der intransparenten Bewertungsmöglichkeiten von jungen Startups (s. Punkt 2.7), die mangels Erfahrungswerten oftmals auf Prognosen und subjektiven Einschätzungen beruht, können sich solche Vertragsverhandlungen als relativ komplex und zeitintensiv erweisen. Die Unterzeichnung aller vertraglich geregelten Vereinbarungen und der Transfer der zugesicherten Finanzmittel stellen den Investmentvollzug dar.[163]

Die fünfte Phase umfasst das Engagement der VC-Gesellschaft, die daraufhin Fundraising betreibt, um Kapital von VC-Financiers einzusammeln. Ebenso findet ein Monitoring seitens der VC-Gesellschaft statt, welche sich in der Kontrolle (Risikominderung), als auch der Beratung (Wertsteigerung) widerspiegelt. Im Zuge der Beteiligung werden zudem laufende Kontrollen durchgeführt. Dabei wird anhand Kurzberichten, Quartal-Reportings und Soll-Ist-Vergleichen geprüft, inwiefern sich das Unternehmen weiterentwickelt und ob die vorhergesagte Entwicklung eintritt.[164] Idealerweise befindet sich das Gründungsunternehmen bereits in der Gewinnphase oder steht kurz davor. Fortan gilt es, den Gewinn und dessen Verwendungszweck zu planen, anstatt Verlust entgegenzusteuern. Ebenso werden anhand der bisherigen Kennzahlen neue Strategien ausgearbeitet, um zur Wertsteigerung ihres Engagements (engl. „value adding“) beizutragen. Die Unterstützung junger Unternehmen kann dabei über diverse Praktiken erfolgen, die über die finanzielle Unterstützung und die strategische Beratung hinausreichen. Vor allem in den Frühphasen benötigen junge Startups eine intensivere Betreuung, da meist noch keine Erfahrungswerte seitens der Gründer vorhanden sind. Mangelnde Kenntnisse des Managements können VC-Gesellschaften jedoch ausgleichen. Typische Unterstützungsmerkmale sind hierbei:

  • Beratung und Coaching der Gründer anhand der eigenen Managementerfahrung
  • Aufbau eines Kontaktnetzwerkes
  • Unterstützung beim Personalmanagement
  • Hilfe bei Marketing- und Vertriebsaktivitäten
  • Beratung zu weiteren Finanzierungsstrategien

Der Venture Capital-Finanzierungszyklus findet in der Desinvestitionsphase seinen Abschluss. Mit dem Ausstieg aus der Unternehmung (Exit), realisiert die Gesellschaft ihren Gewinn – das ursprüngliche Investitionsziel. Deshalb ist diese Phase von außerordentlicher Bedeutung.[165] Die Höhe des Finanzmittelrückflusses wird dabei im Vergleich zum ursprünglich investierten Kapital gemessen und stellt als sog. „Return of Investment“ eine wichtige Kennzahl aus Investorensicht dar. Der letztendliche Exit kann dabei in Form eines Börsengangs (IPO), eines Verkaufs an andere Investoren oder Unternehmen (Trade Sale), einen Rückkauf durch den Gründer (Buy Back) oder den Verkauf der Beteiligungen an eine andere VC-Gesellschaft (Secondary Purchase) erfolgen.

Der grundsätzliche Ablauf des Phasenmodells der Beteiligungsfinanzierung ist dabei unabhängig von der Lebenszyklusphase des Unternehmens und wird universell angewendet.

4.2.1.1.4 Marktentwicklung

Seit durch die Gründung erster Kapitalbeteiligungsgesellschaften im Jahr 1965 der Grundstein für Venture Capital-Investments in Deutschland gelegt wurde, hat dieser Markt diverse Rückschläge hinnehmen müssen. Diese haben sich langfristig auch in der Akzeptanz von VC-Investitionen niedergeschlagen, weshalb zuerst darauf eingegangen werden muss, wieso der Markt für Wagniskapital in Deutschland im internationalen Vergleich stark ins Hintertreffen geraten ist.

Mitte der 1990er Jahre fand ein regelrechter Aufschwung des Venture Capital-Marktes in Deutschland statt, welcher sich ebenfalls positiv auf Unternehmensgründungen auswirkte. Im Zuge der „New Economy“ fand ein Umdenken statt, woraufhin dienstleistungsbasierte Wirtschaftsbereiche weitaus höher bewertet wurden als traditionelle Wirtschaftsformen, die auf Warenproduktion ausgerichtet waren. Die zunehmende Verbreitung des Internets begünstigte gleichzeitig die Gründung webbasierter Startups. Zudem wurde 1997 der Neue Markt als Exit-Option für Unternehmen geschaffen. Die Aussicht auf rasant steigende Aktienkurse solcher Unternehmen verleiteten immer mehr Privatanleger dazu, Geld in Form von Wagniskapital zu investieren. So wurde zum Höhepunkt des Booms, rund 3,7 Mrd. Euro investiert, wovon 1,6 Mrd. Euro allein auf Early Stage-Investitionen entfielen.[166] Nach einem rund fünfjährigen Aufschwung dieses Marktsegmentes kam es im Jahr 2000 zu einem weltweiten Absturz der Aktien. Die hochbewerteten Unternehmen konnten die Gewinnerwartungen nicht erfüllen, nutzten das investierte Geld jedoch gleichzeitig, um andere Unternehmen aufzukaufen, die sich als nicht profitabel herausstellten. In Folge dessen kam es reihenweise zu Insolvenzanmeldungen der ehemaligen Hoffnungsträger. Diese resultierten in fallenden Aktienkursen, woraufhin sich mehr und mehr Anleger von ihren Wertpapieren trennten, um ihre Verluste zu begrenzen. In letzter Konsequenz entwickelte sich der Kursverfall zu einem Kurssturz, in dem vor allem viele Kleinanleger – in der Hoffnung auf sich erholende Kurse – den rechtzeitigen Ausstiegszeitpunkt verpassten und so ihr investiertes Kapital verloren. Aufgrund des Platzens der sog. Dotcom-Blase gingen die Investitionen am deutschen VC-Markt stark zurück und erreichten drei Jahre später sogar ihren Tiefpunkt.[167] Sinkendes Wirtschaftswachstum in Kombination mit einer schlechteren Bewertung junger Startups resultierten so in einem eingeschränkten Investitionswillen bei Unternehmen, aber auch Privatanlegern. In den Folgejahren kam es zu einer Verschiebung von der Frühphasenfinanzierung hin zur Finanzierung etablierter Unternehmen.[168] Darüber hinaus hat auch die Wirtschafts- und Finanzkrise, welche durch das Platzen einer spekulativen Immobilienpreis-Blase verursacht wurde, hat in Deutschland weitreichende Folgen hinsichtlich der Akzeptanz von Risikokapitalinvestitionen hinterlassen.

In der Folge brach ab dem Jahr 2008 der weltweite Markt für Risikokapitalinvestitionen ein und in der Konsequenz kam zu einem drastischen Rückgang an Venture Capital-Investitionen in Deutschland, welcher sich vor allem im stark verminderten Later Stage Investitionen abzeichnete.[169] Im Jahr 2008 flossen 456 Mio. Euro in deutsche Startups, welche sich in den Frühphasen des Unternehmenslebenszyklus befanden. 2009 waren es gerade einmal noch 412 Mio. Euro. Während in den USA ab Mitte 2009 die Investitionen in den Early Stages jedoch wieder anstiegen und ab 2013 einen wahren Höhenflug erlebten und um über das Doppelte zunahmen, ist das Investitionsvolumen in Deutschland auf einem konstanten Niveau, welches weniger als drei Viertel der ursprünglichen Investitionssumme von 2008 entspricht.[170] Hierbei fällt vor allem auf, dass das Finanzierungsvolumen in den Gründungs- und Wachstumsphasen sich im Jahresverlauf relativ harmonisch verhält und kaum Schwankungen unterliegt.

Abb. 21: VC-Investitionen nach Phase im Finanzierungszyklus (in Mio. Euro)

[171]

Wirtschaftliche Schwankungen oder gar Krisen können folglich einen limitierenden Faktor für das Investitionsvolumen darstellen. Der Markt für die Startup-Finanzierung scheint sich über alle Lebensphasen hinweg nur langsam von den Auswirkungen der Finanzkrise zu erholen. So investierten VCG im Jahr 2015 780 Mio. Euro, wovon allein 608 Mio. Euro auf die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung entfielen. Mit diesem Geld wurden 608 Startups in der Gründungs- und Wachstumsphase finanziert, was knapp der Hälfte aller unterstützten Unternehmen entspricht, deren Zahl sich auf 1.254 beläuft.[172]

Von den Befragten des Start-up-Barometers 2016 erhielten dabei 44 Prozent der Unternehmen zwischen einer und fünf Mio. Euro und 23 Prozent weniger als eine Million Euro. Weitere 13 Prozent erhielten zwischen fünf und zehn Mio. Euro und weitere zwölf Prozent zwischen 25 und 50 Mio. Euro.[173] Folglich zeigt sich, dass sich in den letzten Jahren die Summen von VC-Einzelinvestitionen stark erhöht hat. Dies wird auch in den vom BVK veröffentlichen Studien bestätigt, wobei sich jedoch zeigt, dass vor allem in den Later Stages immer weniger Unternehmen unterstützt, dafür jedoch mit einem größeren Investitionsvolumen versehen werden (s. Anh. 1). In den Early und Expansion Stages korrelieren hingegen Kapitalsummen und unterstütze Unternehmen weitestgehend, wobei jedoch ein minimaler Trend hin zur Finanzierung von Unternehmen in der Wachstumsphase erkennbar ist. Dennoch befinden sich die VC-Investitionen in Deutschland – gemessen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt – knapp unterhalb des EU-Durchschnitts.[174] Vor allem im internationalen Vergleich lassen sich jedoch Defizite erkennen. So wird in Israel und den USA das Zehnfache des BIP als VC investiert.[175] Die Investitionssummen sind in Relation zur Wirtschaftskraft folglich sehr hoch, was sich bspw. in den USA in bis zu zehnmal höheren VC-Investitionssummen über alle Unternehmensphasen hinweg widerspiegelt.[176] Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass in diesen Ländern aus Gründersicht eine einfachere Aufnahme von VC möglich ist (s. Anh. 2).

Das investierte Kapital stammt von den in Deutschland ansässigen rund 241 Venture-Capital-wovon 181 sich im Verzeichnis des BVK wiederfinden. Zudem existieren rund 60 weitere Beteiligungsgesellschaften mit relevanten Marktaktivitäten.[177]

Die Ergebnisse des Start-up Barometers zeigen dabei deutlich, dass VC-Geber präferiert in die Konsumentendienstleistungen bzw. Online-Handel Branche investieren. Jedoch lässt sich auch eine große Unterstützung von innovativen Themenfeldern wie FinTech, Big Data und Life Sciences feststellen.[178] Folglich lässt sich festhalten, dass vor allem innovative Web 2.0 Lösungen auf die Unterstützung durch Venture Capital-Geber zurückgreifen können.

4.2.1.2 Öffentliche Fördermittel

Während industrielle oder institutionelle Investoren häufig aus Renditegründen oder strategischen Überlegungen in Startups investieren, handeln öffentliche Investoren meist in politischem Auftrag zur Stärkung der Wirtschaft auf Bundes- und Landesebene. Hierzu wurden in den letzten Jahren deutschlandweit diverse Förderprogramme ins Leben gerufen, welche Neugründungen, aber auch bereits gegründete Unternehmen durch Realtransfers unterstützen. Neben dem 2005 gegründeten High-Tech Gründerfonds wurde 2015 von der KfW das Förderinstrument „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“ initiiert. Weiterhin wurden im März 2016 mit dem Coparion-Fonds und der ERP/EIF-Wachstumsfazilität zwei neue Förderprogramme neu aufgelegt bzw. gestartet. Daneben hat die Bundesregierung mit dem EXIST-Gründerstipendium ein Programm gestartet, welches auf die Förderung von akademischen Ausgründungen abzielt.

4.2.1.2.1 EXIST-Gründerstipendium

Das vom BMWi im Rahmen der „Gründerland Deutschland“ gestartete EXIST Förderprogramm unterstützt Gründungen aus dem akademischen Bereich. Der Branchenfokus liegt auf innovativen, technologieorientierten Gründungsvorhaben und wissensbasierten Dienstleistungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Hierzu sollen Gründungen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen erleichtert werden. Das Angebot richtet sich dabei an Studierende, Absolventen und Wissenschaftler. EXIST unterstützt angehende Gründer dabei mit finanziellen Ressourcen und gründungsrelevanten Coaching hinsichtlich der eigenen Gründerpersönlichkeit und der Ausarbeitung eines Businessplans.[179] Das Stipendium setzt deshalb in der Vorgründungsphase an.

Das EXIST-Gründerstipendium als Teilaspekt des EXIST-Förderprogramms fördert angehende Gründer über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Hierzu erhalten die Gründer monatlich 1.000 bis 3.000 Euro zur Sicherung des Lebensunterhaltes, welches sich die Summe nach dem Status des aktuellen oder abgeschlossenen Studiums richtet. Zusätzlich werden für Einzelgründungen 10.000 bzw. bis zu 30.000 Euro bei einem Gründungsteam und weitere 5.000 Euro für Coaching-Leistungen entrichtet. In der Summe können sich angehende Gründer so bis zu 35.000 an Fördermitteln sichern.[180]

Bisher hat die EXIST-Förderung mehr als 1.800 Hightech-Gründungsvorhaben gefördert.[181] Zudem unterliegen die angebotenen Leistungen und Richtlinien einem ständigen Wandel, weshalb sie regelmäßig angepasst werden. Dadurch spricht das Angebot ein breiteres Unternehmensspektrum an, während gleichzeitig aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen berücksichtigt werden können.

4.2.1.2.2 High-Tech Gründerfonds

Innovative und technologieorientierte Gründungen, deren Kern ein F&E-Vorhaben ist, sind komplexer und kapitalintensiver als konventionelle Gründungsvorhaben. Gleichzeitig gehen sie mit besonders hohen Risiken einher. ITK-Startups sind deshalb häufig Finanzierungsschwierigkeiten ausgesetzt, da die wenigsten Hightech-Gründer über ausreichendes Startkapital verfügen, um den durchschnittlichen Kapitalbedarf von rund 1,5 Mio. Euro (s. Punkt 3.3) decken zu können. Der überwiegend öffentlich geförderte High-Tech Gründerfonds wurde deshalb ins Leben gerufen, um Risikokapital in neu gegründete deutsche Tech-Startups zu investieren. Der HTGF ist hierbei Bestandteil der von der Bundesregierung beschlossenen „Hightech-Strategie“ sowie der BMWi-Initiative „Gründerland Deutschland“. Er dient vornehmlich als Instrument zur Frühphasenfinanzierung , wodurch innovative Geschäftsideen bis zum Prototypen oder zur Markteinführung weiterentwickelt werden sollen.[182] Neben finanziellen Mitteln erhalten Gründer zudem ein begleitendes Coaching, wodurch Know-How und Netzwerkkontakte vermittelt werden sollen. Hierzu unterstützen akkreditierte Coaches Gründer in strategischen und operativen Unternehmensfragen, sowie beim Knüpfen relevanter Kontakte, Kooperationen und Aufträge. Diese Vernetzung gipfelt in der Vermittlung von Anschlussfinanzierungen durch Business Angels oder Venture Capital-Geber – das zukünftige Wachstum der Startups wird gesichert.

Der erste High-Tech Gründerfonds wurde 2005 als öffentlich-private Partnerschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der KfW Bankengruppe sowie sechs Industrie­unternehmen (BASF, Bosch, Carl Zeiss, Daimler, Deutsche Telekom und Siemens) aufgelegt und mit insgesamt 272 Mio. Euro ausgestattet. Der Bund hat dabei Haushaltsmittel von insgesamt 240 Mio. Euro eingebracht. Nach dessen Auslaufen im Herbst 2011 wurde mit dem HTGF II ein ähnlich ausgestalteter Anschlussfonds aufgelegt. Dieser hat ein höheres Volumen von 304 Mio. Euro. Hauptinvestor sind weiterhin der Bund mit 220 Mio. Euro und die KfW-Bankengruppe mit 40 Mio. Euro. Zudem sind mit 18 Unternehmen fortan dreimal so viele Industrieinvestoren beteiligt wie beim Vorgängerfonds.[183] Derzeit wird bereits die dritte Auflage geplant, der insbesondere in Kooperation mit mittelständigen Unternehmen gegründet wird.[184] 2017 soll der Fonds mit einer Summe von 300 Mio. Euro neu aufgelegt werden.[185]

Der HTGF hat keinen Branchenfokus und richtet sich an junge, innovative Tech-Startups mit Sitz in Deutschland, bei denen die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit nicht länger als ein Jahr zurückliegt. Zudem müssen Startups die Kriterien der Europäischen Union für kleine Unternehmen zu erfüllen. Diese schreiben eine maximale Mitarbeiterzahl von 50 Personen und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens zehn Mio. Euro vor.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, stellt der HTGF bis zu 600.000 Euro in Form eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens zur Verfügung und erwirbt hierfür 15 Prozent der Unternehmensanteile. Zudem muss das Gründerteam einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent des Erstinvestments bereitstellen. Die Hälfte dieses Betrages kann durch weitere Investoren wie etwa Business Angels, private oder öffentliche Investoren beigesteuert werden. Zusätzlich legt der HTGF weitere 1,4 Mio. Euro Risikokapital für Anschlussfinanzierungen für das Unternehmen zurück. Die Zinsen für das Gesellschafterdarlehen betragen dabei sechs Prozent und sind auf vier Jahre geschuldet, um die Liquidität des Startups zu sichern.[186]

Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat der HTGF über 434 Unternehmen aus dem High-Tech Sektor unterstützt, und rund eine eine Mrd. Euro eingesammelt.[187]

4.2.1.2.3 ERP-Venture Capital-Fondsinvestments

Die von KfW und BMWi aufgelegten ERP-Venture Capital-Fondsinvestments sollen die Förderung von technologieorientierten Startups vorantreiben. Dazu sollen bis 2019 Investitionen von bis zu 400 Mio. Euro getätigt werden. Die Beteiligung erfolgt dabei nicht direkt, sondern fließt in ausgewählte VC-Fonds in ganz Europa. In der Summe soll dadurch das gesamte Fondsvolumen auf rund zwei Mrd. Euro gehebelt werden. Die Unterstützung erfolgt in rein finanzieller Form während der kapitalintensiveren Wachstumsphase.

Pro Jahr plant die KfW fünf bis acht Fondsinvestments. Die KfW setzt den Fokus auf innovative Startups die Technik für Umweltschutz und saubere Energie am Markt anbieten. Zudem werden aber auch Zukunftsbranchen wie IKT, Life Sciences, Biotech und Medtech unterstützt.[188]

4.2.1.2.4 ERP/EIF-Wachstumsfazilität

Mit der Schaffung der ERP/EIF-Wachstumsfazilität wurde eine weitere Maßnahme aus dem „Eckpunktepapier Wagniskapital“ der Bundesregierung vom September 2015 umgesetzt.[189] Das von ERP-Sondervermögen und Europäischem Investitionsfonds verwaltete Förderprogramm soll vornehmlich innovative Unternehmen, die bereits erste Erfolge vorweisen können, die Expansion auf internationale Märkte ermöglichen.[190] Folglich bedient diese Fördermaßnahme vornehmlich Startups, denen aufgrund fehlender finanzieller Mittel weiteres Wachstum bisher nicht möglich war.[191] Weiterhein zeichnet sich die Fazilität durch die nichtvorhandene Branchenbeschränkung und eine Laufzeit bis Ende 2020 aus.[192]

Der nachgelagerte Finanzierungscharakter spiegelt sich auch in den Voraussetzungen wider, die Startups erfüllen müssen, um die ERP/EIF-Wachstumsfazilität beantragen zu können. So müssen Gründer ausreichend Erfahrungen besitzen, bereits mit dem EIF in einer Geschäftsbeziehung stehen und erfolgreiche Investitionen in der Vergangenheit nachweisen.[193]

Die Fazilität umfasst somit ein Volumen von 500 Mio. Euro, wobei das BMWi mithilfe des ERP-Sondervermögens 330 Mio. Euro zur Verfügung stellt, während sich der EIF mit 170 Mio. Euro beteiligt. Diese werden jedoch nicht direkt in Startups investiert, sondern Fonds-Vehikel werden aufgesetzt. In jeden einzelnen Fonds sollen dabei private Investoren investieren. Die so gesammelten Mittel werden erfolgreichen Wagniskapitalfonds und Fondsmanagern zur Verfügung gestellt, um von ihnen gemanagte Co-Investitionsfonds zu refinanzieren. Aus diesen erhalten einzelne Startups bis zu 20 Mio. Euro.[194]

4.2.1.2.5 Coparion

Der Co-Investitionsfonds „Coparion“ löst den bisherigen ERP-Startfonds ab. Dieser hat seit 2005 insgesamt 600 Mio. Euro in 500 Unternehmen investiert. Der Gründungszweck von Coparion als eigenständiger Gesellschaft außerhalb des KfW soll das marktnahe Agieren gewährleisten und zur Stärkung des VC-Marktes beitragen.[195] Hierbei soll vor allem die Angebotslücke von VC-Finanzierungen in der Startup- und frühen Wachstumsphase geschlossen werden.[196] Investoren des neuen Fonds sind wie beim ERP/EIF-Wachstumsfazilität das BMWi über ein ERP-Sondervermögen und die KfW. Der von einem erfahrenen Managementteam geführte Coparion-Fonds richtet sich an innovative Tech-Startups, die sich am Ende der Startup-Phase befinden und zukünftiges Wachstum anstreben. Der Fonds zielt auf die Unterstützung von jungen Wachstumsunternehmen ab, die bereits erste Umsätze erzielt und ggf. bereits eine HTGF-gestützte Finanzierungsrunde durchlaufen haben.[197] Wie sein Vorgänger hält der Fonds an dem Prinzip fest, sich in Kooperation mit einem privaten Leadinvestor (z.B. VC-Gesellschaften oder Business Angels) zu beteiligen, der Kapital in mindestens gleicher Höhe und zu gleichen wirtschaftlichen Konditionen zur Verfügung stellt. Die von diesem gewählte Finanzierungsform entscheidet letztendlich auch über die Beteiligungsform der Fondsgesellschaft. 80 Prozent der Anteile an dieser entfallen auf das ERP-Sondervermögen und 20 Prozent auf die KfW.[198]

Wie auch beim HTGF müssen Startups gewisse Richtlinien erfüllen, um per EU-Definition als „kleines und mittleres Unternehmen“ deklariert zu werden. So darf das Unternehmen nicht länger als zehn Jahre existieren und nicht mehr als maximal 250 Personen beschäftigen. Ebenso darf der Jahresumsatz nicht mehr als 50 Mio. Euro bzw. die Bilanzsumme nicht mehr als 43 Mio. Euro betragen.[199]

Coparion unterstützt Unternehmen mit bis zu zehn Mio. Euro, welche i.d.R. in mehreren Finanzierungsrunden zu je 0,5 bis 3,0 Mio. Euro gesammelt werden. Das gesamte Fondsvolumen beträgt 225 Mio. Euro.[200] In Kombination mit dem von Leadinvestoren akquirierten Kapital können jungen Unternehmen so in der Summe 450 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden (50:50 Prinzip). Durch die Marktnähe des Beteiligungsfonds können über die Dauer des Unternehmensbestehens hinweg, flexibel Entscheidungen getroffen und Startups aktiv unterstützt werden.

4.2.2 Informeller Beteiligungskapitalmarkt

Der informelle Beteiligungsmarkt unterscheidet sich vom formellen bzw. institutionellen Beteiligungskapitalmarkt darin, dass es sich bei informellen Kapitalgebern um Privatinvestoren, also natürliche Personen, handelt. Diese stellen Wachstumsunternehmen ohne Zwischenschaltung von Intermediären, wie Venture Capital-Gesellschaften, auf direktem Wege Beteiligungs- bzw. Eigenkapital zur Verfügung. Im Vergleich zum formellen Beteiligungskapitalmarkt ist der informelle Sektor relativ klein hinsichtlich vermittelter Kapitalsummen und Anzahl der Akteure. Die informelle Eigenschaft bezieht sich neben der direkten Beteiligung seitens von Risikokapitalgebern auf den geringen Organisationsgrund des Marktes, was sich in einer starken Fragmentierung widerspiegelt. Der informelle Beteiligungskapitalmarkt stellt ein Bindeglied zum formellen Beteiligungskapitalmarkt dar, welches Unternehmen die Aufnahme weitaus größerer Kapitalsummen ermöglicht.

4.2.2.1 Business Angels

Spätestens seit der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“, bei der erfahrenen Investoren innovative Geschäftskonzepte vorgestellt werden, ist das Prinzip der Startup-Finanzierung durch Privatinvestoren ohne Finanzintermediär einem Millionenpublikum nähergebracht worden.

4.2.2.1.1 Charakteristika & Motive

Die Finanzierung durch private Gesellschafter wird vor allem in der Seed- und Startup-Phase genutzt.[201] Ziel ist es, Unternehmen am Markt zu positionieren und auf andere Finanzierungsarten, wie etwa das Engagement institutioneller Investoren, vorzubereiten. Die finanzielle Unterstützung erfolgt dabei im Austausch mit Anteilen am Beteiligungsunternehmen.

Eine Ausprägung von Privatinvestoren sind sog. „Business Angels“, welche ein Teilsegment des informellen Venture Capital-Marktes darstellen.[202] Weitläufig werden Angel Investoren als die wichtigsten Early Stage Investoren angesehen, da sie mehr Geld in der Seed-Phase investieren als etwa Venture Capital-Geber.[203] Sie lassen sich vor allem durch zwei Merkmale charakterisieren: Das Vorhandensein von substanziellem Privatvermögen (sechs Mio. Euro und mehr) und einer großen unternehmerischen Erfahrung. [204] Dieses Wissen stammt dabei aus der Gründung und dem Aufbau eines oder mehrerer Unternehmen. Obwohl Begriffe wie „Business Angel“ und „Privatinvestor“ synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich vor allem hinsichtlich ihrem Engagement über finanzielle Transaktionen hinaus. Durch aktive Mithilfe in beratender Funktion erbringen BA-Beteiligungen jungen Wachstumsunternehmen einen Mehrwert. Business Angels stellen Jungunternehmern folglich nicht nur Eigenkapital, sondern auch spezielles Branchen Know-How zur Verfügung, von welchem vor allem unerfahrene Gründer profitieren können. Im Zuge dessen fällt häufig der Begriff „intelligentes Kapital“ („Smart Money“).[205] Investitionen erfolgen dabei bevorzugt in Branchenfeldern, in denen BA selbst sachkundig sind oder direkt im regionalen Umfeld.[206] Diese Nähe ist dabei keine zwingende Voraussetzung, begünstigt jedoch kürzere Kommunikationswege und ermöglicht Investoren die bessere Kontrolle des Managements. Meist schließen sich Business Angels zu Netzwerken zusammen, mit dem Ziel, gemeinsam nach jungen Wachstumsunternehmen zu suchen und sich an diesen zu beteiligen. Zudem bieten diese Verbände eine zentrale Anlaufstelle für Neugründer und Investoren. BA lassen sich in aktive und potenzielle Business Angels unterteilen, womit sich auch Unterschiede zu passiven Privatinvestoren zeigen lassen.

Abb. 20: Klassifizierung von Business Angels und Privatinvestoren

Aktive Business AngelsPotenzielle Business AngelsPassive Privatinvestoren
Sind gegenwärtig beteiligtSind derzeit nicht beteiligtSind gegenwärtig beteiligt
Value Adding für Unternehmen

„Hands-on“ Betreuung

Value Adding für Unternehmen

Engagieren sich über das Kapital hinaus

Kein Engagement über Kapital hinaus (Renditeorientierung).
Entrepreneur Angels

·       Wohlhabend

·       Alter über 50 Jahre

·       Gehen Mehrheitsbeteiligungen ein

Wealth Maximising Angels

·       Kleinere Investments

·       Überdurchschnittliche Renditeerwartungen

Income Seeking Angels

·       Geringeres Vermögen

·       Kleinere Investments

·       Sicherung des Einkommens oder Vollbeschäftigung im Startup

·       Geographische Nähe wichtig

Virgin Angels:

·       Große Investitionsbereitschaft

·       Noch keine Möglichkeit zur Investition

Latent Angels:

·       Bereits in der Vergangenheit aktiv

Anleger:

·       Kein unternehmerischer Hintergrund

·       Gelegenheitsinvestoren

·       Oftmals familiäre Bindung[207]

[208]

Die Investmentmotive deutscher Business Angels sind genauso vielfältig wie die heterogene Gruppe dieser Investoren selbst. So gaben 98 Prozent der deutschen Investoren im Rahmen einer von Brettel et al. durchgeführten Umfrage an, dass die Unterstützung junger Unternehmen vornehmlich dazu dient, um Spaß zu haben. Weitere hedonistische Motive sind bei technologieorientierten Business Angels die Erweiterung des eigenen Horizonts hinsichtlich neuer technischer Entwicklungen oder die Weitergabe der eigenen Erfahrungen. Die Unterstützung von Wachstumsunternehmen stellen altruistische Beweggründe dar. Typische Motive sind etwa der Abbau der Arbeitslosigkeit oder die Förderung der Region, welche sich aus dem hohen regionalen Bezug der Investoren ergibt. Das Ziel, hohe Kapitalzuwächse zu erzielen, rangiert dabei nur auf dem dritten Rang (ökonomische Motivation).[209] Als Konsequenz kann es durchaus vorkommen, dass die Gewinnabsicht fast vollständig in den Hintergrund tritt.

Abb. 21: Motive von Business Angels zur Unternehmensunterstützung

[210]

Business Angels befolgen i.d.R. nicht nur ein Ziel, sondern ein Bündel an verschiedensten Zielen. Nichtsdestotrotz lässt sich festhalten, dass sich die außerökonomischen Ziele als zentrales Motiv für die Unterstützung durch BA sehr von denen institutioneller Investoren unterscheiden.

4.2.2.1.2 Ziele
4.2.2.1.2.1 Unternehmerische Unterstützung

Vor allem sog. „Entrepreneur Angels“ stiften Wachstumsunternehmen einen Mehrwert und forcieren einen Wissenstransfer. Erfahrungen, welche sie im Zuge einer selbständigen Tätigkeit oder im Management von Unternehmen gemacht haben, werden in beratender oder funktionaler Tätigkeit im unterstützten Startup miteingebracht. Diese Investoren nehmen eine Rolle als Mentor oder Pate ein, welche auch als „hands-on“-Betreuung bezeichnet wird.[211] Das hohe persönliche Engagement spiegelt sich oftmals im operativen Bereich wider. Risikokapitalgeber unterstützen das Management aktiv und erhalten im Gegenzug Mitsprache-, Mitbestimmungs- und Kontrollrechte. Die in diesem Zusammenhang zugesprochenen Rechte gehen dabei oftmals über das dem Kapitalanteil entsprechende Maß weit hinaus.[212] So kann es durchaus vorkommen, dass Angel-Investoren in Teil- oder sogar Vollzeittätigkeit im unterstützen Unternehmen mitarbeiten.[213] Typische Aufgabenbereiche sind oftmals das gemeinsame Erarbeiten eines Businessplans und die Planung von Geschäftsstrategien. Häufig bringen sich Privatinvestoren aber auch hinsichtlich der Ausarbeitung eines Alleinstellungsmerkmals (USP) ein, indem sie das derzeitige Angebot hinterfragen, um es weiter zu verbessern.

Im Laufe des eigenen Unternehmenslebens konnten sich Business Angels ein Netzwerk von relevanten Entscheidungsträgern diverser Branchen aufbauen und ein breites Fachwissen aneignen. Dadurch können bestehende Kontakte zu Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern genutzt werden. Hierdurch kann aus Gründersicht mehr Zeit für die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens investiert werden, da kontraproduktive Tätigkeiten, die nicht mit dem eigentlichen Geschäftszweck einhergehen, frühzeitig ausgelagert werden können. Die passive Betreuung („hands-off“) beschränkt sich hingegen nur auf die regelmäßige Kontrolle von Startups, die sich bereits schon an der Schwelle zum etablierten Unternehmen befinden.

Obwohl die unternehmerische Unterstützung vor allem jungen Gründern bei der Weiterentwicklung der eigenen Geschäftsidee und beim Unternehmenswachstum behilflich sein können, können sie jedoch auch einen limitierenden Faktor aus Gründersicht darstellen. Ein zu großer Einfluss hinsichtlich Kontrolle oder operativer Unterstützung kann zu Meinungsverschiedenheiten führen und die weitere Existenz einer Unternehmung gefährden.

4.2.2.1.2.2 Monetäre Unterstützung

Durch die Bereitstellung von Eigenkapital erhalten Business Angels Anteile oder Beteiligungstitel am Unternehmen, die im Regelfall in Form einer stillen Minderheitsbeteiligung erfolgen, um den Unternehmensgründern weiterhin die Kontrolle und Entscheidungsmacht im Startup zu ermöglichen. Privatinvestoren erhalten für das bereitgestellte Kapital keine Zinszahlungen oder Gewinnausschüttungen, weshalb die Wertsteigerung der Anteile oftmals die einzige Möglichkeit darstellt, das investierte Kapital zu maximieren. Business Angels planen deshalb, mit dem Ausstieg aus der Beteiligung einen Veräußerungsgewinn zu erzielen.[214]

Aufgrund des bereits erwähnten hohen Risikos in den Frühphasen einer Unternehmung ist das investierte Kapital jedoch überschaubar. Das so gewonnene Kapital reicht selten dazu aus, Wachstumsunternehmen bis zum Erreichen des Break-Even-Point zu finanzieren. Nichtsdestotrotz ist das investierte Kapital meist hoch genug, um die Finanzierungslücke in der Early Stage zwischen der Selbstfinanzierung und Finanzmitteln von Venture-Capital Gebern in späteren Phasen, zu decken.

Für Business Angels ergeben sich diverse Gestaltungsmöglichkeiten, um das investierte Kapital zu schützen bzw. Risiken zu minimieren. So erfolgt die Finanzierung oftmals in gestaffelter Form. Mehrere Finanzierungsrunden sollen gewährleisten, dass Wachstumsunternehmen genug Kapital zugeführt wird, um bestimmte Meilensteine zu erreichen. Die weitere Finanzierung ist dabei an die positive Unternehmensentwicklung und das Erreichen bestimmter Ziele gebunden.

Es besteht jedoch die Gefahr, dass Business Angels aufgrund der Investition von privatem Kapital nur beschränkt dazu in der Lage sind, weitere Finanzierungsrunden junger Startups zu tragen. Aufgrund zusätzlicher Risiken sind sie nicht bereit, jungen Wachstumsunternehmen weitere Kapitalvolumina zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind Startups oftmals von Follow-on Investitionen durch Venture Capital abhängig.[215] Alternativ bietet sich die gemeinsame Finanzierung zusammen mit anderen Business Angels (Syndizierung) an, um Risiken zu streuen und das eingebrachte Wissen noch weiter zu maximieren. Weiterhin können erfahrene Angel- Kooperationen mit Venture Capital-Gebern eingehen, um Unternehmen zu co-finanzieren. Aus Unternehmenssicht birgt dieser Schritt jedoch auch Risiken, da eine Vielzahl von mitspracheberechtigten Investoren Konflikte verursachen und das Unternehmenswachstum negativ beeinflussen können. Des Weiteren kann eine Kombination o.g. Maßnahmenpakete sinnvoll sein, um eine für alle Parteien befriedigende Lösung zu finden.

Aus Gründersicht kann sich die Akquirierung von Business Angels relativ komplex erweisen, je nachdem, ob diese vor der Aussicht auf höhere Renditeerwartungen (s. Abb. 3) dazu bereit sind, ein größeres Risiko als Venture Capital-Geber einzugehen.

4.2.2.1.3 Aktuelle Entwicklungen

In Deutschland sind rund 1.500 registrierte Mitglieder in einem der 40 speziellen Business Angel Gesellschaften organisiert.[216] Diese Netzwerke umfassen neben Privatinvestoren sog. „Family Offices“, die das Verhalten vermögender Familien verwalten. Weitere Mitglieder sind zudem häufig Banken, Berater, Anwälte, Industrie- und Handelskammern oder aber Venture Capital-Gesellschaften. Diese treten oftmals als Co-Investoren auf oder analysieren attraktive Startups, die zukünftig finanziell unterstützt werden könnten.[217] Der Großteil der Privatinvestoren sind jedoch sog. „Silent Angels“, welche nicht in solchen Netzwerken organisiert sind und explizit die Öffentlichkeit suchen. Aufgrund dieser Aufsplitterung der Business Angel Szene ist es schwer, verlässliche Zahlen zu erhalten. Zur Auswertung des Business Angel Marktes in Deutschland muss deshalb auf diverse Studien zurückgegriffen werden, um einen Überblick über die Szene zu erhalten. Nach Schätzung einer ZEW-Studie zufolge liegt die Zahl an aktiven Business Angels in Deutschland zwischen 6.300 und 9.100.[218] Der BAND greift diese Zahl auf und geht von rund 7.500 Startups aus.[219] Das Wachstum in den Zeitraum von 2007 bis 2014 betrug dabei knapp 90 Prozent.[220] Im Durchschnitt ist jeder dieser Angel in rund fünf Startups involviert.[221]

Nachfolgende Grafik zeigt, dass der durchschnittliche Einsatz finanzieller Mittel je nach Quartal stark schwanken kann. So wurden im 4. Quartal 2011 gerade einmal durchschnittlich 10.000 Euro je Business Angel investiert, während es im selben Quartal 2014 97.000 Euro waren. Das durchschnittliche Investment betrug im Jahr 2015 über alle Quartale hinweg 178.000 Euro je Investor und pro Quartal 44.500 Euro. Es zeigt sich, dass sich das Investitionsverhalten von BA stark prozyklisch verhält.[222] Dem gegenüber steht jedoch eine durchschnittliche Kapitalnachfrage von rund 0,62 Mio. Euro., welche weit über dem durchschnittlich zur Verfügung gestellten Kapital liegt.[223] Folglich zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen Kapitalnachfrage und tatsächlichem Angebot.

Abb. 22: Durchschnittlicher Kapitaleinsatz deutscher Business Angels

[224]

Vor allem im Jahr 2014 hat das Investitionsvolumen der deutschen BA stark zugenommen, während es im darauffolgenden Jahr wieder abgeflaut ist. Dennoch stellt der Wert des Jahres 2015 einen positiven Trend dar. In der Zeitspanne von 2009 bis 2012 wurden so jährlich im Mittel rund 650 Mio. Euro investiert, was über dem durchschnittlich durch VC bereitgestellten Kapital von rund 590 Mio. Euro liegt.[225] Jeder BA betreut im Schnitt rund fünf Startups. Hierbei hält der Großteil der BA (70 %) bis zu zehn Prozent der Firmenanteile, während knapp jede fünfte Beteiligung zwischen elf und 25 Prozent der Anteile beinhaltet. Nur zwölf Prozent aller Portfolioposten umfassen zwischen 26 und 50 Prozent der Startups-Anteile.[226] Der so akquirierte Prozentsatz an Unternehmensbeteiligungen liegt folglich unterhalb von VC-Investitionen (s. Punkt 4.2.1.1).

Laut einer von Stedler und Peters durchgeführten Umfrage bei 232 aktiven Business Angels werden bis zu 20 Prozent des Gesamtvermögens, meist jedoch nicht mehr als 500.000 Euro insgesamt pro Unternehmen, investiert. In weniger als acht Prozent aller Fälle wird mehr als eine Mio. Euro investiert.[227] Business Angels investieren zwar häufig in Branchen, in denen sie bereits Erfahrungen gesammelt haben. Nichtdestotrotz ist erkennbar, dass allen voran Umwelttechnologien, gefolgt von Web-Services/E-Business und Energie zu den präferierten Branchen gehören.[228] Darüber hinaus spielt die Lebenszyklusphase, in denen sich unterstützte Startups befinden, bei BA-Investitionen meist nur eine nachrangige Folge.[229] Dies stellt ein signifikantes Differenzierungsmerkmal zu VC-Investitionen dar, welche sich vermehrt auf die Finanzierung der Startup- und Expansion Stage fokussieren (s. Punkt 4.2.1.1).

Typische Investments von Business Angels erstrecken sich auf vier bis sieben Jahre.[230] Sie sind folglich auf einen kürzeren Zeitraum ausgelegt als VC-Investitionen mit fünf bis zehn Jahren (s. Punkt 4.2.1.1). Im Durchschnitt endet ein Drittel dieser mit einem Totalausfall aufgrund von Insolvenz, bei einem weiteren Drittel egalisieren sich Investitions- und Gewinnsumme. Lediglich ein Drittel aller Business Angel Investitionen erwirtschaften Gewinne, welche sich auf das Fünffache des eingesetzten Kapitals belaufen.[231]

Die eigene Expertise, die BA in Startups einbringen, lässt sich anhand der Ergebnisse des KfW/ZEW Gründungspanels zeigen, wobei sowohl Hightech als auch Nicht Hightech-Sektor berücksichtigt werden.

Abb. 23: Unterstützungsleistungen durch Business Angels

[232]

Insbesondere vor dem Hintergrund von niedrigen Frühphaseninvestitionen durch Venture Capital-Geber, die im Platzen der Dotcom-Blase begründet liegen (s. Punkt 4.2.1.1.4), können BA-Investitionen helfen, eventuelle Finanzierungsengpässe zu schließen.

Weiterhin bemüht sich die Bundesrepublik Deutschland, die Attraktivität von Privatinvestitionen zu steigern. Hierbei ist vor allem das im Jahr 2013 gestartete INVEST-Programm zu nennen, welches Investoren Zuschüsse für Wagniskapital zukommen lässt. Privatinvestoren können dazu beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eine Rückerstattung von 20 Prozent des Ausgabepreises der eigenen Beteiligung anfordern. In der Summe kann jeder Investor auf diese Weise pro Kalenderjahr Zuschüsse für Beteiligungen in Höhe von bis zu 250.000 Euro erhalten. Pro Startup können somit Anteile im Wert von bis zu einer Mio. Euro jährlich bezuschusst werden. Hierzu müssen jedoch diverse Voraussetzungen von Seiten der Unternehmen als auch der Investoren erfüllt werden.

Unternehmen müssen hierzu bestimmte Förderbedingungen wie ein Unternehmensalter von weniger als zehn Jahren, eine Mitarbeiterzahl von maximal 50 Beschäftigten und ein Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von maximal zehn Millionen Euro erfüllen. Ebenso muss das Unternehmen eine Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in der EU und mindestens einer Zweigneiderlassung oder Betriebsstätte in Deutschland sein und einen innovativen Geschäftszweck verfolgen.

Auf Investorenseite ist zu beachten, dass mindestens 10.000 Euro für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren zur Verfügung gestellt werden müssen. Zudem muss sich der Hauptwohnsitz in der EU befinden. Alternativ können Unternehmensanteile über eine eigens gegründete Gesellschaft (sog. Business Angels GmbH) erworben werden. Diese darf über höchstens vier Gesellschafter verfügen und ausschließlich dem Zweck der Vermögensverwaltung und Beratung dienen.[233]

Die Förderrichtlinie INVEST – Zuschuss für Wagniskapital bietet folglich nicht nur Investoren, sondern letztendlich auch für junge Unternehmen verschiedene Vorteile. Durch die Rückzahlung von 20 Prozent der Beteiligungssumme, die selbst im Falle des Scheiterns der Unternehmung nicht zurückgezahlt werden muss, sinkt das Investitionsrisiko von Business Angels erheblich. Durch die Steigerung der Akzeptanz von Privatinvestitionen vergrößern sich die Chancen für Unternehmen, eine Finanzierung über Wagniskapital zu erhalten. Zudem können höhere Kapitalsummen zur Wachstumsfinanzierung akquiriert werden. Ebenso kann eine erfolgreiche Unterstützung durch das INVEST-Programm die Suche nach Nachfolgefinanzierungen erleichtern.

Bisher wurden so Zuwendungen von über 26 Mio. Euro bewilligt und in der Summe rund 134 Mio. Euro Wagniskapital zur Startup-Finanzierung ausgezahlt.[234] Zukünftig soll der INVEST-Förderzuschuss weiter ausgebaut werden, indem die maximale Beteiligungshöhe von 250.000 auf 500.000 Euro aufgestockt wird und zudem weitere steuerliche Vorteile eingeräumt werden.[235]

4.2.2.1.4 Akquisition

Die Kontaktaufnahme zu Business Angels gestaltet sich im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen wie etwa durch Venture Capital-Gesellschaften weitaus weniger bürokratisch.[236] So kommt der Kontakt zu BA meist bilateral über bestehende Kontakte zustande, während das Internet, Business Angel Netzwerke oder Gründermessen nur nachrangig zur Kontaktaufnahme genutzt werden.[237]

Der informelle Charakter der Beteiligungsfinanzierung durch Privatleute zeigt sich auch bei der Beteiligungsprüfung, welche meist durch die BA selbst durchgeführt wird und nur selten externe Wirtschaftsprüfer beauftragt werden.[238] Zur Bewertung werden u.a. die in Punkt 1.1 erläuterten Erfolgsfaktoren herangezogen. Durchschnittlich werden rund 84 Prozent aller Beteiligungsfragen abgelehnt. Die häufigsten Gründe sind hierbei eine zu schwache Geschäftsidee, zu hohes Risiko oder ein zu hoher Kapitalbedarf.[239] Der Zeitraum von der Beteiligungsanalyse bis zum Anschluss ist dabei innerhalb der BA-Szene unterschiedlich und beträgt meist zwischen 21 und 90 Tagen.[240]

Die Kontaktaufnahme über Netzwerke gestaltet sich ähnlich zum Beteiligungsprozess von Venture Capital-Gessellschaften (s. Punkt 4.2.1.1.3) und umfasst Prüfung (Screening) der Startups, Verhandlung (Matching) und mündet im letztendlichen Engagement (Coaching). Netzwerke fungieren hierbei als Vermittler zwischen Business Angels und Unternehmen innerhalb der einzelnen Prozesse.[241] Im Rahmen der Prüfung werden dabei qualifizierte BA anhand Interviews gefiltert und gleichzeitig attraktive Startups durch die Prüfung von Businessplänen identifiziert. Im Rahmen des Matchings werden BA bei der DD-Prüfung unterstützt, während potenzielle Startups ihre Geschäftsidee vorstellen (Pitch). Bei erfolgreicher Vermittlung unterstützen Netzwerke sowohl BA, als auch Startups hinsichtlich der Beratung und der internen und externen Kommunikation. Zudem findet eine kontinuierliche Betreuung und Monitoring der Partnerschaft statt.

Der persönliche Kontakt und die Zusammenarbeit der Gründer mit Investoren sind essenzielle Erfolgsfaktoren für BA-Investitionen. Dabei gilt es nicht nur aus Investorensicht, Gründungsvorhaben zu selektieren, auch die Startup-Gründer selbst müssen bei der Auswahl geeigneter BA behutsam vorgehen, sonst kann sich ein Business Angel schnell als Business Devil entpuppen.

4.2.2.2 Crowdfinancing

Crowdfinancing bzw. Crowdfunding i.w.S. ist eine relativ neue Art der Mezzanine-Finanzierung für Startups, welche sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Es stellt einen Teilaspekt des Crowdsourcing dar und kann mit „Massen- bzw. Schwarmfinanzierung“ übersetzt werden.[242]

Abb. 24: Ausprägungen des Crowdsourcings

[243]

Weitere Ausprägungen des Crowdsourcings sind:

  • Crowdwisdom (Weisheit der Vielen)
    • Kollektives Wissen wird zur Lösung von Problemen genutzt
    • Einschätzung von zukünftigen Entwicklungen durch die Masse
  • Crowdcreation/Crowdproduction
    • Gemeinsame Generierung von Ideen, Konzepten und Design
  • Crowdvoting
    • Abstimmung bzw. Wahl durch die Masse: Einholung von Bewertungen, Tipps und Meinungen

Crowdfinancing bzw. Crowdfunding i.w.S. dient dazu, Unternehmen, Produkte oder aber Dienstleistungen durch eine Vielzahl von Personen zu finanzieren. Die Motive können dabei entweder finanzieller, altruistischer oder hedonistischer Natur sein. Um ein Finanzierungsziel zu erreichen, erfolgen deshalb viele Mikroinvestitionen anstatt einer oder weniger hoher Investitionen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Verbreitung von Crowdfinancing-Möglichkeiten ist die stetig wachsende Vernetzung über das Internet. So bahnt sich ein Großteil der Investitionen anhand von Online-Plattformen an, welche mit diversen Multiplikatoreffekten einhergehen. Crowdfinancing-Plattformen bieten jungen Unternehmen eine technische Infrastruktur und übernehmen die Abwicklung aller finanziellen Prozesse.[244] Im Gegenzug behalten die CF-Plattformen bei erfolgreichem Projektabschluss einen Teil der gesammelten Geldsumme als Erfolgsprovision ein. Die Plattforminitiatoren betreiben eigene Pressearbeit und die Organisation spezieller Veranstaltungen. Mithilfe der Einbeziehung weiterer Kommunikationskanäle wie sozialer Netzwerke, Foren und Blogs kann dadurch ein großes Spektrum potenzieller Investoren und Kunden mit unterschiedlichsten sozialen Hintergründen und Vorkenntnissen angesprochen werden. Crowdfinancing umfasst folglich auch indirekt PR- und Marketingmaßnahmen, wodurch die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert wird. Letztlich können so neben Investoren, auch potenzielle Kunden akquiriert werden.[245] Durch eine Vielzahl an Unterstützern können dadurch in kürzester Zeit erhebliche Geldbeträge gesammelt werden. Potenzielle Investoren können dabei innerhalb von Minuten – nur durch wenige Mausklicks – Geld zur Verfügung stellen. So knackte das Hamburger Startup Protonet 2014 den Weltrekord für das schnellste erfolgreiche Crowdfunding, indem in 90 Minuten rund 750.000 Euro eingesammelt werden konnten.[246] Insgesamt wurden so drei Mio. Euro innerhalb von etwas mehr als fünf Tagen investiert.[247] Öffentliches Crowdinvesting kann jungen Wachstumsunternehmen folglich helfen, Produkte zu vermarkten und dadurch zu wachsen. Diese öffentliche Vermarktung ist jedoch auch ein kritischer Faktor. Durch die Bewerbung von Geschäfts- bzw. Produktideen müssen junge Wachstumsunternehmen einem großen Publikum sensible Informationen vermitteln. Dies kann im schlimmsten Fall in Nachahmerprodukten resultieren, welche – je nach Aufwand – den Markt schneller betreten könnten. Folglich ist ein rechtzeitiger Schutz des geistigen Eigentums durch Schutzrechte ein elementarer Erfolgsfaktor.

Weiterhin kann Crowdfinancing anhand mit der Finanzierung verbundenen Gegenleistung, welche der Kapitalgeber erhält, unterteilt werden. Für Startups haben sich dabei Crowdfunding i.e.S., Crowdinvesting und Crowdlending als geeignete Finanzierungswerkzeuge herausgestellt, weswegen Unterstützungsformen wie Crowddonating und Crowdsupporting, die sich wegen ihres Spendencharakters eher für soziale oder kulturelle Projekte eignen, [248] in dieser Arbeit bewusst nicht berücksichtigt werden. Crowdlending findet sich aufgrund seines kreditähnlichen Charakters unter Punkt 4.3.3.2 wieder.

Aufgrund der verschiedenen Ausprägungen eignen sich crowd-basierte Investitionsmethoden nicht nur für Neugründungen, sondern auch Startups, die sich bereits in der Wachstumsphase befinden. Während Crowdlending theoretisch für alle Phasen im Unternehmenslebenszyklus einsetzbar ist, eignen sich Crowdfunding und -investing hingegen für junge Unternehmen, die sich am Ende der Early Stage befinden, wenn die Produktentwicklung weitestgehend abgeschlossen ist. Idealerweise existiert bereits ein gut darstellbares Geschäftsmodell oder sogar ein Prototyp des Produkts.[249] Dennoch gibt es nicht nur Investitionen an der Grenze zur Wachstumsphase, sondern auch zu Beginn der Early Stage. Dies trifft vor allem im High-Tech-Sektor zu.[250] Die Verwendung des eingesetzten Geldes ist folglich vielseitig und reicht von der Ausarbeitung einer Idee bis hin zur Finalisierung des Markteintritts und den damit bedingten Expansionsmaßnahmen, wie den Ausbau von Kapazitäten, der Weiterentwicklung des Produkts, aber auch Marketingmaßnahmen.

4.2.2.2.1 Arten des Crowdfinancing
4.2.2.2.1.1 Crowdfunding i.e.S.

CF-Projekte, die häufig eher Nischenmärkte bedienen, sind durch eine Mindestkapitalmenge gekennzeichnet, welche fremdfinanziert werden soll. Im Zuge dessen können Startups auf diverse Crowdfunding-Plattformen zurückgreifen, um online potenzielle Unterstützer zu finden. Der CF-Prozess ist dabei weitestgehend plattformunabhängig standardisiert. Unternehmen können deshalb in relativ kurzer Zeit ihr Projekt online vorstellen und interessierten Unterstützern Daten und Informationen bezüglich Geschäftsmodell, Finanzbedarf, Produktdetails und Laufzeit zur Verfügung stellen.

Hauptmerkmal des Crowdfunding ist die direkte Investition in Geschäftsideen oder Produkte. Investoren beteiligen sich nicht aus finanziellen, sondern aus ideellen oder sozialen Motiven. Eine CF-Investition hat deshalb einen Spendencharakter.[251] Das investierte Geld muss dennoch zweckgebunden in das jeweilige Projekt fließen. Als Gegenleistung für das eingebrachte Kapital erhalten Crowdfunder verschiedene nicht monetäre, teils sogar immaterielle Gegenleistungen mit oftmals symbolischem Belohnungscharakter. Im angloamerikanischen Raum hat sich deshalb für Crowdfunding i.e.S. auch der Begriff des „reward based crowdfunding“ etabliert.[252] Oftmals kann jedoch auch das unterstützte Produkt selbst die Gegenleistung für ein Engagement seitens der Investoren sein. Die Höhe der Belohnung richtet sich dabei nach der Summe der Unterstützung. Sofern das festgelegte Finanzierungsziel im festgelegten Finanzierungszeitraum nicht erreicht wird, erhalten die Crowdfunder ihr investiertes Kapital i.d.R. zurück.[253]

Crowdfunding bietet jungen Wachstumsunternehmen die Möglichkeit einer begrenzten Kapitalaufnahme.[254] Trotz eher geringer Finanzierungssummen kann CF insbesondere für Unternehmen, die sich im Produktentwicklungsprozess befinden, ein Komplement oder sogar Substitut zu Business Angels als Finanzierungsquelle darstellen. Aufgrund der Präsentation der Idee auf Online-Plattformen besteht die Möglichkeit, diese der breiten Öffentlichkeit näher vorzustellen. Crowdfunding ist folglich auch ein Marketinginstrument, wodurch Jungunternehmen neue Werbemöglichkeiten im Internet erschließen. Gleichzeitig wird der direkte Kontakt zu Investoren bzw. potenziellen Kunden ermöglicht. CF bietet dadurch die Möglichkeit, etwaige Zielgruppen und Märkte zu identifizieren oder etwa das Produkt Kundenwünschen besser anpassen zu können. Somit kann das eigene Geschäftsmodell im Bedarfsfall optimiert werden, wodurch das Unternehmen bessere Zukunftsaussichten erhält.

Ein wichtiger Indikator für die Akzeptanz eines Produktes ist, neben dem direkten Kunden-Feedback, der Abschluss der Finanzierungsrunde. Je nachdem wie schnell die angepeilte Geldsumme gesammelt bzw. ob sie überhaupt erreicht wurde. Ein kaum erreichtes Finanzierungsziel kann dabei ein Hinweis auf ein uninteressantes Angebot und eine niedrige zukünftige Nachfrage sein. Im Gegenzug kann ein schnelles Erreichen des Finanzierungsziels, auf ein attraktives Produkt hinweisen.

4.2.2.2.1.2 Crowdinvesting

Crowdinvesting als weiterer Teilaspekt des Crowdfinancing fokussiert sich im Unterschied zu Crowdfunding auf die generelle Unterstützung von Unternehmen und Projekten statt Produkten. Als mögliche Ausprägungen unterstützter Projekte sind hier Immobilien, aber auch wachstumsorientierte Startups zu nennen. Hauptmotiv der Investoren bei der Unterstützung interessanter Konzepte ist vor allem der Aspekt der Renditeorientierung. Investoren werden an den zukünftigen Zahlungsströmen und der Entwicklung des Unternehmenswertes beteiligt.[255] Kapitalgebern wird es ermöglicht, sich mit kleinen Beträgen in Form von Eigenkapital an einem Unternehmen zu beteiligen. Aufgrund des Erwerbs von Anteilen wird auch von „equity based crowdfunding“ gesprochen.[256] Die Renditemöglichkeiten sind je nach Vertragsgestaltung unterschiedlich, ähneln jedoch denen der VCG und Business Angels.

Analog zum Crowdfunding i.e.S. erfolgt auch Crowdinvesting über verschiedene spezialisierte Plattformen, die mitunter eigene Schwerpunkte haben. Wichtige Eckpunkte der Online-Unternehmensvorstellung der Konzepte sind Angaben über Projektziele, den finanziellen Rahmen, dessen Laufzeit und Vergütung bzw. Gegenleistungen. Wie auch beim CF ergibt sich dadurch ein Werbeeffekt, wobei beim CI klar der Fokus auf das eigentliche Wachstumsunternehmen gerichtet ist. Ebenso erhalten Investoren das veranschlagte Geld zurück, falls ein Projekt aufgrund des Nichterreichens des Finanzierungsziels, nicht durchgeführt wird.

Während in den letzten Jahren CI noch in Form stiller Beteiligungen oder über die Gewährung von Genussrechte vollzogen wurde, findet die Finanzierung heute beinahe ausschließlich in Form von (partiarischen) Nachrangdarlehen als mezzanine Beteiligung mit Fremdkapitalcharakter statt.[257] [258] Die Vertragslaufzeit ist dabei unbefristet, im Regelfall kann eine Kündigung seitens der Investoren nach drei bis acht Jahren erfolgen.[259] Startups können den Vertrag erst später kündigen. Damit umfasst die Beteiligung einen ähnlichen zeitlichen Umfang wie die Finanzierung durch Business Angels. Häufige Ausgestaltungsmöglichkeiten sind hierbei die Beteiligung am Unternehmenswert und am Gewinn oder die Gewährung von Zinszahlungen. Darüber hinaus umfasst die Beteiligung oftmals einen sog. „Venture Kicker“. Hierunter fallen Ansprüche auf die Wertsteigerung des Eigenkapitals des Unternehmens nach Ablauf der Investitionslaufzeit oder beim Eintritt eines Exit-Ereignisses. Diese werden in Form eines Bonuszinses ausgezahlt. Gleichzeitig wird eine Verlustbeteiligung vertraglich ausgeschlossen.[260] Nichtsdestotrotz sind Investitionen mit einem hohen Risiko verbunden. Aufgrund der hohen Chance des Scheiterns (s. Punkt 3.2) besteht die aus Investorensicht die Gefahr des Totalverlustes des zur Verfügung gestellten Geldes. Im Gegenzug bieten Crowdinvesting-Möglichkeiten oftmals sehr hohe Renditechancen (s. Abb. 3).

Diese Methode der unternehmerischen Beteiligung wurde ursprünglich aufgrund Einfachheitsgründen aus Investorensicht verwendet. Partiarische Darlehen unterlagen bis Juli 2015 nicht den Regelungen des Vermögensanlagengesetzes. Mit der Verabschiedung des Kleinanlegerschutzgesetzes soll die Sicherheit von Investoren geschützt werden. Fortan können Privatanleger nur noch maximal 10.000 Euro investieren. Gleichzeitig muss nach bei Investitionen über 1.000 ein Nachweis des Investors stattfinden, ein freies Vermögen von über 100.000 Euro zu haben bzw. dass nicht mehr die doppelte Summe des monatlichen Nettoeinkommen investiert wird.[261] Gleichzeitig ist es jedoch möglich Crowdinvesting-Anteile bereits ab fünf Euro zu erwerben. Eine Nachschusspflicht gibt es nicht, was der etwaigen Verlustbegrenzung der Investoren zugutekommt. CI spricht folglich eine breite Bevölkerungsschicht, unabhängig vom Vermögen, an. Im Gegenzug werden jedoch oftmals mehrere Unterstützer benötigt, um das Finanzierungsziel zu erreichen. Hierbei besteht ein gravierender Unterschied zu klassischen Finanzierungsmethoden wie Venture Capital oder Business Angels. Diese agieren meist alleine oder in sehr kleinen Gruppen.

Ein Nachteil dieser Finanzierungsform aus Gründersicht liegt in der vertraglichen Komplexität, die auf der hohen Anzahl an Anteilseignern beruht. Diese resultiert aus der vorher angesprochenen Mindestinvestitionssumme je Investor. Dem gegenüber steht jedoch der Vorteil, dass der eigentliche Finanzierungsprozess bereits nach wenigen Wochen vollzogen werden kann. Gleichzeitig erhalten Investoren kein aktives Mitspracherecht, wodurch Gründer die volle Kontrolle über das Unternehmen behalten. Aus Anlegersicht ist CI eine rein auf finanziellen Interessen beruhende Finanzierungsform. Kapitalgeber sind in erster Linie an der Vermehrung des investierten Geldes interessiert, eine Unterstützung des Startups durch Managementleistungen, wie es bei BA oder VCG oftmals der Fall ist, ist nicht vorgesehen. Im Insolvenz des Investitionsobjektes droht Crowdfundern ein Totalausfall des investierten Kapitals, da alle Investoren erst nach allen anderen Fremdgläubigern aus der Insolvenzmasse bedient werden.

Crowdinvesting-Vorhaben weisen im Vergleich zu anderen Ausprägungen des Crowdsourcings die größte Komplexität und Unsicherheit auf.[262] Potenzielle Crowdinvestoren sollten deshalb Startups vor einem Engagement genauestens analysieren und sich nicht nur ein Bild vom Unternehmen und dessen Produkten selbst, sondern von der kompletten Marktsituation, aber auch dem Gründerteam selbst machen.

Zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs sind aufgrund der relativ begrenzten Crowdinvesting-Summen häufig mehrere Finanzierungsrunden nötig, um eine Finanzierungslücke zu anderen Finanzierungsformen wie etwa Venture Capital-Gebern zu schließen.

4.2.2.2.2 Ablauf

Aufgrund ihrer Ähnlichkeit korrelieren die Abläufe von Crowdfinancing-Vorhaben. Vor allem Crowdfunding und Crowdinvesting weisen aufgrund des standardisierten Aufbaus von Finanzierungsplattformen nur geringe Differenzen im Ablauf auf. Aufgrund der mit dieser Finanzierungsmethode bedingten weniger komplexen Vergabeverfahren, wird CL im Folgenden nicht berücksichtigt. Wegen der Attraktivität aus Gründer- und Investorensicht, welche im folgenden Kapitel weiter erläutert wird, wird deshalb ein idealtypischer Crowdinvesting-Ablauf dargestellt.

Der Ablauf eines CI-Vorhabens lässt sich in Planung, Prüfung und das eigentliche Crowdfunding unterteilen.

Abb. 25: Ablauf von Crowdfunding-Vorhaben

[263]

Zu Beginn gilt es für Gründer den eigenen Kapitalbedarf zu ermitteln und eine Vorauswahl über geeignete Plattformen zu treffen. Als Anhaltspunkt kann hierzu die im Anhangsverzeichnis befindliche Übersicht dienen. Dabei gilt es, die eigenen Präferenzen hinsichtlich minimaler Investmentsumme, Fundingzeit, Gebühren, Renditeform oder anderen Rahmenbedingungen mit den jeweiligen Plattformen abzugleichen.

Anschließend wird ein im Vorfeld erstellter Businessplan mitsamt sonstiger spezifischer Unterlagen bei der Wunschplattform eingereicht. Dieser wird von Experten der jeweiligen Website hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen analysiert. Hierzu werden konkret vor allem Finanzpläne und Plausibilität des Geschäftsmodells durchleuchtet. Wie auch bei der Prüfung durch VC-Gesellschaften wird hierbei von einer „Due-Diligence-Prüfung“ gesprochen (s. Punkt 4.2.1.1.3). Diese soll gewährleisten, dass nur Projektanträge, die den Plattform-Richtlinien entsprechen, zugelassen werden.[264]

Bei einer positiven Einschätzung über die Eignung und das generelle Erfolgspotenzial eines Projektes kommt es zu Vertragsverhandlungen über die Konditionen der Finanzierung und die weitere Zusammenarbeit. Im Zuge dessen werden Mindestbetrag (Fundingschwelle), Höchstbetrag (Fundinglimit) und der Zeitraum bis zum Erreichen des Fundingziels festgelegt. Ebenso wird bestimmt, ob eine Überzeichnung ermöglicht werden soll. Hierunter wird die Möglichkeit verstanden, bei Überschreitung des ursprünglichen Höchstbetrags weiteres Kapital einzusammeln, um zusätzliches Wachstum zu ermöglichen. Ebenso werden die materiellen und immateriellen Gegenleistungen (sog. „Perks“), die Unterstützer in gestaffelter Form erhalten sollen, festgelegt.

Nach Freischaltung des CI-Projekts können sich registrierte Plattform-Nutzer auf diese Daten zugreifen und so über ein Investment entscheiden. Zudem wird es angemeldeten, potenziellen Investoren ermöglicht, in einem speziellen, nicht öffentlichen Bereich mit den Verantwortlichen eines Startups in Kontakt zu treten, um offene Fragen zu klären.

Die Vorstellung des Unternehmens und der allgemeinen Geschäftsidee erfolgt durch eine Präsentation bzw. Kurzbeschreibung auf der Plattform. Hierbei wird oftmals von einem sog. „Pitch“ gesprochen, der dazu dient, Investoren innerhalb kurze Zeit von seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Aufgrund der großen Masse an potenziellen Investoren mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen und Hintergründen ist es deshalb wichtig, das eigene Startup mitsamt Geschäftsidee prägnant zu umschreiben. Hierzu werden oftmals ein Imagefilm, sowie ein stichpunktartiger Businessplan veröffentlicht. Wichtige Eckdaten sind dabei Informationen über das Geschäftsmodell, Produkt, Schutzrechte Marktvolumen, Team, sowie Finanzdaten wie derzeitige und prognostizierte Einnahmen und Ausgaben zur Veranschaulichung der Gewinnschwelle.

I.d.R. liegt der CI-Zeitraum zwischen 30 und 120 Tagen.[265] Diese zeitliche Begrenzung dient Investoren einerseits dazu, möglichst schnell Kapital zur weiteren Unternehmensfinanzierung zu erhalten, andererseits sollen nicht erfolgreiche Projekte so nicht allzu lange auf der Plattform verbleiben. Hierdurch soll anderen Crowdinvesting-Projekten eine bessere Finanzierungschance eingeräumt werden. Die Zeitspanne in der ein Finanzierungsziel erreicht wird, kann folglich als Indikator, jedoch nicht als Garantie für den Erfolg eines Startups angesehen werden. CI-Plattformen unterstützen Startups, indem sie das Projekt auf sozialen Netzwerken bewerben, um möglichst viele Investoren zu anzusprechen, um zumindest die Fundingschwelle zu erreichen.[266]

Gemäß dem Alles-oder Nichts-Prinzip wird Startups der eingesammelte Geldbetrag nur ausbezahlt, wenn die Fundingschwelle erreicht wurde. Wird dieses Budgetziel verfehlt, erhalten Unternehmen kein Geld und Investoren im Gegenzug ihre Investitionssumme zurück, um es ggf. in neue Projekte zu investieren.[267] Bei Erreichen der Finanzierungsschwelle erhalten die Unternehmen das ursprünglich veranschlagte Fundinglimit abzüglich eines Erfolgshonorars seitens der Plattformbetreiber. Ebenso werden Investoren regelmäßig Statusberichte (sog. „Investor Relations Updates“) zur Verfügung gestellt, um den wirtschaftlichen Erfolg der Investition im Auge behalten zu können.

4.2.2.2.3 Fakten und Zahlen

Wie die im Anhang befindliche Grafik Nr. 5 „Google-Suchvolumen von Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending“ zeigt, hat vor allem CF seit 2012 ein stark steigendes Interesse bei Internetnutzern hervorgerufen. CI und CL hingegen sind rein auf Suchanfragen bezogen, noch von relativem geringem Interesse seitens der deutschen Bevölkerung.

Das große Interesse an Crowdfunding schlägt sich jedoch nur bedingt im tatsächlichen Finanzierungsvolumen nieder. Von den knapp 114 Mio. Euro, die im Jahr 2015 anhand Schwarmfinanzierung investiert wurden, entfällt der Großteil auf Crowdlending mit 67 Mio. Euro, während sich Crowdinvesting auf 37 Mio. Euro und Crowdfunding auf gerade einmal knapp 9,8 Mio. Euro beläuft.[268] Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass diese Summen, Investitionen in alle Anlageklassen und nicht nur Startups, umfassen. So beläuft sich der Anteil an CI für Startups mit 17 Mio. Euro auf etwas weniger als die Hälfte der Gesamtsumme solcher Investitionen.

Nichtsdestotrotz haben alle drei Unterformen des Crowdfinancing in den letzten Jahren als Finanzierungsalternative für Startups an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich auch im Anstieg des Investitionsvolumens über die letzten Jahre hinweg.

Abb. 26: Durch Crowdfunding eingesammeltes Kapital (in Mio. Euro)

[269]

Es ist erkennbar, dass sich CI vor allem bei Startups wachsender Beliebtheit erfreut und jährlich wachsende Summen erzielt. Die Gesamtsumme an CF-Finanzierung ist dabei konstant niedriger als bei CI und bezieht sich auf die Unterstützung von Unternehmen im Allgemeinen, der letztendliche Anteil der Startup-Unterstützung dürfte folglich noch geringer ausfallen. Dies ist vor allem deshalb beachtlich, da von den rund 80 Crowdfunding-Plattformen in Deutschland nur ein Bruchteil auf Crowdinvesting entfallen.[270]

Das durchschnittliche Kapital, welches je CI-Finanzierungsrunde eingesammelt werden konnte, ist in den letzten drei Jahren von 230.000 (2013) auf 260.000 (2014) und schließlich auf 387.000 Euro im Jahr 2015 gestiegen. Die höhere Investitionsfreude spiegelt sich jedoch nicht in der Anzahl erfolgreicher Finanzierungen nieder. So nahm die Zahl erfolgreich finanzierter Startups in den letzten drei Jahren stetig ab. Während 2013 noch 66 Startups erfolgreich finanziert wurden, waren es 2014 noch 57 und im Folgejahr gerade noch 44.[271]

Insgesamt konnten so seit 2011 rund 51,4 Mio. Euro in insgesamt 217 Finanzierungsrunden eingesammelt werden. Führende Plattformen sind in Deutschland die Portale Companisto und Seedmatch, welche mit einem gemeinsamen Marktanteil von 88 Prozent den Markt dominieren. Während Companisto jedoch seinen Marktanteil im letzten Jahr stark ausbauen konnte (2014: 25 Prozent; 2015: 52 Prozent), fiel der Anteil des ehemaligen Marktführers Seedmatch von einstmals 78 auf 59 und letztendlich auf 36 Prozent.[272]

Vergleicht man die durchschnittliche Investitionssumme und welchen Anteil sie an der Gesamtfinanzierung eines Projektes ausmachen, so lässt sich feststellen, dass vor allem zu Beginn und am Ende einer Finanzierungsrunde das meiste Geld investiert wird.

Abb. 29: Durchschnittliche Crowdinvesting-Summe je Unternehmensphase

[273]

Vorhergehende Grafik zeigt dabei, dass zwar zu Beginn der CI-Finanzierungsrunde mit durchschnittlich rund 489 Euro nur die zweitgeringste Summe des gesamten Finanzierungsablaufs investiert wird, dennoch macht diese Frühphase der Investition annähernd die Hälfte des Gesamtvolumens aus. Danach fällt die Investitionsfreudigkeit stark ab, obwohl die durchschnittliche Investitionssumme bei knapp der Hälfte der Finanzierungsrunde wieder zunimmt. Folglich investieren in der Summe weniger Investoren, während gleichzeitig größere Summen zur Verfügung gestellt werden. Erst in der letzten Phase der Finanzierungsrunde, wenn sich die Chancen für die erfolgreiche Finanzierung eines Projektes erhöhen, steigt sowohl der relative Anteil an der Gesamtfinanzierung und das durchschnittliche Investitionskapital.

In der Summe beläuft sich das durchschnittliche Investitionsvolumen bei den bekanntesten Plattformen Companisto und Seedmatch auf rund 687.000 bzw. 435.000 Euro.[274] Die im Anhang befindliche Tabellen Nr. 3 u. 4 stellen diese und weitere Crowdinvesting-Plattformen näher vor, die sich auf die Finanzierung von deutschen Startups spezialisiert haben. Gründern und Investoren soll dadurch die Wahl erleichtert werden, welche der Plattformen den eigenen Präferenzen am meisten entspricht.

Von Seiten junger Wachstumsunternehmen zeigt sich eine hohe Akzeptanz der Schwarmfinanzierung. Rund 85 Prozent der crowdfinanzierten Startups würden wieder auf diese Form der finanziellen Unterstützung zurückgreifen, wobei vor allem die Sicherung des Kapitalzuflusses, die Geschwindigkeit der Finanzierung und die attraktive Unternehmensbewertung gelobt wurden.[275]

Der positive Wachstumstrend des Crowdfunding wird auch laut Experten ungemindert anhalten. Bis ins Jahr 2020 wird eine jährliche Wachstumsrate von ca. 30 Prozent prognostiziert, wodurch das gesamte CF-Volumen in Deutschland auf bis zu 359 Mio. Euro steigen soll.[276] Insbesondere vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes in Banken aufgrund der Folgen der Finanzkrise[277] könnte CF zukünftig vor allem für Privatanleger im Vergleich zu konventionellen Risikoanlagemethoden an Attraktivität gewinnen.

Bei einer Investition sollten sich potenzielle Geldgeber jedoch immer der Risiken bewusst sein, welche im Totalausfall des investieren Geldes resultieren können. Rund 17,1 Prozent aller durch die Crowd finanzierten Projekte scheiterten bislang.[278] Eine erfolgreiche Initiativfinanzierung kann deshalb nicht als Indikator für anhaltenden Erfolg herangezogen werden.

4.2.3 Sonderformen

4.2.3.1 Corporate-Startup Partnerschaften

Unter Partnerschaften zwischen Corporates und Startups sind Kooperation zwischen Körperschaften (engl. „coporates“) und jungen Unternehmen zu verstehen. Körperschaften als Zusammenschlüsse von Einzelpersonen und Institutionen verfolgen dabei abhängig vom Gründungszweck diverse Ziele. Oftmals entstammen sie aus dem Unternehmenssektor oder haben einen akademischen Hintergrund. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausprägungen nehmen sie dabei eine Mischung aus formellem und informellem Beteiligungskapital ein.

4.2.3.1.1 Business Inkubatoren

Der Begriff „Inkubator“ stammt ursprünglich aus dem medizinischen Sektor als Bezeichnung von Brutkästen für Neugeborene. Im übertragenen Sinne schaffen Business Inkubatoren optimale Rahmenbedingungen, damit Startups sich erfolgreich am Markt etablieren können.[279] Folglich treten sie schon in den Frühphasen der Gründung in Erscheinung.[280] [281] In Deutschland unterstützen sie vor allem in Form von Technologiezentren junge Wachstumsunternehmen bezüglich der Finanzierung durch Eigenkapital, aber auch durch operative und personelle Unterstützung. Sie weisen somit typische Charakteristiken von Business Angels und Venture Capital-Unternehmen auf.

Während zu Beginn vor allem die Vermittlung von Büroflächen und technischer Infrastruktur im Vordergrund stand, fand inzwischen ein Umdenken statt. So unterstützen, die auch als Technologie- und Gründerzentren bekannten Einrichtungen und Institutionen Neugründer vor allem als Berater.[282]

4.2.3.1.1.1 Typen & Ziele

Je nach monetärer Zielsetzung lassen sich Inkubatoren in den non-profit (nicht-ertragswirtschaftliche Ziele) und for-profit (Gewinnerzielungsabsicht) Bereich unterteilen.[283] Ersterer unterteilt sich abermals in akademische und öffentliche Investoren, welche meist einen mittel- bis langfristigen Zeithorizont umfassen.

Abb. 27: Ausprägungen von Business Inkubatoren

[284]

Akademische Inkubatoren werden meist von Universitäten, Hochschulen oder sonstigen Forschungseinrichtungen mit technologischem Hintergrund gegründet.[285] Vorrangiges Ziel dieser sog. Präinkubatoren ist der Forschungstransfer der jeweiligen Institution in die Wirtschaftspraxis zur Gründung eines Unternehmens. Akademische Inkubatoren unterstützen in diesem Kontext Studenten, Absolventen und Fakultätsmitarbeiter bei Gründungsmodalitäten, um Innovationen zu schaffen und Forschungsergebnissen zu kommerzialisieren.[286] Hierzu wird Junggründern, Wissen hinsichtlich Geschäftspraktiken wie etwa die Erstellung von Businessplänen oder der Kapitalbeschaffung vermittelt,[287] aber auch Marktforschung betrieben und ein Prototyp entworfen. Vor allem vor dem Hintergrund mangelnder Kenntnisse bezüglich unternehmerischen Denken und Handeln (s. Punkt 1.1) kann sich das als maßgeblicher Erfolgsfaktor für Neugründungen erweisen.

Öffentliche Inkubatoren verfolgen genau wie akademische Inkubatoren meist nicht-ertragswirtschaftliche Ziele. Sie werden von staatlichen Einrichtungen, Bundesländern, Städten oder Non-Profit Organisationen wie etwa Handelskammern betrieben. Primäre Motive sind folglich wirtschaftspolitischer Natur wie etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen, das Vorantreiben der regionalen Entwicklung und die Förderung des allgemeinen Wohlstands.[288] Dieser Prozess mündet konsequenterweise in der Diversifikation der regionalen Industrie. Hierzu bedienen sie sich öffentlichen Fördermitteln, welche schlussendlich durch Steuern bezahlt werden.

Der auf Profitziele ausgerichtete Sektor umfasst unternehmensgebundene und private (unabhängige) Inkubatoren. Der zeitliche Horizont ist im Vergleich zu öffentlichen Inkubatoren eher kurzfristig ausgelegt.

Unternehmenszugehörige bzw. unternehmensgebundene (engl. „corporate“) Inkubatoren werden von bestehenden Unternehmen selbst gegründet und betrieben. Vornehmliche Motivation dieser strategischen Inkubatoren ist die Beobachtung aktueller Technologien („window on technology“) und dem damit einhergehenden Wissenstransfer zur Erschließung zukünftiger Märkte.[289] Diese sollen durch eigene Ausgründungen (Spin-offs) bedient werden. Die Unternehmensbeteiligungen an der Neugründung verbleiben dabei hauptsächlich beim etablierten Unternehmen.

Private Inkubatoren werden meist von einzelnen Privatpersonen oder ganzen Gruppen initiiert. Für sie stehen hingegen finanzielle Ziele wie das Erzielen von Wertsteigerungen bzw. einer hohen Rendite im Vordergrund, weshalb sie eng mit Finanzinvestoren zusammenarbeiten. Das spiegelt sich auch in strengen Selektionskriterien beim Auswahlprozess von Startups wider. Organisationsziele sind die Schaffung einer möglichst hohen Anzahl an Ausgründungen und die Förderung von Unternehmen mit hohem Erfolgspotenzial.[290] Neben den Beteiligungen, die im Erfolgsfall Rendite abwerfen, finanzieren sich private Investoren häufig durch Serviceeinnahmen für die bereitgestellte Infrastruktur (z.B. Miete oder Nutzungsentgelte). Solche Programme sind meist auf einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten ausgelegt. In diesem Zeitraum erhalten unterstützte Entrepreneure zwischen 25.000 und 35.000 Euro, wofür sie vier bis zehn Prozent der Unternehmensanteile an den Inkubatoren abtreten. Zum Abschluss wird die Unternehmensidee potenziellen VC-Gebern vorgestellt.[291]

4.2.3.1.1.2 Sonderformen

4.2.3.1.1.2.1 Virtuelle Inkubatoren

Eine Sonderform von Inkubatoren stellen virtuelle Inkubatoren dar, die ihre Dienste vornehmlich ortsungebunden via Internet anbieten. Sie unterstützten Gründern mit denselben Dienstleistungen wie „klassische“ Inkubatoren hinsichtlich Mentoring, Networking, der Aufbau einer Marke oder etwa dem Zugang zu finanziellen Mitteln.[292] Ebenso verfolgen sie dieselben Ziele und lassen sich nach den gleichen Typisierungen unterteilen. Aufgrund nicht vorhandener, öffentlich zugänglicher Räumlichkeiten sind virtuelle Inkubatoren auf die Beratung von Startups vor Ort („in house“) oder die Anmietung von Räumlichkeiten angewiesen. Alternativ werden die Unterstützungsleistungen sogar komplett online über das Internet mithilfe eigener Websites samt öffentlich und privat zugänglichen Bereichen angeboten.[293] Hierbei werden oftmals Online-Training und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt („E-Learning“).[294] Virtuelle Inkubatoren werden deshalb auch als „elektronische Inkubatoren“ bezeichnet.[295]

Durch die fehlende Notwendigkeit, Gründern permanent zugängliche Büroräume zu Verfügung zu stellen, fallen bei virtuellen Inkubatoren im Vergleich zu typischen Gründerzentren geringere Kosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur an. Die geringeren Kosten können durch niedrigere Preise für Unterstützungskosten an die Startups selbst weitergeleitet werden. Nichtsdestotrotz entstehen virtuellen Inkubatoren Kosten für Personal, aber auch vermehrt Reisekosten.[296] Zudem entfallen etwaige Mietkosten, die Gründer für die Inanspruchnahme von Räumlichkeiten zu entrichten hätten. Aus Sicht der Inkubatoren birgt der Faktor der Ortsungebundenheit folglich auch versteckte Kosten.

Aus Gründersicht besteht aufgrund ortsungebunden Online-Charakters virtueller Inkubatoren die Möglichkeit in vorhandenen Räumlichkeiten oder sogar im Home-Office seine Tätigkeit weiterzuführen. Ebenso wird die Kontaktaufnahme und fortlaufende Zusammenarbeit durch die zunehmende Vernetzung über das Internet erleichtert.

4.2.3.1.1.2.2 Company Builder

Company Builder stellen eine Weiterentwicklung von privaten Inkubatoren dar.[297] Sie umfassen meist erfahrene Entrepreneure und VC-Gesellschaften, die bereits Erfahrungen mit der Gründung von vorzugsweise online agierenden Unternehmensformen gesammelt haben.[298] Zur Umsetzung eigener Geschäftsideen greifen sie auf interne, aber auch externe Entrepreneure zurück, um in Kooperation mit diesen Startups zu gründen. Das Gründerteam umfasst deshalb bereits oftmals gestellte Gründern und extern gesuchte Mitarbeitern.

Häufig werden nach dem Copy-Paste-Verfahren bereits erprobte Geschäftsmodelle kopiert und auf neue Märkte projiziert.[299] Dies bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass bereits etablierte Geschäftsideen umgesetzt wird, aufgrund der flexiblen Rahmenbedingungen, haben auch Neugründer gute Chancen, mit Hilfe von Company Buildern extern zugetragene Startup Ideen zu verwirklichen. Als bekanntester Company Builder in Deutschland agiert Rocket Internet. Company Builder greifen folglich bereits ab dem Punkt der Ideenfindung – ähnlich wie die im weiteren Verlauf vorgestellten Acceleratoren – in den Entwicklungsprozess ein, wodurch sie Startups noch früher unterstützen als typische Inkubatoren.

Vor allem für unerfahrene Neugründer sind Company Builder von Vorteil, da sie diesen ermöglichen, Kontakte und eigene Netzwerke aufzubauen, die im späteren Unternehmerleben von Vorteil sein können. Zudem sind Entrepreneure finanziell abgesichert, da sie kein Eigenkapital investieren müssen, wie es sonst im Regelfall nötig ist.

Nachteilig erweist sich jedoch oftmals die Abhängigkeit von den Inkubatoren, da diese schlussendlich der Hauptprofiteur von einem erfolgreichen Startup sind. Die Tätigkeit in einem Startup kommt folglich mehr einem Angestelltenverhältnis gleich. Dies schränkt auch die Möglichkeit ein, eigene Geschäftsideen umzusetzen und sich selbst zu verwirklichen, da letztlich nur vorgegebene Geschäftsideen realisiert werden.

4.2.3.2.1.2 Zahlen & Fakten

Vor allem im Rahmen der „New Economy“ traten in Deutschland Inkubatoren ab Mitte der 1990er Jahre durch die verstärkte Unterstützung von IKT-basierten Startups in Erscheinung.[300] Bis zur Jahrtausendwende erlebte die Szene einen wahren Boom, bevor es mit dem Platzen der Dotcom-Blase (s. Punkt 4.2.1.1.4) zur Stagnation kam. Viele Inkubatoren verschwanden wie die unterstützen Startups vom Markt oder adaptierten ein neue Geschäftsmodelle.[301] Gleichzeitig sank die Zahl der Inkubatoren-Neugründungen stark. Während in Deutschland die Zahl der Inkubatoren seitdem nur schwach gestiegen ist,[302] erlebt der Inkubatorenmarkt im europäischen Raum seit 2008 einen wahren Boom, wobei Rate der Neugründungen von Inkubatoren und Acceleratoren sprunghaft um das Doppelte angestiegen ist.[303] Obwohl vor allem im unternehmensbezogenen Sektor seit 2010 überproportional viele Inkubatoren gegründet werden, steigt die Zahl der aktiven Inkubatoren in Deutschland kaum.[304] Dies ist auf die große Zahl von gleichzeitigen Schließungen solcher TGZ zurückzuführen. Dabei ist jedoch beobachtbar, dass der Anteil von spezialisierten Inkubatoren hierzulande in den letzten Jahren immer mehr gewachsen ist, während „klassische“ Inkubatoren zunehmend verschwinden. Dabei stehen vor allem wissensbasierte Wirtschaftszweige wie die Biotechnologie im Fokus der neu initiierten TGZ.[305]

Aufgrund dieses volatilen Umfelds fällt es schwer, die aktuelle Zahl von aktiv agierenden Inkubatoren festzuhalten. So ging der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie-und Gründerzentren e.V. im Jahr 2014 von 367 Inkubatoren in Deutschland insgesamt aus.[306] Von diesen Inkubatoren und Gründerzentren sind 158 im BVIZ organisiert.[307] Rund 100 Inkubatoren in Deutschland sind dabei auf eine spezifische Branche spezialisiert.[308] Weitere 40 entfallen dabei auf private Inkubatoren und Company Builder.[309] Die Wichtigkeit von institutionellem Inkubatoren zeigt sich bei der Betrachtung der DAX30-Unternehmen. So unterhalten nicht nur Industrieunternehmen verschiedenster Branchen, sondern auch vermehrt Banken und Versicherungen Inkubatoren, um von der Startup-Ökonomie zu profitieren. Grafik Nr. 6 im Anhang zeigt dabei die bekanntesten deutschen Inkubatoren. Daneben existieren diverse Partnerprogramme und konzernübergreifende Kooperationen, aber auch konzernunabhängige Inkubatoren.

Laut BVIZ sind so in den letzten 30 Jahren 40.000 neue Unternehmen mit mehr als 260.000 Stellen entstanden. Beachtlich ist dabei auch die Überlebensquote von mehr als 90 Prozent dieser Unternehmen.[310] Dem ist jedoch hinzuzufügen, dass der BVIZ nur rund jeden zweiten Inkubator repräsentiert.[311] Ebenso ist nicht bekannt, welcher Anteil davon auf junge Wachstumsunternehmen entfällt. Nichtsdestotrotz kann festgehalten werden, dass Inkubatoren Startups die Chance bieten, Fortschritte zu erzielen, die andernfalls nur in einer wesentlich längeren Zeitspanne möglich gewesen wären. Die Teilnahme an Förderprogrammen erhöht zudem die Erfolgswahrscheinlichkeiten junger Unternehmen.

4.2.3.1.2 Business Acceleratoren

Der aus dem Lateinischen stammende Begriff kann mit „Beschleuniger“ übersetzt werden. Häufig wird der Begriff mit dem des Inkubatoren synonym verwendet oder als Teil des privaten Inkbuatorenmarktes angesehen.[312] Aufgrund des erweiterten Grundkonzepts werden sie auch als „Inkubator 2.0“ klassifiziert.[313] Bei genauer Betrachtung zeigen sich jedoch Unterschiede hinsichtlich Entwicklungsphase in denen sie ansetzen, Kapitalsumme und insbesondere im Geschäftsmodell. Während Inkubatoren „Brutkästen“ für interne Ideen sind, dienen Acceleratoren als „Boot Camp“ zur Unterstützung externer Gründerteams.[314] Dieser Ausbildungslagercharakter spiegelt sich oftmals darin wieder, dass Gründer zeitlich begrenzt in speziellen Einrichtungen arbeiten und sogar leben. Die Analogie zu einem „Trainingslager“ zeigt sich auch im geringeren zeitlichen Umfang. Während Inkubatoren Programme meist auf wenige Jahre ausgelegt sind, umfasst der Zeitrahmen bei Acceleratoren nur wenige Monate, bis ein marktreifes Produkt an einem sog. „Demo Day“ präsentiert werden soll.[315] Weiterhin unterstützen Inkubatoren, Gründer bei der Umsetzung bereits ausgearbeiteter Geschäftskonzepte, während die Hilfe von Business-Beschleunigern weitaus früher – teilweise bereits in der Pre-Seed-Phase – genutzt wird, wenn Geschäftsideen erst noch konkretisiert werden müssen.[316] Deshalb wird oftmals auch von Seed Acceleratoren gesprochen. Dadurch wird die Attraktivität von Startups für weitere Investitionen durch andere Kapitalgeber wie VC-Gesellschaften gesteigert.

Acceleratoren werden vermehrt im Umfeld von Großkonzernen gegründet, um die eigene Innovationsstrategie durch Synergieeffekte voranzutreiben. Genau wie bei Inkubatoren umfasst das Angebot der Acceleratoren eine Reihe an Unterstützungsleistungen wie die Bereitstellung von Büroräumen, strategischer und technischer Beratung und Coaching. Die finanzielle Unterstützung durch Acceleratoren-Programme erstreckt sich im europäischen Durchschnitt auf 41.000 Euro, Deutschland mit zwischen 70.000 und rund 155.00 Euro rangiert nach Frankreich jedoch weit überdurchschnittlich. Dieser Trend setzt sich auch bei den Unternehmensbeteiligungen fort. Während im europäischen Durchschnitt Acceleratoren im Mittel acht Prozent Unternehmensanteile erhalten, stellt Deutschland mit einer durchschnittlichen Beteiligungsquote von knapp 20 Prozent abermals einen Sonderfall dar.[317] Gründer müssen folglich abwägen ob die operative und die begrenzte finanzielle Unterstützung den Verlust von relativ vielen Geschäftsanteilen und somit einen etwaigen Kontrollverlust ausgleicht.

Obwohl es weltweit seit über zehn Jahren Acceleratoren-Programme gibt, scheint sich die Acceleratoren-Szene in Deutschland erst in den letzten Jahren zu entwickeln. So ist die Acceleratoren-Szene in Deutschland mit etwas mehr als 30 Programmen relativ überschaubar, wobei jedoch im Jahr 2015 allein mehr als zehn gegründet wurden.[318] Zudem befinden sich über die Hälfte der Acceleratoren in Berlin.[319] Dieser regionale Charakter wird jedoch durch die zunehmende internationale Tätigkeit von weltweit agierenden Business Acceleratoren kompensiert, was ein Differenzierungsmerkmal zu national tätigen Inkubatoren darstellt. So wird es Gründern ermöglicht, über die deutschen Landesgrenzen hinaus Erfahrungen zu sammeln. Als Beispiel lässt sich hier der amerikanische Accelerator Y Combinator nennen. Dieser ermöglicht es zunehmend auch deutschen Gründern, die eigene Geschäftsidee während eines dreimonatigen Aufenthalts im Silicon Valley weiterzuverfolgen. Als weitere international ausgerichtete Acceleratoren haben sich in den letzten Jahren im europäischen Raum Seedcamp und das Startup Bootcamp etabliert.

Ebenso zeigen sich Unterschiede beim angestrebten Wachstum. Während Inkubatoren ein individuelles Wachstum anpeilen, versuchen Acceleratoren – mitunter aufgrund des zeitlich beschränkten Rahmens – unterstützte Startups zu rapidem Wachstum zu verhelfen.[320] Dies schlägt sich auch im Branchenfokus von Acceleratoren nieder. Hierbei stehen Internetprodukte und mobile Apps im Vordergrund, da in diesen Segmenten bereits mit geringem Budget ein starkes Wachstum forciert werden kann.[321]

Unabhängig davon, ob sich Entrepreneure für die Weiterentwicklung von vorgegebenen Ideen seitens Inkubatoren bzw. Company Buildern entscheiden oder eigene Ideen durch die Mithilfe von Acceleratoren realisieren wollen, bei der Auswahl des Partners sollten verschiedene Aspekte im Vorfeld geklärt werden. Hierzu gilt es Branchenfokus, Standort und Unterstützungsleistungen mit den eigenen Präferenzen abzugleichen und rechtzeitig Bewerbungen einzureichen, da viele Corporate-Startup Partnerschaften jährlich nur ein bestimmtes Kontingent an Plätzen anbieten und deshalb straffe Deadlines verfolgen. Eine Übersicht über die bekanntesten Acceleratoren befindet sich hierzu im Anhang.

4.3. Kreditfinanzierung

Durch Kredite wird Unternehmen Fremdkapital seitens Banken und Sparkassen für eine befristete Zeit zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung erfolgt in Form von regelmäßig anfallenden Zins- und Tilgungszahlungen. Die Kapitalgeber fungieren dabei als Gläubiger und erhalten weder Kontroll- noch Mitspracherechte. Unternehmer bleiben folglich alleiniger Eigentümer des Unternehmens.

4.3.1 Bankkredite & -darlehen

Bankkredite und -darlehen stellen nicht nur für Privatpersonen eine häufig genutzte Form der Fremdkapitalbeschaffung von außen dar. Bankkredite sind dabei kurzfristig ausgerichtet, während Darlehen eine mittel- bis langfristige Laufzeit haben. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit aus Startup-Sicht werden beide Begriffe im Folgenden synonym verwendet.

Speziell vor der Prognose einer länger andauernden Niedrigzinsphase kann die Unternehmensfinanzierung durch Bankkredite aufgrund erleichterter Rückzahlungsmodalitäten eine attraktive Finanzierungsform darstellen. Vor allem bei etablierten Unternehmen sind gewerbliche Kredite eine der wichtigsten Quellen zur Deckung des Finanzierungsbedarfs. Kreditnehmer schätzen Bankkredite vor allem aufgrund der unbürokratischen, schnellen und günstigen Aufnahmemöglichkeit.[322] Dennoch greifen nur wenig junge Unternehmen auf die Kreditfinanzierung zurück, um Investitionen finanzieren zu können. [323] Dies ist vor allem auf den problematischen Zugang zu Krediten zurückzuführen, den über ein Drittel der jungen Unternehmen einer BITKOM-Studie zufolge als zu schwierig beurteilten.[324] Startup-Gründer empfinden es dabei problematisch, nötige Sicherheiten wie etwa bestimmte Sachwerte und eine entsprechend hohe Eigenkapitalquote vorzuweisen.[325] Aufgrund des oftmals relativ jungen Alters von Startup-Gründern fehlt es dabei nicht nur an Unternehmenssicherheiten, sondern vor allem auch an privaten Sicherheiten. Diese sind jedoch bei der Kreditaufnahme von essenzieller Bedeutung, wie eine im Jahr 2014 von der KfW Bankengruppe durchgeführte Umfrage zeigt. So werden rund 63,2 Prozent der Kreditanfragen durch Banken wegen unzureichender Sicherheiten abgelehnt, 37,2 Prozent hingegen wegen einer zu geringen Eigenkapitalquote und weitere 36,8 Prozent aufgrund einer zu geringen Rentabilität des nachfragenden Unternehmens.[326]

Ebenso können junge Wachstumsunternehmen – je nach Phase im Unternehmenslebenszyklus – weder einen Businessplan noch Erfahrungswerte vorweisen, weshalb Banken aufgrund des hohen Risikos oftmals die Kreditvergabe ablehnen. Dies zeigt sich auch im Vergleich der gescheiterten Kreditverhandlungen mit den jeweiligen Umsatzgrößen der nachfragenden Unternehmen. So scheiterten über ein Drittel der Verhandlungen über mittel- oder langfristige Kredite mit Unternehmen die weniger als eine Mio. Euro Umsatz vorweisen konnten. Vor allem im Vergleich zu allen gescheiterten Ablehnungen stellt das einen sehr hohen Wert dar. Weiterhin zeigt sich, dass die Quote erfolgreicher Kreditverhandlungen mit der Größe des Umsatzes direkt korreliert.

Abb. 28: Gescheiterte Kreditverhandlungen nach Umsatzgröße

[327]

Daraus lässt sich die Wichtigkeit von Umsätzen als Sicherheit für die Aufnahme von Krediten ableiten. Aufgrund des begrenzten Vorhandenseins dieser bei jungen Unternehmen, nehmen klassische Bankkredite- und -darlehen bei der Startup-Finanzierung nur eine nachrangige Rolle ein. Erst ab der Third Stage und darüber hinaus, wenn Startups Umsätze erzielen und eine gewisse Eigenkapitalquote vorweisen können, steigt die Bedeutung von Banken als Fremdkapitalgeber.[328]

Vor allem für innovative Startups mit hohem F&E Aufwand und langer Vorlaufzeit ist die Aufnahme eines Bankkredits fast unmöglich. Eine Ausnahme bilden hingegen jedoch schnell wachsende Startups, die innerhalb des ersten Jahres die Gewinnschwelle erreichen konnten, können jedoch aus Bankensicht geeignete Kreditnehmer darstellen. Als zusätzliche Sicherheit für einen Kredit kann hierzu eine Bürgschaft durch Dritte dienen.

Das wirkliche Potenzial der Finanzierung durch Bankkredite erschließt sich bei Betrachtung der jährlich vergebenen Kreditsummen an Unternehmen und Selbständige. Die im Jahr 2015 vergebene Kreditsumme von 1.314,1 Mrd. Euro beträgt ein Vielfaches der Addition der Summen anderer Methoden der Startup-Finanzierung und gleichzeitig über das Doppelte des Sparvermögens von Privatbürgern in ganz Deutschland (s. Punkt 2.4.2.2).[329] Ins Verhältnis gesetzt entspricht die durch Beteiligungskapital vergebene Finanzierungssumme von 5,34 Mrd. Euro weniger als 0,4 Prozent.[330] Folglich zeigt sich, dass Banken vor allem in den Later Stages eine wichtige Rolle einnehmen, um den hohen Kapitalbedarf von mehreren Millionen Euro decken zu können.

4.3.2 Förderkredite & -darlehen

Neben den in Punkt 4.2.1.2 vorgestellten Fördermitteln, die hauptsächlich auf die unternehmerische Unterstützung von Startups abzielen, gibt es diverse Förderdarlehen, die jungen Unternehmen finanzielle Unterstützung versprechen. Diese richten sich vor allem an Unternehmen, die die Voraussetzungen zur Aufnahme herkömmlicher Bankkredite nicht erfüllen.

Diese von Bund, Ländern und EU unterstützten Förderprogramme bieten vor allem in der Früh- und Wachstumsphase von Startups günstigere Konditionen. Häufige Merkmale sind etwa eine niedrige und langfristig fixierte Verzinsung unter Marktniveau, eine überdurchschnittliche Laufzeit oder Tilgungsstundungen. Ebenso wird bei der Vergabe von Förderdarlehen ein geringerer Fokus auf materielle Sicherheiten oder eine hohe Eigenkapitalquote gelegt. Hierdurch können vor allem Unternehmen mit begrenzten liquiden Mitteln profitieren ohne Unternehmensbeteiligungen abgeben zu müssen.

Der Weg zu Förderdarlehen erfolgt über die jeweilige Hausbank, die nach erfolgreicher Prüfung des Geschäftskonzepts den erforderlichen Antrag bei einer Förderbank als Refinanzierungsinstitut stellt. Bei Bewilligung wird die Kreditsumme ihrerseits an die zu unterstützenden Startups weitergeleitet. Diese haften der Hausbank gegenüber, während diese wiederum der Förderbank gegenüber für die gesamte Kreditsumme haftet. Diese Haftung wird jedoch häufig durch sog. Haftungsfreistellungen reduziert, indem Förderbanken den Hausbanken einen Teil der Haftung erlassen, womit es zur Risikoteilung kommt. Hierdurch steigt die Attraktivität der Startup-Finanzierung aus Sicht der Banken und Sparkassen.[331] Neben den nachfolgend vorgestellten Fördermaßnahmen, gibt es zahlreiche Förderprogramme die direkt bei der bundeslandspezifischen Förderbank direkt beantragt werden können.

4.3.2.1 ERP-Kapital für Gründung

Das von der KfW initiierte „ERP-Kapital für Gründung“ ist ein Darlehen, das sich in erster Linie an Unternehmen richtet, die weniger als drei Jahre am Markt aktiv sind.

Voraussetzung zur Aufnahme ist ein angepeilter nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg. Zudem werden von dem Gründer fachliche und kaufmännische Qualifikationen gefordert, sowie ausreichend unternehmerischer Einfluss, der sich aufgrund eines Gesellschaftsanteils von mindestens zehn Prozent ergibt. Das Startup selbst muss dabei die EU-Richtlinien für KMU erfüllen, welche eine Mitarbeiterzahl von weniger als 250 und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro vorschreibt. Ebenso müssen Antragsteller in den alten Bundeländern mindestens 15 Prozent (neue Bundesländer: 10) der gesamten förderfähigen Kosten in Form von Eigenkapital einbringen.[332]

Der Kredithöchstbetrag umfasst maximal 500.000 Euro je Antragsteller und kann in mehreren Einzelanträgen erfolgen. Die Laufzeit des Nachrangdarlehen beträgt 15 Jahre, wobei die ersten zehn Jahre eine Zinsbindung besteht. Der Programmzinssatz orientiert sich dabei an der Entwicklung des Kapitalmarktes. Der Sollzins beläuft sich unabhängig von der Sicherheiten- und Risikobeurteilung in den neuen Ländern und Berlin im ersten bis dritten Jahr der Kreditlaufzeit 0,4 und anschließend 2,4 Prozent, während er in den alten Ländern in den ersten drei Jahren 0,65 und danach 2,65 Prozent beträgt. Dabei sind die ersten sieben Jahre tilgungsfrei, so dass nur Zinsen plus Garantieentgelt gezahlt werden müssen. Die Abzahlung nach der tilgungsfreien Zeit beläuft sich auf 31 gleich hohe vierteljährliche Raten und einer Schlussrate zuzüglich der Zinsen auf den noch offenen Betrag. Zudem fällt ein Garantieentgelt von jährlich ein Prozent auf den jeweils offenen Kreditbetrag an. [333]

Ein weiterer Vorteil aus Gründersicht ist die fehlende Notwendigkeit, Sicherheiten vorweisen zu müssen, um den Kredit beantragen zu können. Im schlimmsten Fall haften Gründer jedoch mit ihrem Privatvermögen.[334] Im Erfolgsfall kann das ERP-Kapital aufgrund seines eigenkapitalähnlichen Charakters die zukünftige Aufnahme von Fremdkapital erleichtern.

4.3.2.2 ERP-Gründerkredit

Der ERP-Gründerkredit unterstützt aufgrund seiner Ausprägungen sowohl Neugründungen, als auch auf größere Gründungsvorhaben. Während das Förderprogramm „StartGeld“ vor allem auf kleinvolumige Gründungsvorhaben abzielt, stehen beim „Universell“-Programm großvolumige Förderprojekte im Fokus.

4.3.2.2.1 ERP-Gründerkredit – StartGeld

Aufgrund der Ähnlichkeit zum ERP-Kapital für Gründung fallen beim StartGeld die von Startups zu erfüllenden Voraussetzungen ähnlich aus. Durch den Fokus auf kleinere Unternehmen dürfen Startups jedoch nur eine Mitarbeiterzahl von weniger als 50 und einen Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme von 10 Mio. Euro aufweisen, um als förderfähige Unternehmen anerkannt zu werden. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit darf hierbei maximal fünf Jahre zurückliegen.[335]

Zur Finanzierung von Startups werden deshalb geringere Beträge von bis zu 100.000 Euro, wovon maximal 30.000 Euro für Betriebsmittel genutzt werden dürfen. Die Laufzeit kann dabei bis zu fünf oder bis zu zehn Jahre betragen und umfasst eine tilgungsfreie Anlaufzeit von einem bzw. zwei Jahren. Die maximale Geldsumme kann dabei in maximal zwei Finanzierungsrunden eingesammelt werden.[336] Ein weiteres Differenzierungsmerkmal zum ERP-Kapital für Gründung ist der jährlich gleichbleibende Zinssatz, der Gründern eine größere Planungssicherheit verspricht. Der Sollzins beläuft sich bei fünfjähriger Laufzeit dabei auf 2,05 und bei zehnjähriger Kreditaufnahme auf 2,7 Prozent.[337]

Als Vorteil aus Gründersicht ist die fehlende Notwendigkeit eines Eigenkapitalanteils, wodurch vor allem Neugründungen aufgrund der hohen Kapitalbindung profitieren.

Aufgrund des höheren Risikofaktors der Finanzierung von neugegründeten Unternehmen, entlastet das ERP-Programm die durchleitenden Kreditinstitute beim ERP-Gründerkredit StartGeld durch eine geringere Haftungsfreistellung von 80 Prozent im Vergleich zum ERP-Kapital für Gründung mit 100 Prozent.[338]

4.3.2.2.2 ERP-Gründerkredit – Universell

Mit einem Kreditbetrag von bis zu zehn Mio. Euro zielt der ERP-Gründerkredit Universell auf größere Gründungsvorhaben ab. Dies spiegelt sich auch in der hohen Kreditsumme von bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben wider. Dies zeigt sich auch in risikoabhängigen Zinsen, welche von einem bis hin zu über acht Prozent betragen können. Die Zinsen werden dabei von der Hausbank aufgrund der Bonität des Kreditnehmers festgelegt. [339] Diese wird anhand der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie dem Wert der verfügbaren Sicherheiten bemessen.

Aufgrund des höheren Ausfallrisikos wegen der hohen, vermittelten Kapitalvolumina, gestalten sich auch die Aufnahmevoraussetzungen diffiziler. Während Hausbanken früher noch das Risiko eines Kreditausfalls allein getragen haben, wird inzwischen eine Haftungsfreistellung von 50 Prozent auf die Hausbanken abgewälzt.

Wie auch beim ERP-Kapital für Gründung richtet sich der universelle Gründerkredit vornehmlich an KMU, was sich auch in den selben Aufnahmerichtlinien widerspiegelt. Gründern stehen dabei verschiedene Laufzeitvarianten von fünf, zehn oder 20 Jahren zur Wahl, wobei das tilgungsfreie Anlaufjahr ein Jahr bzw. zwei oder drei Jahre beträgt.[340]

Egal, ob sich Gründer für klassische Bankdarlehen oder Förderdarlehen entscheiden, bei der Entscheidung zur Kreditaufnahme gilt es diverse Aspekte zu beachten. So gestaltet sich die Kreditaufnahme unabhängig von Kreditform häufig relativ kompliziert und bürokratisch. Neben der Vorlage eines Businessplans muss eine Vielzahl von Formularen eingereicht werden. Zudem gilt es für Startups, die Konditionen der einzelnen Banken und Programme zu vergleichen, wobei vor allem auf versteckte Kosten geachtet werden sollte. Als wichtigster Beurteilungsfaktor sollte nicht der Sollzins, sondern der effektive Jahreszins herangezogen werden. Dieser umfasst den Sollzins, Gebühren wie etwa Bearbeitungs- und Bereitstellungsgebühren, aber auch etwaige Provisionen die Kreditaufnahme finanziell erschweren. Ebenso müssen aber auch etwaige Rückzahlraten und Laufzeiten beachtet werden. Als wichtigster Beurteilungsfaktor sollte darüber hinaus statt dem Sollzins, der effektive Jahreszins berücksichtigt werden. Nur so können objektive Aussagen zur Eignung der jeweiligen Kreditform getroffen werden.

4.3.3 Mikrofinanzierung

Während bei Bank- und Förderdarlehen meist größere finanzielle Unterstützungssummen im Raum stehen, stellen Mikrokredite meist Summen im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich vermittelt. Typischerweise werden diese über das Bankensystem zur Verfügung gestellt. Mit Crowdlending hat sich jedoch in den letzten Jahren eine neue Form der privaten Kreditvergabe etabliert.

4.3.3.1 Mikrokreditfonds

Mit dem „Mikrokreditfonds Deutschland“ verfolgt die Bundesregierung das Ziel der Verbesserung der Finanzierung von kleinen und jungen Unternehmen, die von Banken keine Kredite erhalten. Die im Jahr 2015 erfolgte Neuauflage des Mikrokreditfonds forciert dabei standardisierte Abläufe, verschlankte Prozesse und eine verbesserte Risikosteuerung.[341]

Die als Kleinstkredite zur Verfügung gestellten Mittel werden aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finanziert. Die Aufnahme erfolgt über eines der 16 bundesweiten Mikrofinanzinstitute, die privat organisiert sind oder gemeinnützige Einrichtungen darstellen. Die Kreditprüfung und -vergabe findet in Kooperation mit der GRENKE Bank statt, die das Ausfallrisiko zu 20 Prozent teilen.[342]

Die vergebenen Kreditsummen sind relativ gering und belaufen sich auf 1.000, 5.000 oder 10.000 Euro. Bei erfolgreicher Tilgung eines Erstkredits, können in der Summe bis zu 20.000 Euro Aufgenommen werden. Die hierfür zu entrichtenden Zinsen fallen mit 9,9 Prozent und einer Abschlussgebühr von 100 Euro aus Gründersicht jedoch sehr hoch aus.[343] Die Laufzeit orientiert sich am erwarteten Cash Flow des Kreditnehmers, wobei sie jedoch maximal auf vier Jahre begrenzt ist.[344]

4.3.3.2 Crowdlending

4.3.3.2.1 Charakteristika

Bei Crowdlending („lending based crowdfunding“) handelt es sich im eigentlichen Sinne um eine Unterform des Crowdfinancing (s. Punkt 4.2.2.2).[345] Diese über Internetplattformen vermittelten Mikrokredite in Form von Fremdkapital umfassen Summen von wenigen bis zu einigen tausend Euro. Allgemein wird zwischen Peer-to-Peer-Lending, der Vergabe von Krediten an Privatpersonen und Peer-to-Business-Lending, der Vergabe an Unternehmen bzw. Unternehmer selbst, differenziert. Anders als Crowdlending i.e.S., setzen diese beiden Begriffe jedoch keine größere Anzahl an Kreditgebern voraus. So existiert in Realität oftmals eine 1:1 Beziehung zwischen Kreditgeber und -nehmer. Das bedeutet, dass ein einziger Kreditgeber den gesamten Finanzierungsbetrag stemmt, der letztlich an den Kreditnehmer veräußert wird.

In Deutschland wird Crowdlending vornehmlich im privaten Bereich genutzt und weniger zur Finanzierung von Existenzgründungen.[346] Bei der Bereitstellung von Krediten treten keine Banken als Vermittler auf. Vielmehr spielen vor allem sog. FinTech-Unternehmen und deren schlanke Prozesse (s. Punkt 1) eine tragende Rolle. Im Vergleich zu herkömmlichen Banken, können diese disruptiven Unternehmen aufgrund eines hohen Digitalisierungsgrades und niedrigerem Verwaltungsaufwand, Kreditprüfungskosten im Vergleich zu konventionellen Banken stark senken. Durch die Verschlankung und Vergünstigung des Kreditaufnahmeprozesses wird Gründern deshalb der Zugang zu fremdem Kapital erleichtert. Aber auch aus Investorensicht werden Finanzierungsvorgänge beschleunigt.

Hauptmotivation aus Gründersicht für die Aufnahme von Crowdlending-Krediten ist jedoch der Bedarf von Fremdkapital zur Wachstumsfinanzierung in Kombination mit fehlenden Sicherheiten des eigenen Startups. Da aufgrund der fehlenden Bonität (s. Punkt 1.1) herkömmliche Bankkredite für Jungunternehmen – vor allem in den Frühphasen der Gründung – keine Möglichkeit zur Finanzierung bieten, können Privatkredite eine adäquate Alternative sein. Die höhere Risikobereitschaft schlägt sich jedoch auch in höheren Kreditzinsen nieder, welche Gründer zurückzahlen müssen. Aus Investorensicht begünstigst das eine höhere Rendite, welche sich in monatlichen Zins- und Tilgungszahlungen widerspiegelt. Gleichzeitig ist aber auch der Totalverlust ein Risiko für Gläubiger, wenn der Kredit von den einzelnen Kreditnehmern nicht mehr zurückgezahlt werden kann. Einige Plattformen bieten deshalb Absicherungsmöglichkeiten wie Anleger-Pools, bei denen der Verlust des Tilgungsanteils eines einzelnen Anlegers anteilig von den anderen ausgeglichen wird. Ebenso werden seitens des Forderungsmanagements Maßnahmen bis hin zur Zwangsvollstreckung eingeleitet. Eine Garantie auf eine vollständige Rückzahlung der Investition sind diese Methoden jedoch nicht. Aus diesem Grund ist es für Gläubiger ratsam, Kredite breit zu streuen, um das Verlustrisiko zu minimieren.[347]

Vorteil aus Gründersicht sind geringere Fixkosten, die zur Prüfung der Kreditwürdigkeit anfallen. FinTech-Unternehmen ist es möglich, durch einen hohen Digitalisierungsgrad und niedrigeren Verwaltungsaufwand, Kreditprüfungskosten im Vergleich zu alteingesessenen Banken stark zu senken.

Aufgrund der Fokussierung auf die Vermittlung von P2P-Krediten und des 1:1 Charakters der Finanzierung gestaltet sich die Beantragungsprozedur bei CL weniger komplex als bei anderen crowdtypischen Finanzierungsmaßnahmen (s. Punkt 4.2.2.2.2). So genügt meist die Einsendung von Unterlagen wie etwa Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge, sowie eine Personalausweises-Kopie.[348] Im Unterschied zu CF-Vorhaben bedingt die Aufnahme eines Mikrokredits – je nach Plattform – eine Bonitätsprüfung, wozu etwaige SCHUFA-Einträge geprüft werden. Anhand der dort ermittelten Bewertung wird das Ausfallrisiko ermittelt, welches sich je nach Bewertung in höheren oder niedrigeren Zinsen niederschlägt. Investoren müssen deshalb zwischen Renditechance und Ausfallwahrscheinlichkeit abwägen.

4.3.3.2.2 Akzeptanz

Crowdlending generiert zwar im Vergleich mit CF und CI das größte Finanzierungsvolumen von rund 67 Mio. Euro,[349] wird aber bei einem Großteil der Bevölkerung noch als zu riskant angesehen. So würden lauter einer Umfrage der CreditPlus Bank, neun von zehn Deutschen diese Art der Kreditvergabe weder als Geber noch als Nehmer beanspruchen wollen.[350] Weiterhin wird CL wie bereits erläutert hauptsächlich von Privatpersonen genutzt, weshalb keine Aussagen darüber getroffen werden können, welcher Prozentanteil der aufgenommenen Kredite letztendlich auf Privatpersonen oder Unternehmen entfällt. Zudem ist es neben der direkten Aufnahme von P2B-Krediten durchaus möglich, dass Gründer privat aufgenommene P2P-Kredite in Form einer Selbstfinanzierung (s. Punkt 4.1) zur Startup-Finanzierung verwenden. Dadurch kann keine Aussage zur Attraktivität von CL als Finanzierungsform für Startups getroffen werden. Nichtsdestotrotz lässt sich festhalten, dass aus Unternehmersicht Online-Kredite immer mehr an Attraktivität gewinnen. So gaben rund drei Viertel der von Creditshelf im Rahmen des Finanzierungsmonitors 2016 befragten Unternehmer an, Betriebsmittelkredite zukünftig über Online-Plattformen aufnehmen zu wollen, wenn dies günstiger und unkomplizierter ist.[351]

5. Schlussbetrachtung

5.1 Zusammenfassung

Trotz der Wichtigkeit von innovativen Neugründungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, ist nur ein geringes Interesse seitens potenzieller Gründer zu beobachten. Gründungshemmnisse wie die hohe Misserfolgsquote und die Angst vor dem Risiko des Scheiterns schmälern die Gründungsbereitschaft.

Für diejenigen Gründer, dennoch vorhaben ein Startup zu gründen, hat sich die Finanzierung als eine der größten Hürden erwiesen. Ohne entsprechende finanzielle Mittel ist selbst die innovativste Idee nicht realisierbar und kein Wachstum möglich. Menschen in Deutschland, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen und ein Startup gründen, steht eine Vielzahl an verschiedenen Finanzierungsmethoden offen, die jeweils mit individuellen Chancen und Risiken aus Gründer- und Investorensicht einhergehen.

Dabei stehen die einzelnen Finanzierungsformen jedoch in keiner Konkurrenz zueinander oder schließen sich gegenseitig aus. Vielmehr kann erfolgreichen Frühphasenfinanzierungen ein positiver Signaleffekt zugesprochen werden, wodurch sich junge Unternehmen für spätere Investitionen mit größeren Volumina qualifizieren. Das Modell der Startup-Finanzierung ist deshalb als Stufenmodell anzusehen. Die einzelnen Finanzierungsarten verhalten sich komplementär hinsichtlich Investitionsphasen, Kapitalvolumen und strategischer Unterstützung. Aufgrund der unterschiedlichsten Ausprägungen der einzelnen Finanzierungssorten lässt sich deshalb ein idealtypisches Modell der Wachstumsfinanzierung ausarbeiten. Wegen des volatilen Marktumfelds, unterschiedlicher Wachstumsraten verschiedener Branchen, externen Markteinflüssen aber auch individuellen Beeinflussungsfaktoren handelt es sich dabei jedoch nicht um ein universell einsetzbares Modell.

Je nach Phase im Unternehmenslebenszyklus gehen dabei verschiedene Finanzierungsformen mit spezifischen Vor- und Nachteilen einher, welche Startups sowohl in finanzieller als auch strategischer Hinsicht unterstützen können.

Abb. 29: Finanzierungsformen nach Entwicklungsphase eines Startups

[352]

Aus unternehmerischer Sicht gibt es deshalb keine optimale Form der lebenszyklusorientierten Startup-Finanzierung. Wegen der Eigenarten jeder Methode der Kapitalbeschaffung gilt es zwischen Kontrollverlust aufgrund der Abgabe von Unternehmensanteilen, Rückzahlungsmodalitäten, Umfang der finanziellen und/oder strategischen Unterstützung und anderen Faktoren zu wählen. Neben der derzeitigen Phase im Entwicklungsprozess ist hierbei das zukünftig angepeilte Wachstum eine wichtige Determinante für die Auswahl einer geeigneten Finanzierungsform.

Die Finanzierungsquellen erstrecken sich im Zeitablauf von eigenen Mitteln und den von Familie und Freunden zur Verfügung gestelltem Kapital zur Deckung des initialen Kapitalbedarfs über Förderkredite, öffentliche Förderprogramme in den frühen Gründungsphasen des Startup-Entwicklungsprozesses. Zudem können Corporate-Startup Partnerschaften wie Inkubatoren oder Acceleratoren die nötige strategische Unterstützung bei der Ausarbeitung und Umsetzung der eigenen Geschäftsidee bieten. Im weiteren Verlauf gewinnen finanzielle Investitionen seitens Business Angels oder Crowdinvesting an Bedeutung, um Startups das weitere Wachstum zu ermöglichen und die Finanzierungslücke bis zur Aufnahme von Venture Capital zu schließen. Die weitere Finanzierung in den Spätphasen eines Unternehmens erfolgt meist durch Banken zur Verfügung gestelltes Fremdkapital mithilfe von großvolumigen Krediten. Aber auch der organisierte Kapitalmarkt in Form eines Börsengangs können etablierten Unternehmen helfen, großvolumige Kapitalbeträge einzuwerben. Daneben kann Bootstrapping oder etwa die kurzfristige Aufnahme von Mikrokrediten, über den gesamten Unternehmenslebenszyklus hinweg helfen, die Liquidität des Unternehmens aufrechtzuhalten. In der Konsequenz zeigt sich darüber hinaus die gegenseitige Dependenz der einzelnen Akteure bei der Finanzierung junger Wachstumsunternehmen.

Vor dem Hintergrund der vorherrschenden Nullzinsphase zeigt sich, dass die Finanzierung von Startups aus Sicht von Privatinvestoren als Alternative zu risikobehafteten Anlagemöglichkeiten wie Aktien fungieren kann. Ebenso werden durch die Zunahme von Methoden zur Mikrofinanzierung mit Kleinbeträgen klassische Sparkonten zunehmend redundant.

Aber auch im professionellen und akademischen Sektor zeigt sich eine steigende Akzeptanz der Startup-Unterstützung sowohl in finanzieller, als auch strategischer Hinsicht. So gehen Konzerne und Institutionen vermehrt Corporate-Startup Partnerschaften ein, um Synergieeffekte zu nutzen und mit überschaubarem Risiko Zugang zu Zukunftstechnologien zu erhalten. Daneben stehen natürlich auch finanzielle Interessen im Raum, jedoch nehmen diese oftmals nur eine nachrangige Position ein. Im akademischen Bereich zeigt sich, dass vermehrt Ausgründungen aus Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert werden, um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern.

Bevor Startups jedoch Zugang zu spezifischen Finanzierungsformen erhalten können, gilt es gewisse Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Bewertung des eigenen Unternehmens aus Investorensicht zu verbessern. Hierzu müssen Sicherheiten wie etwa eine hohe Eigenkapitalquote vorgewiesen werden. Daneben sind das Gründerteam, die Geschäftsidee und das Marktumfeld wichtige Beurteilungskriterien aus Sicht der Geldgeber.

In Anbetracht einer großen Diskrepanz zwischen Kapitalnachfrage und -angebot, welches in einem deutlichen Missverhältnis zum angestrebten Wachstum vieler Startups stehen, zeigt sich, dass Startups es auch weiterhin schwer haben werden, benötigtes Kapital einzuwerben.

5.2 Kritische Würdigung

Während etablierte Unternehmen weltweit über Jahrzehnte hinweg die Innovationskraft und Weiterentwicklung der Wirtschaft mitbestimmt haben, nimmt inzwischen die Wichtigkeit von jungen Wachstumsunternehmen als Innovations- und Wirtschaftstreiber deutlich zu. Vor allem in den USA bestimmen innovative IT-Firmen wie Apple und Google die Wirtschaft maßgeblich mit, während es vor allem in Deutschland aufgrund diverser Gründungshemmnisse an solchen Großkonzernen fehlt, die ursprünglich als Startup gegründet wurden. Ebenso zeigt sich in Deutschland eine geringe Akzeptanz der Unterstützung von technologiebasierten Startups seitens des Staates, aber auch durch strategische Investoren und Privatpersonen. Dies ist vor allem auf die Auswirkungen der geplatzten Dotcom-Blase zurückzuführen, die einen finanziellen Rückschlag für viele Unternehmen und Investoren zur Folge hatte. Die gegenläufigen Entwicklungen in anderen innovationsbasierten Industrienationen machen jedoch deutlich, dass ein Umdenken stattfinden muss, damit die deutsche Wirtschaft nicht langfristig ins Hintertreffen gerät.

Zwar lässt sich erkennen, dass sich der Finanzmarkt allmählich von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt, was sich in einem stetig wachsenden Investitionsvolumen und der Entstehung neuer Förderprogramme und Finanzierungsmethoden für Startups widerspiegelt. Vor allem Web 2.0 Technologien erfreuen sich hierbei aus Investorensicht hoher Beliebtheit. Dennoch zeigt sich trotz steigender Startup-Investitionen und einer positiven Zukunftsprognose, dass das Startup-Ökosystem in Deutschland sowohl im europäischen als auch im weltweiten Vergleich noch große Entwicklungsdefizite aufweist. Hierbei stellt nicht nur die geringe Anzahl der jährlichen Startup-Gründungen einen kritischen Faktor dar. Vielmehr zeigt sich trotz einer zunehmenden Professionalisierung und Institutionalisierung der Startup-Gründerszene durch die Gründung branchenspezifischer Verbände und Netzwerke, eine deutliche Intransparenz des Startup-Marktes in der Bundesrepublik Deutschland. Angefangen bei verschiedenen Begriffsauslegungen was Startup-Unternehmen eigentlich sind, über die genaue Anzahl solcher Unternehmen hierzulande bis hin zu Unstimmigkeiten bezüglich des Lebens- und Finanzierungszyklus solcher Unternehmen zeigt sich, dass Startups in Deutschland noch einen relativ geringen Stellenwert einnehmen. Im Zuge dessen muss zukünftig ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stattfinden. Hierzu müssen weitere empirische Studien und Forschungen durchgeführt werden, die die Startup-Szene repräsentativ und vollständig abbilden. Vor allem die Aktualität erhobener Daten stellt einen Kritikpunkt des Status quo der Startup-Szene in Deutschland dar. Es gilt, die Diskrepanz bisheriger Erhebungen aufzuklären und einheitliche Daten zu ermitteln. Nur so können die Eigenheiten und Bedürfnisse von Startups im Vergleich zu etablierten Unternehmen, aber auch herkömmlichen Existenzgründungen adäquat veranschaulicht werden. Das Startup-Ökosystem muss deshalb zukünftig standardisiert, reguliert und gemeingültige Begrifflichkeiten festgelegt werden. Vor allem vor dem Hintergrund des Scheiterns der New Economy und ihren Folgen muss von Seiten des Staates eine Konsolidierung der Startup-Szene stattfinden und Kontroll- und Steuerungsmechanismen geschaffen werden.

Zudem müssen potenzielle Gründer schon frühzeitig zu Schul- und Studienzeiten hinsichtlich der Unternehmensgründung sensibilisiert und praxisorientiertes, unternehmerisches Denken und Handeln vermittelt werden. Nur so kann die Akzeptanz von selbständiger Tätigkeit als reale Alternative zum Arbeitnehmertum gesteigert werden. Daneben muss von Seiten der Politik und Wirtschaft, auch innerhalb der Bevölkerung, ein neues Bewusstsein Startups gegenüber entwickelt werden. Hierzu muss Bundesbürgern die Angst vor dem Scheitern als Gründungshemmnis genommen und die Attraktivität selbständiger Arbeit gesteigert werden. Folglich sind Absicherungsmaßnahmen wichtig, damit Privatpersonen im Falle eines etwaigen Misserfolgs nicht von einer Privatinsolvenz bedroht werden. Ebenso gilt es, das Potenzial von jungen Wachstumsunternehmen zu erkennen und ein Verständnis für die speziellen Belange von Gründern und Startups aufzubauen. Hierzu müssen junge Wachstumsunternehmen nicht nur finanziell, sondern auch mithilfe von erleichterten, rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich dem Abbau von Bürokratie, Steuererleichterungen und praxistauglichen Gesetzen unterstützt werden. Ein höherer Organisationsgrad und zusätzliche Subventionierung der Startup-Szene kann die nötigen Voraussetzungen für höhere Investitionen und gesteigertes Wachstum schaffen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

5.3 Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Wertschöpfungsketten unterschiedlichster Branchen. Dabei wird das Web 2.0 zunehmend durch das Internet der Dinge abgelöst, welches die Vernetzung über stationäre Computer hinaus anstrebt, ersetzt. Vor allem im Rahmen von der Bundesregierung ausgerufenen Zukunftsinitiative „Industrie 4.0“, die auf die Verzahnung der industriellen Produktion mit der Informations- und Kommunikationstechnik abzielt, können Startups deshalb als Kooperationspartner von etablierten Unternehmen eine bedeutende Rolle spielen. Geplante Investitionen von bis zu jährlich 40 Mrd. Euro[353] und ein Wachstumspotenzial von 153,5 Mrd. Euro[354] bis zum Jahr 2020 werden sich positiv auf die Anzahl an Startup-Gründungen auswirken. Aufgrund flacher Hierarchien und der schnellen Entwicklung innovativer Technologien können diese genau die hierfür nötigen Prozesse bedienen. Vor allem der FinTech-Sektor wird sich durch die zunehmende Dezentralisierung des Bankensektors im Rahmen der Blockchain-Technologie zukünftig als wichtige Branche innerhalb der Startup-Szene etablieren und das Gründungsgeschehen fördern.

Der digitale Wandel wird jedoch auch bei der Startup-Finanzierung selbst Einzug halten. Die zunehmende Virtualisierung und Verlagerung von Geschäftsprozessen ins Internet begünstigt sowohl professionelle Investitionen als auch private Investitionen. Insbesondere wegen des Vertrauensverlustes deutscher Anleger in herkömmliche Anlagemethoden aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise sei hierbei vor allem Crowdinvesting als Alternative genannt. Zwar ist das Investitionsvolumen im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen relativ gering, dennoch lässt die bisherige Entwicklung Rückschlüsse über eine weitere positiv verlaufenden Trend zu. Vor allem vor dem Hintergrund des im Jahr 2015 verabschiedeten Kleinanlegerschutzgesetzes und der längerfristig prognostizierten Nullzinsphase kann die Schwarmfinanzierung von Unternehmen sowohl aus Sicht von Privatanlegern als auch strategischen Investoren eine sinnvolle Methode zur Renditeerzielung darstellen.

Durch das Verwachsen der einzelnen Methoden der Startup-Finanzierung könnte zukünftig deshalb eine Symbiose der einzelnen Methoden der Startup-Finanzierung erfolgen. Aufgrund gegenseitiger Abhängigkeitsprinzipen werden deshalb kooperativ getätigte Initiativfinanzierungen durch institutionelle Leadinvestoren zunehmend mit finanziellen Mitteln von privaten Investoren einhergehen („Crowding-in“). Betrachtet man das Sparvolumen deutscher Privatanleger von rund 577 Mrd. Euro, so zeigt sich wie groß der potenzielle Markt hierfür ist. Im Zuge dessen werden konventionelle Finanzinstitute zunehmend das Potenzial des Crowdfunding-Marktes nutzen, so dass nach Schätzungen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Banken im deutschsprachigen Raum eine Kooperation mit einer Crowdfunding-Plattform eingehen bzw. fünf Prozent selbst eine solche betreiben werden.[355] Zudem werden Business Angels vermehrt mit Inkubatoren und Acceleratoren zusammenarbeiten, um schon in den Frühphasen einer Gründung attraktive Startups zu identifizieren und zu unterstützen. Darüber hinaus werden sog. „Super Angels“, Business Angels, die VC-Fonds verwalten zukünftig in ganz Europa eine wichtige Rolle einnehmen. Zukünftig könnte die Startup-Finanzierung und deren Ausprägungen deshalb sowohl als Komplement, als auch Substitut zu geläufigen Anlagemethoden fungieren.

Ebenso wird durch die zunehmende Digitalisierung eine wachsende Internationalisierung von Investitionen einhergehen. Immer mehr Wagniskapitalgeber aus dem Ausland könnten zukünftig Geld in deutsche Wachstumsunternehmen investieren, weil die Bewertungen relativ gering ausfallen.

All diese Faktoren begünstigen zukünftig sowohl die positive Entwicklung von Startups und deren Finanzierungsmethoden, als auch der Wirtschaft selbst.

Anhang

Anh. 1: VC-Investitionen nach Unternehmenszahl im Finanzierungszyklus (in Mio. Euro)

[356]

Anh. 2: Bewertung der Aufnahmemöglichkeit von Risikokapital aus Unternehmenssicht

[357]

Anh. 3: Überblick über deutsche Crowdinvesting Plattformen I

[358]

Anh. 4: Überblick über deutsche Crowdinvesting Plattformen II

[359]

Anh. 5: Google-Suchvolumen von Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending

[360]

Anh. 6: Überblick über ausgewählte Acceleratoren und Inkubatoren in Deutschland

UnternehmenAcceleratorInkubator
Adidas
AllianzAllianz Digital Accelerator
Axel SpringerAxel Springer Plug and Play AcceleratorIdeas

Ideas Engineering

BASF
BayerGrants4AppsCoLaborator
Beiersdorf
BMWTechFounders (BMW, Bosch, Festo, Hypovereinsbank, Munich RE, Siemens)BMW i Ventures
BoschTechFounders (s.o)Robert Bosch Start-up GmbH
CommerzbankMain Incubator
Continental
DaimlerSTARTUP AUTOBAHN
Deutsche BankDeutsche Bank Lab
Deutsche Börse
Deutsche Post
Deutsche TelekomHub:raum
E.ONe:on :agile
FestoTechFounders (s.o)
FielmannFielmann Ventures
Fresenius
Fresenius Medical Care
HeidelbergCement
Henkel
Immobilien ScoutYOU IS NOW
Infineon
Linde
LufthansaLufthansa Innovation Hub
Media-SaturnSPACELAB
MerckMerck Accelerator
METRO GroupMETRO Accelerator powered by Techstars
Münchener Rück
Noerr
ProsiebenSat.1 MediaP7S1-AcceleratorEpic Companies
1st MOVER
RWE
SAPSAP Idea Incubator
SiemensSiemens Technology Accelerator

TechFounders (s.o)

ThyssenKrupp
Volkswagen vz
Vonovia

[361]

DAX30-Konzerne sind fett, aufgelöste Programme rot hervorgehoben.

 

[1] Vgl. Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015), S. 2.

[2] Vgl. Klandt, Heinz (Gründungsmanagement 2006), S. 3.

[3] Vgl. Cowen, Tyler, Zeit Online (Innovationen 2013), S. 1.

[4] Brixy, Udo et al., Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie (GEM 2009), S. 9.

[5] Vgl. Hayn, Marc (Bewertung 2003), S. 19.

[6] Fischer, Barbara (Finanzierung 2004), S. 7.

[7] Vgl. Bitkom (Hrsg.) (Start-up-Gründung 2014).

[8] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 12.

[9] Vgl. Rudolf, Markus/Witt, Peter (Bewertung 2002), S. 20f.

[10] Vgl. Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Hrsg.) (Satzung 2014).

[11] Achleitner, Ann-Kristin, Gabler Wirtschaftslexikon (Start-up-Unternehmen o.J.).

[12] Vgl. Hering, Thomas/Vincenti, Aurelio J.F (Unternehmensgründung 2005), S. 6.

[13] Vgl. Szyperski, Norbert/Nathusius, Klaus (Probleme 1999), S. 31.

[14] Vgl. Ries, Eric (Lean Startup 2011), S. 32ff.

[15] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 12.

[16] Vgl. Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015), S. 6.

[17] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 11f.

[18] Vgl. Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015), S. 4.

[19] Vgl. Volkmann, Christine/Tokarski, Kim Oliver (Entrepreneurship 2006), S. 15.

[20] Vgl. Fallgatter, Michael J. (Entrepreneurship 2004), S. 28.

[21] Vgl. Hayn, Marc (Bewertung 2003), S. 16.

[22] Vgl. Schopper, Christian (Bewertung 2001), S. 283.

[23] In Anlehnung an Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 16.

[24] Vgl. Kulicke, Marianne/Leimbach, Timo, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Venture Capital 2012), S. 3.

[25] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Nathusius Eva (Venture Valuation 2004), S. 5.

[26] Vgl. ebd. S. 5.

[27] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 54.

[28] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Bassen, Alexander/Pietzsch, Luisa (Kapitalmarktkommunikation 2001), S. 31.

[29] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 62.

[30] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 11.

[31] Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 62.

[32] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Nathusius Eva (Venture Valuation 2004), S. 8.

[33] Vgl. CB Insights (Startups o.J.), S. 2.

[34] Vgl. Löher, Jonas et al., Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.) (IfM-Materialien 2015), S. 8.

[35] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 5.

[36] Vgl. Wöhe, Günter/Bilstein, Jürgen/Ernst Dietmar/Häcker, Joachim (Grundzüge 2013), S. 2.

[37] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 42.

[38] Vgl. ebd., S. 5ff.

[39] Vgl. Fundsters (Risikohinweis o.J.).

[40] Vgl. Heinrichs, Nicolas (Bewertung 2009), S. 89.

[41] Eigene Darstellung anhand Daten von Berlin.de – das offizielle Hauptstadtportal (Crowdlending 2013); Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (Studie 2006), S. 3; m27 (Crowdinvesting 2015), S. 20; Pro Aktie (Aktie 2016), S. 12; Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 9; Stocker, Franz, Die Welt (Mietwohnungen 2015).

[42] Vgl. Pro Aktie (Geldanlage 2015), S. 10.

[43] Vgl. Deutsche Bundesbank Eurosystem (Niedrigzinsen 2015).

[44] Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung (Niedrigzinsen 2016).

[45] Vgl. Lending School (Crowdlending o.J.).

[46] Vgl. Stocker, Franz, Die Welt (Mietwohnungen 2015).

[47] Vgl. Nexiga (Pressemitteilung 2016), S. 1.

[48] Vgl. Baum, Heinz-Georg/Coenenberg, Adolf Gerhard/Günther, Thomas (Controlling 2013), S. 86ff.

[49] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2014), S. 14.

[50] Vgl. Kollmann, Tobias (Marktplätze 2001), S. 90.

[51] Eigene Darstellung.

[52] Vgl. Schefczyk, Michael (Venture Capital 2006), S. 28.

[53] Vgl. Kailer, Norbert/Weiß, Gerold (Gründungsmanagement 2012), S. 77.

[54] Vgl. Egeln, Jürgen et al., Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Ursachen 2010), S. 52.

[55] Vgl. Hahn, Christopher (Hrsg.) (Finanzierung 2014), S. 27f.

[56] Vgl. Posner, Dirk (Early-Stage-Finanzierungen 1996), S. 10.

[57] Vgl. Kollmann, Tobias/Börner, Christoph J./Grichnik, Dietmar (Hrsg.) (Entrepreneurial Finance 2005), S. 71f.

[58] Vgl. Sidler, Sonja (Risikokapital-Finanzierung 1996), S. 8f.

[59] Vgl. Knips, Susanne (Risikokapital 2000), S. 10.

[60] Vgl. Kollmann, Tobias/Börner, Christoph J./Grichnik, Dietmar (Hrsg.) (Entrepreneurial Finance 2005), S. 72.

[61] Vgl. Schefczyk, Michael (Venture Capital 2006), S. 24.

[62] Vgl. Förderland, WEKA MEDIA GmbH & Co. KG (Hrsg.) (Early Stages o.J.).

[63] Vgl. Grummer, Jan-Menko/Brorhilker, Jan, Gründerszene, Vertical Media GmbH (Hrsg.) (Finanzierung 2012).

[64] Vgl. Koch, Lambert T./Zacharias Christoph (Gründungsmanagement 2001), S. 180f.

[65] Kollmann, Tobias (Hrsg.) (Unternehmensgründung 2005), S. 213.

[66] Vgl. Hahn, Christopher (Hrsg.) (Finanzierung 2014), S. 30.

[67] Vgl. Koch, Lambert T./Zacharias Christoph (Gründungsmanagement 2001), S. 182.

[68] Vgl. Hahn, Christopher (Hrsg.) (Finanzierung 2014), S. 29.

[69] Vgl. Kulicke, Marianne/Leimbach, Timo, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Venture Capital 2012), S. 22.

[70] Vgl. Kulicke, Marianne/Leimbach, Timo, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Venture Capital 2012), S. 22.

[71] Vgl. Hess, Rolf (Private Equity 2007), S. 38.

[72] Vgl. Koch, Lambert T./Zacharias Christoph (Gründungsmanagement 2001), S. 183.

[73] Vgl. Buschmann, Holger (Turnaround-Management 2006), S. 61.

[74] Vgl. Sixt, Elfriede (Schwarmökonomie 2014), S. 50.

[75] Eigene Darstellung.

[76] Vgl. Hahn, Christopher (Hrsg.) (Finanzierung 2014), S. 29.

[77] Eigene Darstellung.

[78] Vgl. Volkmann, Christine/Tokarski, Kim Oliver (Entrepreneurship 2006), S. 345.

[79] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 22.

[80] Eigene Darstellung.

[81] Vgl. Hayn, Marc (Bewertung 2003), S. 30.

[82] Vgl. André, Lukas (Bewertung 2007), S. 44.

[83] Ebd., S. 44.

[84] Zellmann, Julia/Prengel, Cyril/Lebschi, Christoph CVA (Bewertung 2014), S. 76.

[85] Vgl. ebd., S. 76.

[86] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 61ff.

[87] Vgl. Berkus, Dave (Berkus Method 2012).

[88] Vgl. Payne, Bill (Scorecard Valuation 2011), 3f.

[89] Eigene Darstellung.

[90] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Engel, Roland, European Business School (Inkubatoren 2001), S. 7.

[91] Vgl. Maehrle, Harald/Friedrich, Monika/Jaslowitzer, Stefan (Bewertung 2005), S. 834ff.

[92] Vgl. Dapp, Thomas F./Laskawi, Christoph, Deutsche Bank Research (Crowdfunding 2014), S. 10.

[93] Vgl. Zellmann, Julia/Prengel, Cyril/Lebschi, Christoph CVA (Bewertung 2014), S. 77.

[94] Eigene Darstellung.

[95] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Trendbarometer 2015), S. 12.

[96] Vgl. CB Insights (Unicorn List o.J.).

[97] Vgl. Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Pressemitteilung 2015).

[98] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 35.

[99] Vgl. ebd., S. 16.

[100] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 5.

[101] Eigene Darstellung basierend auf Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 17 und Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 6.

[102] Statistisches Bundesamt (Basistabelle 2014).

[103] Vgl. Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015), S. 2.

[104] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 11.

[105] Vgl. Stadt Bayreuth (Online-Beratungsprogramme 2010).

[106] Vgl. Rink, Anke/Opfermann, Rainer, Statistisches Bundesamt, Wirtschaft und Statistik (Unternehmensdemografie 2013), S. 436.

[107] Vgl. Elfering, Marius, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Startups 2015).

[108] Vgl. Marmer, Max et al. (Startup Genome 2011), S. 10.

[109] Brixy, Udo et al., Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie (GEM 2014), S. 17.

[110] Vgl. Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015), S. 2

[111] Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (Hrsg.) (Pioniergründer 2014), S. 22.

[112] Vgl. FOCUS Online (Crowdinvesting 2015).

[113] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 46.

[114] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2016), S. 8.

[115] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Engel, Roland, European Business School (Inkubatoren 2001), S. 17.

[116] Vgl. Danoglidis, Saki Athanassios, Entwickler.de (Startup-Studie 2015).

[117] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 42.

[118] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 3.

[119] In Anlehnung an Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 42 und 45.

[120] Vgl. Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Koalitionsvertrag 2013), S. 17.

[121] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/Bundesministerium des Innern/ Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) (Digitale Agenda 2014), S. 14.

[122] Eigene Darstellung anhand gewichteter Mittelwerte anhand Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 43 und Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 12.

[123] Vgl. Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015), S. 43 und Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 12.

[124] Eigene Darstellung.

[125] Vgl. Kailer, Norbert/Weiß, Gerold (Gründungsmanagement 2012), S. 73.

[126] Vgl. Downes, John/Goodman, Jordan (Dictionary 2014), S. 63.

[127] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 36.

[128] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 24.

[129] Vgl. Winborg, Joakim/Landstrom Hans (Bootstrapping 2001), S. 243.

[130] Vgl. Roos, Johan/Roos, Goran/Dragonetti, Nicola C. (Capital 1998), S. 44.

[131] Eigene Darstellung.

[132] Vgl. Kollmann, Tobias/Börner, Christoph J./Grichnik, Dietmar (Hrsg.) (Entrepreneurial Finance 2005), S. 69.

[133] Vgl. KfW Bankengruppe (Business Angels 2006), S. 1.

[134] Vgl. Beyer, Denise (Patente 2009), S. 37.

[135] Vgl. Dolzer, Hannes et al. (Unternehmensfinanzierung 2015), S. 26.

[136] Vgl. Eckstaller, Claudia/Huber-Jahn, Ingrid (Private Equity 2006), S. 11.

[137] Vgl. Weitnauer, Wolfgang (Handbuch 2011), S. 4.

[138] Vgl. Prester, Melanie. (Exit-Strategien 2001), S. 24.

[139] Vgl. Weitnauer, Wolfgang (Handbuch 2011), S. 5.

[140] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 53.

[141] Vgl. IHK Schwaben (Eigenkapital / Beteiligungskapital 2011), S. 4.

[142] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 52.

[143] Vgl. Schön, Babette (Performancemessung 2008), S. 7.

[144] Vgl. DRI-WEFA (Economic Impact 2001), S. 1.

[145] Eigene Darstellung.

[146] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 92.

[147] Vgl. Busse, Franz-Joseph (Grundlagen 2003), S. 255.

[148] Vgl. Neubecker, Jochen (Venture Capital 2006), S. 3.

[149] Vgl. Fördermittel-Katalog (Beteiligungsgesellschaften 2005), S. 22.

[150] Vgl. Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (Mittelständische Beteiligungsgesellschaften o.J.).

[151] Vgl. ebd.

[152] Vgl. Fördermittel-Katalog (Beteiligungsgesellschaften 2005), S. 27.

[153] Vgl. Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (Kompendium 2015), S. 2.

[154] Vgl. Busse, Franz-Joseph (Grundlagen 2003), S. 254f.

[155] Vgl. Nagy, Thaddäus (Bewertung 2008), S. 24.

[156] Vgl. Ermisch,Ralf/Thoma, Patrick (Venture Capital 2002), S. 90.

[157] Vgl. Koch, Lambert T./Zacharias Christoph (Gründungsmanagement 2001), S. 192.

[158] Eigene Darstellung.

[159] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 94.

[160] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 78.

[161] Vgl. Dömötör, Rudolf, Wirtschaftskammer Österreich (Angels, VC & Co. 2012), S. 17.

[162] Vgl. ebd., S. 78f.

[163] Vgl. ebd., S. 79.

[164] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 79.

[165] Vgl. Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001), S. 83.

[166] Vgl. Beyer, Denise (Patente 2009), S. 38.

[167] Vgl. Röhl, Klaus-Heiner (Wagniskapitalmarkt 2010), S. 24.

[168] Vgl. Beyer, Denise (Patente 2009), S. 38.

[169] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 62.

[170] Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung (Investitionen 2015).

[171] Eigene Darstellung anhand von BVK-Statistiken, Online: [http://www.bvkap.de/markt/statistiken].

[172] Vgl. Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK-Statistik 2015), S. 6.

[173] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2016), S. 11.

[174] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 61.

[175] Vgl. Giffi, Craig A. et al. (Advanced Technologies 2015), S. 34.

[176] Vgl. Metzger, Georg/Bauer, Albrecht, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Fokus Volkswirtschaft 2015), S. 3.

[177] Vgl. Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK-Statistik 2015), S. 4.

[178] Vgl. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015), S. 9.

[179] Vgl. EXIST (EXIST-Gründerstipendium o.J.).

[180] Vgl. EXIST (EXIST-Gründerstipendium o.J.).

[181] Vgl. Deutscher Bundestag (Unterrichtung 2016), S. 225.

[182] Vgl. High-Tech Gründerfonds (Gründerszene o.J.).

[183] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Gründungsfinanzierung o.J.).

[184] Vgl. Deutscher Bundestag (Unterrichtung 2016), S. 228.

[185] Vgl. Kurtz, Andrea, Business Handel (Wirtschaftsministerium 2016).

[186] Vgl. High-Tech Gründerfonds (Finanzierungskonditionen 2015), S. 1.

[187] Vgl. High-Tech Gründerfonds (Facts & Figures o.J.).

[188] Vgl. KfW Bankengruppe (Innovation 2016), S. 5.

[189] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wagniskapital 2012), S. 2.

[190] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Pressemitteilung 2016).

[191] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wachstumsfinanzierung 2015), S. 1f.

[192] Vgl. ebd.

[193] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (ERP/EIF-Wachstumsfazilität 2016).

[194] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wachstumsfinanzierung 2015), S. 1f.

[195] Vgl. Deutscher Bundestag (Unterrichtung 2016), S. 228.

[196] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wachstumsfinanzierung 2015), S. 3.

[197] Vgl. Coparion (Facts & Figures 2016), S. 8

[198] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wachstumsfinanzierung 2015), S. 3.

[199] Vgl. Coparion (Beteiligungsgrundsätze 2015), S. 2.

[200] Vgl. Coparion (Website o.J.).

[201] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 52.

[202] Vgl. ebd., S. 1.

[203] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Hrsg.) (Business Angels 2015), S. 25.

[204] Vgl. KfW Bankengruppe (Business Angels 2006), S. 3f.

[205] Vgl. Deutsche Startups, DS-Media GmbH (Hrsg.) (Business Angel o.J.).

[206] Vgl. Kulicke, Marianne/Leimbach, Timo, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Venture Capital 2012), S. 39.

[207] Vgl. Braun, Hendrik (Business Angels 2013), S. 25.

[208] In Anlehnung an Coveney, Patrick/Moore, Karl (Business Angels 1998), S. 9ff.; Brettel, Malte/Jaugey, Cyril/Rost, Cornelius (Business Angels 2000), S. 112 und Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 4.

[209] Vgl. Brettel, Malte/Jaugey, Cyril/Rost, Cornelius (Business Angels 2000), S. 144ff.

[210] In Anlehnung an ebd., S. 144ff.

[211] Vgl. Niederöcker, Bettina (Business Angels 2001), S. 282.

[212] Vgl. Bascha, Andreas/Walz, Uwe (Finanzierungsinstrumente 2000), S. 410.

[213] Vgl. Coveney, Patrick/Moore, Karl (Business Angels 1998), S. 54f.

[214] Vgl. Schneck, Ottmar (Handbuch 2006), S. 409.

[215] Vgl. Scott, Shane A. (Gold 2008), S. 140.

[216] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Hrsg.) (Business Angels 2015), S. 30.

[217] Vgl. Redweik, Robert (Organisation 2013), S. 122.

[218] Vgl. Egeln, Jürgen/Gottschalk, Sandra, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Finanzierung 2014), S. 43.

[219] Vgl. EXIST (BAND o.J.).

[220] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Hrsg.) (Business Angels 2015), S. 29.

[221] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Panel Nr. 56 2015).

[222] Vgl. Fryges, Helmut/Gottschalk, Sandra/Licht Georg/Katrhin, Müller (Business Angels 2007), S. 13.

[223] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 114.

[224] In Anlehnung an Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Panel Nr. 56 2015).

[225] Vgl. Egeln, Jürgen/Gottschalk, Sandra, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Finanzierung 2014), S. 25f.

[226] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Panel Nr. 56 2015).

[227] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 53.

[228] Vgl. Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Panel Nr. 56 2015).

[229] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 82.

[230] Vgl. Für Gründer (Business Angels o.J.).

[231] Vgl. Brille, Anken, Handelsblatt (Gesetz 2007).

[232] In Anlehnung an Egeln, Jürgen/Gottschalk, Sandra, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Finanzierung 2014), S. 36.

[233] Vgl. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bekanntmachung 2014), S. 1ff.

[234] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Unternehmensgründungen 2016), S. 29.

[235] Vgl. eMagazin für Gründung und Wachstum erfolghoch2, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Unternehmen 2015), S. 9.

[236] Vgl. Geyer, Anton/Heimer, Thomas, Technopolis Group, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Evaluierung 2010), S. 28f.

[237] Vgl. Egeln, Jürgen/Gottschalk, Sandra, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Finanzierung 2014), S. 29.

[238] Vgl. Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002), S. 65.

[239] Vgl. ebd., S. 58f.

[240] Vgl. ebd., S. 66.

[241] Vgl. Günther, Ute/Kirchhof, Roland (Kultur 2003), S. 50.

[242] Vgl. Zademach, Hans-Martin/Baumeister (Wagniskapital 2013), S. 132.

[243] In Anlehnung an Surowiecki, James (Crowds 2005), S. 280f.

[244] Vgl. Gerecht, Cerstin/Haselbach, Dieter/Theil, Anna (Crowdfunding 2011), S. 16.

[245] Vgl. Rink, Svenja/Wilgeroth, Dagmar, Gemeinsamer Lehrstuhl für Entrepreneurship der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule (Crowdfunding 2015), S. 24.

[246] Vgl. Die Welt (Weltrekord 2014).

[247] Vgl. Carstens, Jakob (3 Millionen 2014).

[248] Vgl. Europäische Kommission (Hrsg.) (Mitteilung 2014), S. 3.

[249] Vgl. IHK München und Oberbayern (Hrsg.) (Crowdfunding 2014).

[250] Vgl. Biering, Benny/Hölzner, Heike/Kortleben, Hanno (Crowdfunding 2014), S. 5.

[251] Vgl. Companisto (Hrsg.) (Crowdinvesting o.J.).

[252] Vgl. Schramm, Melanie/Carstens, Jakob (Startup-Crowdfunding 2014), S. 7.

[253] Vgl. Reiff, Cosima, Relaio (Crowdfunding o.J.).

[254] Vgl. Manchanda, Karish/Muralidharan Pushkala (Crowdfunding 2014), S. 371.

[255] Vgl. Dapp, Thomas F./Laskawi, Christoph, Deutsche Bank Research (Crowdfunding 2014), S. 6.

[256] Vgl. Schramm, Melanie/Carstens, Jakob (Startup-Crowdfunding 2014), S. 7.

[257] Vgl. WSS Redpoint Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Nachrangdarlehen 2016).

[258] Vgl. Rink, Svenja/Wilgeroth, Dagmar, Gemeinsamer Lehrstuhl für Entrepreneurship der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule (Crowdfunding 2015), S. 26.

[259] Vgl. WSS Redpoint Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Nachrangdarlehen 2016).

[260] Vgl. Brokamp, Jürgen et al. (Finanzmanagement 2008), S. 112.

[261] Vgl. Bundesgesetzblatt (Kleinanlegerschutz 2015), S. 3.

[262] Vgl. Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008), S. 102.

[263] Eigene Darstellung.

[264] Vgl. Schneider, Raphaela (Crowdfunding 2014), S. 30.

[265] Vgl. Inci, Yasemin (Crowdinvesting 2014), Deutschland S. 29.

[266] Vgl. Schneider, Raphaela (Crowdfunding 2014), S. 30.

[267] Vgl. Behnisch Hendrik (Crowdinvesting 2012).

[268] Vgl. Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015), S. 1.

[269] In Anlehnung an Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015), S. 2ff.

[270] Vgl. Püschel, Jörg MBW Mittelstandsberatung GmbH (Finanzierung 2016), S. 47.

[271] Vgl. Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015), S. 6.

[272] Vgl. Biering, Benny/Hölzner, Heike/Kortleben, Hanno (Crowdfunding 2014), S. 7.

[273] Biering, Benny/Hölzner, Heike/Kortleben, Hanno (Crowdfunding 2014), S. 10.

[274] Vgl. Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015), S. 7.

[275] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung (Pressemitteilung 2015), S. 1f.

[276] Vgl. Blohm, Ivo et al. (Crowdfunding 2015), S. 10.

[277] Vgl. Pellens, Bernhard/Schmidt, André, Deutsches Aktieninstitut e.V. (Hrsg.) (Aktionäre 2014), S. 15f.

[278] Vgl. Löher, Jonas et al., Petra Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.) (IfM-Materialien 2015), S. V.

[279] Vgl. Bergek, Anna/Norrman, Charlotte (Incubator 2008), S. 20f.

[280] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Engel, Roland, European Business School (Inkubatoren 2001), S. 6.

[281] Vgl. Organisation for Economic Co-operation and Development (Incubators 1997), S. 5.

[282] Vgl. Achleitner, Ann-Kristin/Engel, Roland, European Business School (Inkubatoren 2001), S. 67f.

[283] Vgl. Spath, Dieter/Walter, Achim (Hrsg.) (Innovationen 2012), S. 14

[284] Eigene Darstellung.

[285] Vgl. Gaida, Klemens (Gründen 2.0 2011), S. 19.

[286] Vgl. Spath, Dieter/Walter, Achim (Hrsg.) (Innovationen 2012, S. 14.

[287] Vgl. Zedwitz, Max von (Classification 2003), S. 187.

[288] Vgl. Spath, Dieter/Walter, Achim (Hrsg.) (Innovationen 2012), S. 14.

[289] Vgl. Kley, Marc (Innovationsmanagement 2007), S. 128.

[290] Vgl. Spath, Dieter/Walter, Achim (Hrsg.) (Innovationen 2012), S. 14.

[291] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 32.

[292] Vgl. Triodos, Facet (Hrsg.) (business incubation 2011), S. 26f.

[293] Vgl. Jones, Mark (Technology 1999), S. 10.

[294] Vgl. Triodos, Facet (Hrsg.) (business incubation 2011), S. 12.

[295] Vgl. Tzafestas, Spyros (Incubators 2008), S. 550.

[296] Vgl. Triodos, Facet (Hrsg.) (business incubation 2011), S. 31.

[297] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 31.

[298] Vgl. ebd. S. 32.

[299] Vgl. Sixt, Elfriede (Schwarmökonomie 2014), S. 49.

[300] Vgl. Grimaldi, Rosa/Grandi, Alessandro (Business incubators 2005), S. 113.

[301] Vgl. Die Welt (Inkubatoren 2001).

[302] Vgl. Heilmann, Dirk/Jung, Sven/Reichart, Tim, Handelsblatt Research Institute (Erfolgsfaktoren 2015), S. 30.

[303] Vgl. Salido, Eduardo/Sabás, Marc/Freixas Pedro (Ecosystem 2013), S. 5.

[304] Vgl. Mücke Sturm Company (Hrsg.) (Incubation 2014), S. 3.

[305] Vgl. Schwartz, Michael/Hornych Christoph (Fokus 2010), S. 229.

[306] Vgl. Heilmann, Dirk/Jung, Sven/Reichart, Tim, Handelsblatt Research Institute (Erfolgsfaktoren 2015), S. 30.

[307] Vgl. ADT- Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentrum e.V. (Hrsg.) (Jahresbericht 2015), S. 12.

[308] Vgl. Fichter, Klaus et al. (Analyse 2014), S. 69.

[309] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), S. 32.

[310] Vgl. Bachem, Achim et al. (Deutschland 2015, S. 48.

[311] Vgl. Waeltring, Frank/Dornberger, Utz (Insight Study 2014), 78.

[312] Vgl. ebd., S. 31.

[313] Vgl. Kollmann, Tobias (Inkubatoren 2.0 2011).

[314] Vgl. Thain, Greg/Skey, Alexandra (E-Retail 2015), S. 59.

[315] Vgl. Sherman, Andrew J. (Raising Capital 2012), S. 89.

[316] Vgl. Salido, Eduardo/Sabás, Marc/Freixas Pedro (Ecosystem 2013), S. 9.

[317] Vgl. Salido, Eduardo/Sabás, Marc/Freixas Pedro (Ecosystem 2013), S. 8f.

[318] Vgl. Weber, Eric, Gründerszene, Vertical Media GmbH (Hrsg.) ((Startup-Förderer 2015).

[319] Vgl. ebd.

[320] Vgl. Sepulveda, Fernando, Inc. (Difference 2012).

[321] Vgl. Triodos, Facet (Hrsg.) (business incubation 2011), S. 30.

[322] Vgl. Creditshelf Finanzierungsmonitor S. 12.

[323] Vgl. Bundesverband deutscher Banken e.V. (Hrsg.) (Unternehmensfinanzierung 2014), S. 1.

[324] Vgl. Bitkom (Unternehmensbefragung 2015), S. 13.

[325] Vgl. ebd., S. 12f.

[326] Vgl. Zimmermann, Volker, KfW Bankengruppe (Unternehmensbefragung 2014), S. 34.

[327] Zimmermann, Volker, KfW Bankengruppe (Unternehmensbefragung 2015), S. 30.

[328] Vgl. Tolkmitt, Volker (Bankbetriebslehre 2007), S. 244.

[329] Vgl. Statista GmbH (Bankenbranche o.J.).

[330] Vgl. Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK-Statistik 2015), S. 2.

[331] Vgl. Bundesverband der Freien Berufe (KfW-Gründungsforderung 2011), S. 2.

[332] Vgl. KfW Bankengruppe (ERP-Kapital 2016), S. 1f.

[333] Vgl. KfW Bankengruppe (Formularsammlung 58 2016).

[334] Vgl. KfW Bankengruppe (ERP-Kapital 2016), S. 3f.

[335] Vgl. KfW Bankengruppe (ERP-Gründerkredit – StartGeld 2016), S. 1.

[336] Vgl. ebd., S. 2f.

[337] Vgl. KfW Bankengruppe (Formularsammlung 67 2016).

[338] Vgl. KfW Bankengruppe (ERP-Gründerkredit – StartGeld 2016), S. 4.

[339] Vgl. KfW Bankengruppe (Formularsammlung 68 2016).

[340] Vgl. KfW Bankengruppe (ERP-Gründerkredit – Universell 2016 S. 3.

[341] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Mikrokreditfonds 2015), S. 3.

[342] Vgl. ebd., S. 2f.

[343] Vgl. Mein Mikrokredit (Mikrokredit o.J.).

[344] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Mikrokreditfonds 2015), S. 2.

[345] Vgl. Schramm, Melanie/Carstens, Jakob (Startup-Crowdfunding 2014), S. 7.

[346] Vgl. Rink, Svenja/Wilgeroth, Dagmar, Gemeinsamer Lehrstuhl für Entrepreneurship der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule (Crowdfunding 2015), S. 15.

[347] Vgl. Papon, Kerstin, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Crowdlending 2016), S. 2.

[348] Vgl. Lendico (Geld o.J.).

[349] Vgl. Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015), S. 1.

[350] Vgl. Creditplus Bank (Crowdlending 2016).

[351] Vgl. Creditshelf Finanzierungsmonitor S. 27.

[352] Eigene Darstellung.

[353] Vgl. PwC (Industrie 4.0 2014).

[354] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Industrie 4.0 2015), S. 7.

[355] Crowdfunding 2020: Komplement oder Substitut für die Finanzindustrie S. 11.

[356] Eigene Darstellung anhand von BVK-Statistiken, Online: [http://www.bvkap.de/markt/statistiken].

[357] World Economic Forum (Report 2015).

[358] Eigene Darstellung.

[359] Eigene Darstellung.

[360] Google Trends (Suchanfragen 2016).

[361] Eigene Darstellung.

Literaturverzeichnis

Achleitner, Ann-Kristin, Gabler Wirtschaftslexikon (Start-up-Unternehmen o.J.): Start-up-Unternehmen, Online: [http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/start-up-unternehmen.html#definition], Abruf: 01.05.2016.

Achleitner, Ann-Kristin/Bassen, Alexander/Pietzsch, Luisa (Kapitalmarktkommunikation 2001): Kapitalmarktkommunikation von Wachstumsunternehmen – Kriterien zur effizienten Ansprache von Finanzanalysten, Stuttgart 2001, S. 6.

Achleitner, Ann-Kristin/Engel, Roland European Business School (Inkubatoren 2001): Der Markt für Inkubatoren in Deutschland, Januar 2001, Online: [http://www.cefs.de/files/Inkubatoren.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 6, S. 7, S. 17, S. 67f.

Achleitner, Ann-Kristin/Nathusius Eva (Venture Valuation 2004): Venture Valuation – Bewertung von Wachstumsunternehmen: Klassische und neue Bewertungsverfahren mit Beispielen und Übungsaufgaben, München 2004, S. 5, S. 8.

ADT- Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentrum e.V. (Hrsg.) (Jahresbericht 2015): Jahresbericht 2014 – des ADT- Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentrum e.V., Berlin 2015, Online: [http://www.innovationszentren.de/files/adt-jb_2015.pdf], Abruf: 24.04.2016, S. 12.

André, Lukas (Bewertung 2007): Bewertung und Selektion von Hightech-Start-ups durch Venture Capital-Gesellschaften und Business Angel – Eine empirische Untersuchung, Bern 2007, S. 44.

Bachem, Achim/Barth, Stephan/Bülthoff, Heinrich H./Dressel, Bertram/Encarnação, José Luis/ Esser, Heinz Martin/Fischer, Birgit/Fischer, Rainer/Frisch, Jürgen/Grünwald, Mathias/Hacker, Jörg/Heinrich, Peter/Koch, Lothar/Krull, Wilhelm/May, Thomas/Olbertz, Jan-Hendrik/Rachel, Thomas/Rapp, Markus/Reiter, Thomas/Reuter, Andreas/Riesenhuber, Heinz/Ruppert, Godehard/Sauer, Michaela/Schaper, Alexander/Schöning, Harald/Steiger, Wolfgang/Teuscher, Micha/Teßmer, Jan/Traut, Nina/Ungeheuer, Udo/Wanka, Johanna (Deutschland 2015): Innovation- und Forschungsstandort Deutschland – Chancen und Perspektiven, Online: [http://www.innovationszentren.de/files/buchforschungsstandortdeutschland2014.pdf], Abruf: 24.04.2016, S. 48.

Bascha, Andreas/Walz, Uwe (Finanzierungsinstrumente 2000): Hybride Finanzierungsinstrumente als Anreiz- und Kontrollmechanismen bei Venture Capital, in: Finanzbetrieb 2 (6), S. 410.

Baum, Heinz-Georg/Coenenberg, Adolf Gerhard/Günther, Thomas (Controlling 2013): Strategisches Controlling, 5. Aufl., Stuttgart 2013, S. 86ff.

Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (Kompendium 2015): Kompendium Beteiligungskapital 8, Online: [http://www.baybg.de/fileadmin/templates/images/Newsletter/2015-11/Kompendium_2015_-_8.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 2.

Behnisch Hendrik (Crowdinvesting 2012): Crowdfunding: das Alles-oder-Nichts-Prinzip, 25.05.2012, Online: [http://politik-digital.de/news/crowdfunding-das-alles-oder-nichts-prinzip-116892], Abruf: 25.04.2016.

Bergek, Anna/Norrman, Charlotte (Incubator 2008): Incubator best practice: A framework, in: Technovation 28 1-2, S. 20f.

Berkus, Dave (Berkus Method 2012): The Berkus Method: Valuing an Early Stage Investment, 25.03.2012, Online: [http://berkonomics.com/?p=1214], Abruf: 10.06.2016.

Berlin.de – das offizielle Hauptstadtportal (Crowdlending 2013): Crowdlending: Wann Privat-Kredite sich rechnen, 24.10.2013, Online: [http://www.berlin.de/special/finanzen-und-recht/geldanlagen-und-kredite/3231474-2625158-crowdlending-wann-privatkredite-sich-rec.html], Abruf: 03.06.2016.

Beyer, Denise (Patente 2009): Patente und Venture Capital – Die Bedeutung von Patenten bei der Auswahl von Beteiligungen in der Early Stage-Phase, Hamburg 2009, S. 37, S. 38.

Biering, Benny/Hölzner, Heike/Kortleben, Hanno (Crowdfunding 2014): Zukunftsperspektiven im Crowdinvesting – Eine Analyse der Entwicklung in Deutschland zwischen 2011 und 2014, EFNW AN-Institut der Universität Oldenburg 2014, Online: [http://efnw.de/wp-content/uploads/2014/08/Zukunftsperspektiven-des-Crowdinvesting.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 5, S. 7, S. 10.

Bitkom (Hrsg.) (Start-up-Gründung 2014): Start-up-Gründung bleibt die große Ausnahme, Online: [https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Start-up-Gruendung-bleibt-die-grosse-Ausnahme.html], Abruf: 29.04.2016.

Bitkom (KfW-Unternehmensbefragung 2015): KfW-Unternehmensbefragung – Branchenspezifische Auswertung für die IKT-Wirtschaft, Juni 2015, Online: [https://www.bitkom.org/NP-Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-in-Deutschland/KfW-Unternehmensbefragung-2015.pdf], S. 13.

Blohm, Ivo/Sieber, Eva/Schulz, Moritz/Haas, Philipp/Leimeister, Jan Marco/Wenzlaff, Karsten/Gebert. Michael (Crowdfunding 2015): Crowdfunding 2020: Komplement oder Substitut für die Finanzindustrie, Norderstedt 2015, S. 10.

Braun, Hendrik (Business Angels 2013): Venture Capital-Fonds und Business Angels: Entstehung und Effekt von Kooperationen (Innovation und Entrepreneurship, Wiesbaden 2013, S. 25.

Brettel, Malte/Jaugey, Cyril/Rost, Cornelius (Business Angels 2000): Business Angels – Der informelle Beteiligungskapitalmarkt in Deutschland, Wiesbaden 2000, S. 112, S. 144ff.

Brille, Anken, Handelsblatt (Gesetz 2007): Neues Gesetz – Business Angels unter Druck, Online: [http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/neues-gesetz-business-angels-unter-druck-seite-2/2865972-2.html], Abruf: 18.05.2016.

Brixy, Udo/Hessels, Jolanda/Hundt, Christian/Sternberg, Rolf/Stüber, Heiko, Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie (GEM 2009): Global Entrepreneurship Monitor – Unternehmensgründungen im weltweiten Vergleich, Hannover/Nürnberg 2009, Online: [http://doku.iab.de/grauepap/2009/gem_laenderbericht_2008.pdf], Abruf: 29.05.2016, S. 9.

Brixy, Udo/Sternberg, Rolf/Vorderwülbeck, Arne Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie (GEM 2014): Global Entrepreneurship Monitor (GEM) – Länderbericht Deutschland 2013, Hannover/Nürnberg 2014, Online: [http://doku.iab.de/grauepap/2014/GEM-Laenderbericht-D-2013.pdf], Abruf: 29.05.2016, S. 17.

Brokamp, Jürgen/Ernst, Dietmar/Hollasch, Karsten/Lehmann, Georg/Weigel, Klaus/Barckow, Andreas/Kolb, Susanne/Lemm, Sebastian/Schubert, Frank (Finanzmanagement 2008): Innovatives Finanzmanagement – Mezzanine-Finanzierungen, München 2008, S. 112.

Bundesgesetzblatt (Kleinanlegerschutz 2015): Kleinanlegerschutzgesetz – Bundesgesetzblatt Jahrgang 2015 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 9. Juli 2015, 03.07.2015, Online: [http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__bgbl__%2F%2F*[%40attr_id%3D%27bgbl115s1114.pdf%27]__1462965562104], Abruf: 25.04.2016, S. 3.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bekanntmachung 2014): Richtlinie zur Bezuschussung von Wagniskapital privater Investoren für junge innovative Unternehmen – INVEST–Zuschuss für Wagniskapital, 02.04.2016, Online: [http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/invest/rechtsgrundlagen/richtlinie.pdf], Abruf: 10.06.2016, S. 1ff.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (ERP/EIF-Wachstumsfazilität 2016): Fördersuche – ERP/EIF-Wachstumsfazilität, Online: [http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=views;document&doc=12948], Abruf: 06.06.2016.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Gründungsfinanzierung o.J.): Gründungsfinanzierung, Online: [http://www.bmwi.de/DE/Themen/Mittelstand/Mittelstandsfinanzierung/gruendungsfinanzierung,did=508044.html], Abruf: 24.04.2016.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Industrie 4.0 2015): Industrie 4.0: Volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren für den Standort Deutschland – Eine Studie im Rahmen der Begleitforschung zum Technologieprogramm AUTONOMIK für Industrie 4.0, Online: [https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/F/industrie-4-0-volks-und_20betriebswirtschaftliche-faktoren-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 10.06.2016, S. 7.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Trendbarometer 2015): Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft 2015 – Kurzstudie zum Gründerwettbewerb – IKT Innovativ, August 2015, Online: [http://www.gruenderwettbewerb.de/service/publikationen/trendbarometer-2015], Abruf: 22.05.2016, S. 12.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Mikrokreditfonds 2015): „Klein, aber fein“ – Neuauflage des Mikrokreditfondsschließt Marktlücke in der Kreditfinanzierung von Kleinstunternehmen, Online: [http://www.bmwi.de/Dateien/BMWi/PDF/Monatsbericht/Auszuege/08-2015-mikrokreditfonds,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 25.05.2016, S. 2, S. 3.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Pressemitteilung 2016): Pressemitteilung – Gabriel: Wir bringen Innovations- und Wachstumsfinanzierung voran- BMWi, EIF und KfW starten neue Instrumente für mehr Risikokapital in Deutschland -, 15.03.2016, Online: [http://bmwi.de/DE/presse,did=757598.html], Abruf: 25.04.2016.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Unternehmensgründungen 2016): Unternehmensgründungen und Gründergeist in Deutschland – Zahlen und Fakten, Januar 2016, Online: [https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/F/factbook-gruenderland-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 18.05.2016, S. 29.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wachstumsfinanzierung 2015): Wachstumsfinanzierung voranbringen –Startschuss für zwei neue Instrumente für mehr Risikokapital in Deutschland, Online: [https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/ergaenzende-informationen-erp-eif-wachstumsfazilitaet,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 26.05.2016, S. 1f, S. 3.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Wagniskapital 2012): Eckpunktepapier Wagniskapital – Deutschland braucht eine neue Gründerzeit, Online: [https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/eckpunkte-wagniskapital,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 25.04.2016, S. 2.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/Bundesministerium des Innern/ Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) (Digitale Agenda 2014): Digitale Agenda 2014 – 2017, München 2014, Online: [https://www.digitale-agenda.de/Content/DE/_Anlagen/2014/08/2014-08-20-digitale-agenda.pdf?__blob=publicationFile&v=6], Abruf: 22.04.2016, S. 14.

Bundesverband der Freien Berufe (KfW-Gründungsforderung 2011): Infoblatt zur Neuregeulung der KfW-Gründungsförderung, 16.02.2011, Online: [http://www.freie-berufe.de/fileadmin/bfb/4_Service/4_Infoblaetter/Infoblatt_zur_Neuregelung_der_Gruendungsfoerderung_110216.pdf], Abruf: 22.04.2016, S. 2.

Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Hrsg.) (Satzung 2014): Satzung – In der Fassung vom 15.09.2014, Online: [https://deutschestartups.org/ueber-uns/verein], Abruf: 29.04.2016.

Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Pressemitteilung 2015): Pressemitteilung – Deutschlands Startups in Zahlen, 22.09.2015 Online: [https://deutschestartups.org/news/pressemitteilung-deutschlands-startups-in-zahlen], Abruf 02.06.2015.

Bundesverband deutscher Banken e.V. (Hrsg.) (Unternehmensfinanzierung 2014): Zur Lage der Unternehmensfinanzierung – Herausforderung Niedrigzinsumfeld, Online: [http://unternehmen.bankenverband.de/media/files/201411-Unternehmensfinanzierung_UAkXUa8.pdf], Abruf: 01.06.2016, S. 1.

Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK-Statistik 2015): BVK-Statistik – Das Jahr 2015 in Zahlen – Vorläufige Ergebnisse, Februar 2016, Online: [http://www.bvkap.de/sites/default/files/page/20150222_bvk-statistik_das_jahr_in_zahlen2015_final.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 2, S. 4, S. 6.

Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (Mittelständische Beteiligungsgesellschaften o.J.): Mittelständische Beteiligungsgesellschaften, Online: [http://www.bvkap.de/beteiligungskapital/finanzierungsanlaesse/mittelstaendische-beteiligungsges], Abruf: 12.06.2016.

Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (Studie 2006): BVK Studie zur Performance deutscher Private Equity-Fonds 2006, Online: [www.bvk-ev.de/media/file/148.BVK-Performance-Studie2006_D_finallayout.pdf], Abruf: 24.04.2016, S. 3.

Buschmann, Holger (Turnaround-Management 2006): Erfolgreiches Turnaround-Management: Empirische Untersuchung mit Schwerpunkt auf dem Einfluss der Stakeholder (Schriften zum europäischen Management), Wiesbaden 2006, S. 61.

Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Hrsg.) (Business Angels 2015): The European Business Angels Market an approximation, Business Angels Europe, Online: [http://www.business-angels.de/wp-content/uploads/2015/12/BAE-The-European-Business-Angel-Market.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 25, S. 29, S. 30.

Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (Panel Nr. 56 2015): Business Angels Panel Nr. 56 (4. Quartal 2015) – Industrie 4.0: Business Angels investieren zögerlich, 14.03.2016, Online: [http://www.business-angels.de/business-angels-panel-nr-56-4-quartal-2015], Abruf: 24.04.2016.

Busse, Franz-Joseph (Grundlagen 2003): Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft – Managementwissen für Studium und Praxis, 5. Aufl., München 2003, S. 254f., S. 255.

Carstens, Jakob (3 Millionen 2014): 3 Millionen in 133 Stunden – Das Protonet – Funding in der Analyse, Seedmatch Crowdfunding für Startups 2014, Online: [http://blog.seedmatch.de/2014/07/09/protonet-crowdfunding-ali-jelveh-erfolgsfaktoren-crowdinvesting], Abruf: 12.05.2016.

CB Insights (Startups o.J.): The Top 20 Reasons Startups Fail, Online: [https://www.cbinsights.com/research-reports/The-20-Reasons-Startups-Fail.pdf], Abruf 15.05.2016, S. 2.

CB Insights (Unicorn List o.J.): The Unicorn List: Current Private Companies Valued At $1B And Above, Online: [https://www.cbinsights.com/research-unicorn-companies], Abruf: 28.05.2016.

Companisto (Hrsg.) (Crowdinvesting o.J.): Wie unterscheiden sich Crowdinvesting und Crowdfunding für Startups? – Crowdinvesting – Crowdfunding, Online: [https://www.companisto.com/de/page/crowdinvesting-vs-crowdfunding], Abruf: 27.04.2016.

Coparion (Beteiligungsgrundsätze 2015): Beteiligungsgrundsätze, 21.12.2015, Online: [http://coparion.de/themes/coparion/pdf/Beteiligungsgrundsaetze.pdf?v=3], Abruf: 01.06.2015, S. 2.

Coparion (Facts & Figures 2016): Facts & Figures – Neuer coparion Fonds geht an den Start, April 2016, Online: [http://coparion.de/sites/default/files/2016-03/Coparion[2].pdf] Abruf: 23.04.2016. S. 8.

Coparion (Website o.J.): Website, Online: [http://coparion.de], Abruf: 02.06.2016.

Coveney, Patrick/Moore, Karl (Business Angels 1998): Business Angels. Securing start up finance, Hoboken 1998, S. 9ff., S. 54f.

Cowen, Tyler, Zeit Online (Innovationen 2013): Innovationen – Die große Stagnation – Unentbehrlich für das Wachstum sind Innovationen. Daran mangelt es, 04.04.2013, Online: [http://www.zeit.de/2013/15/wirtschaft-wachstum-innovation], Abruf: 03.05.2016, S. 1.

Creditplus Bank (Crowdlending 2016): Kein Vertrauen in Crowdlending, 26.01.2016, Online: [https://www.creditplus.de/ueber-creditplus/newsroom/pressemitteilungen/presse-detail/news/kein-vertrauen-in-crowdlending], Abruf: 12.06.2016.

Danoglidis, Saki Athanassios, Entwickler.de (Startup-Studie 2015): Startup-Studie: 2,5 Millionen Euro für den Start, 11.05.2015, Online: [https://entwickler.de/online/startups/startup-studie-25-millionen-euro-fuer-den-start-44619.html], Abruf: 15.05.2016.

Dapp, Thomas F./Laskawi, Christoph, Deutsche Bank Research (Crowdfunding 2014): Crowdfunding – Trübt die Euphorie der Crowd das Risikobewusstsein?, 14.04.2014, Online: [https://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000333161.pdf], Abruf: 09.05.2016, S. 6, S. 10.

Deutsche Bundesbank Eurosystem (Niedrigzinsen 2015): Niedrigzinsen beeinflussen Sparverhalten kaum, 29.10.2015, Online: [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2015/2015_10_29_sparverhalten_niedrigzinsumfeld.html], Abruf: 03.05.2016.

Deutsche Startups, DS-Media GmbH (Hrsg.) (Business Angel o.J.): Business Angel, Geschäftsengel, Online: [http://www.deutsche-startups.de/lexikon/business-angel], Abruf: 14.06.2016.

Deutscher Bundestag (Unterrichtung 2016): Unterrichtung durch die Bundesregierung – Bundesbericht Forschung und Innovation 2016, 20.05.2016, Online: [http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/085/1808550.pdf], Abruf: 10.06.2016, S. 225, S. 228.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (Hrsg.) (Pioniergründer 2014): Pioniergründer bringen frische Brise – DIHK-Gründerreport 2014 – Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland, Berlin 2014, Online: [http://www.dihk.de/ressourcen/downloads/dihk-grunderreport-2014], Abruf: 13.05.2016, S. 22.

Die Welt (Inkubatoren 2001): Inkubatoren geben auf – Börsengänge kaum mehr möglich: Brutstätten für Start-ups revidieren Geschäftsmodell, 14.03.2001, Online: [www.welt.de/print-welt/article439359/Inkubatoren-geben-auf.html], Abruf: 04.06.2016.

Die Welt (Weltrekord 2014): Hamburger stellen Weltrekord im Crowdfunding auf, 05.06.2014 Online: [http://www.welt.de/regionales/hamburg/article128756957/Hamburger-stellen-Weltrekord-im-Crowdfunding-auf.html], Abruf: 28.04.2016.

Dömötör, Rudolf, Wirtschaftskammer Österreich (Angels, VC & Co. 2012): Angels, VC & Co. – Alternative Finanzierungen abseits von Banken und Förderungen, Online: [https://www.gruenderservice.at/Content.Node/gruenden/Broschueren/jw_lf_angels_2012.pdf], Abruf: 22.05.2016, S. 17.

Dolzer, Hannes/Löscher, Alfred/Steinbäcker, Markus/Weinberger, Stefan (Unternehmensfinanzierung 2015): Crowdfunding & Co – Unternehmensfinanzierung ohne Bank, Nürnberg 2015, S. 26.

Downes, John/Goodman, Jordan (Dictionary 2014): Dictionary of Finance and Investment Terms (Barron’s Business Dictionaries), 9. Aufl., S. 63.

DRI-WEFA (Economic Impact 2001): The Economic Impact oft he Venture Capital Industry on the U.S. Economy, Mai 2001, Online: [http://www.contentfirst.com/NVCA.pdf], Abruf: 25.05.2016, S. 1.

Eckstaller, Claudia/Huber-Jahn, Ingrid (Private Equity 2006): Private Equity und Venture Capital: Begriff – Grundlagen – Perspektiven, Sternenfels 2006, S. 11.

Egeln, Jürgen/Falk, Ulrich/Heger, Diana/Höwer, Daniel/Metzger, Georg, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Ursachen 2010): Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens, Mannheim/Neuss 2010, Online: [ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/Scheitern_junger_Unternehmen_2010.pdf], Abruf: 29.05.2016, S. 52.

Egeln, Jürgen/Gottschalk, Sandra, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Finanzierung 2014): Finanzierung von jungen Unternehmen in Deutschland durch Privatinvestoren – Auswertungen aus dem KfW/ZEW Gründungspanel, April 2014, Online: [http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/Business_Angel_April_2014_final.pdf], Abruf: 03.06.2016, S. 25f, S. 29, S. 36, S. 43.

Elfering, Marius, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Startups 2015): Wenn Startups scheitern – Aufstehen, Mund abputzen, weitergründen!, Online: [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/cebit/code-n/wenn-startups-scheitern-aufstehen-mund-abputzen-weitergruenden-13491341.html] Abruf: 18.05. 2016.

eMagazin für Gründung und Wachstum erfolghoch2, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Unternehmen 2015): Neues in 2016 für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen, Dezember 2015, Online: [http://magazin.existenzgruender.de/2015/12/mandanten/bmwi/0000/images/ausgaben/eMagazin_12-2015.pdf], Abruf: 22.04.2016, S. 9.

Ermisch,Ralf/Thoma, Patrick (Venture Capital 2002): Zehn Schritte zum Venture Capital . Ein Ratgeber für junge Technologieunternehmen, Heidelberg 2002, S. 90.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2014): Start-up-Barometer 2014, Online: [http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY_Start-up_Barometer_2014/$FILE/EY-Start-up-Barometer-2014.pdf], Abruf: 27.04.2016, S. 12, S. 13.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2015): Start-up-Barometer Deutschland – August 2015, Online: [http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-Start-up-Barometer-2015-August/$FILE/EY-Start-up-Barometer-2015.pdf], Abruf: 27.04.2016, S. 5, S. 6, S. 9, S. 11, S. 12.

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hrsg.) (Start-up-Barometer 2016): Start-up-Barometer Deutschland – Januar 2016, Online: [http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-Start-up-Barometer-2016/$FILE/EY-Start-up-Barometer-2016.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 8, S. 11.

Europäische Kommission (Hrsg.) (Mitteilung 2014): Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen – Freisetzung des Potenzials von Crowdfunding in der Europäischen Union, Europäischen Kommission 2014, Online: [http://ec.europa.eu/internal_market/finances/docs/crowdfunding/140327-communication_de.pdf#maincontentSec1], Abruf: 02.05.2016, S. 3.

EXIST (BAND o.J.): Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND), Online: [http://www.exist.de/DE/Netzwerk/Kooperationspartner/BAND/inhalt.html], Abruf: 12.06.2016.

EXIST (EXIST-Gründerstipendium o.J.): Konditionen und Bedingungen zum EXIST-Gründerstipendium, Online: [http://www.exist.de/DE/Programm/Exist-Gruenderstipendium/Konditionen/inhalt.html], Abruf: 11.06.2016.

Fallgatter, Michael J. (Entrepreneurship 2004): Entrepreneurship: Konturen einer jungen Disziplin, in: Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Vol. 56, S. 28.

Fichter, Klaus/Weiß, Ralf/Bergset, Linda/Clausen, Jens/Hain, Alexander/Tiemann, Irina (Analyse 2014): Analyse des Unterstützungssystems für grüne Unternehmensgründungen in Deutschland – Endbericht zur Arbeitspaket 2.1 im Vorhaben StartUp4Climate, Oldenburg 2014, Online: [https://www.uni-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/wire/fachgebiete/innovation/download/Fichter-et-al.-Analyse_Unterstuetzungssystem_gruene_Unternehmensgruendungen-2014.pdf], Abruf: 05.05.2016, S. 69.

Fischer, Barbara (Finanzierung 2004): Finanzierung und Beratung junger Start-up-Unternehmen, Wiesbaden 2004, S. 7.

FOCUS Online (Crowdinvesting 2015): Crowdinvesting-Plattform ermöglicht rentables Investment, 10.09.2015, Online: [http://unternehmen.focus.de/crowdinvesting-plattform.html], Abruf: 09.06.2016.

Förderland, WEKA MEDIA GmbH & Co. KG (Hrsg.) (Early Stages o.J.). Early Stages, Online: [http://www.foerderland.de/finanzen/investitionsphasen/early-stages], Abruf: 28.05.2016.

Fördermittel-Katalog (Beteiligungsgesellschaften 2005), Online: [http://www.brainguide.de/upload/publication/42/kji9/3c4876aabe1e7e5023814035a0abc6b8_1311535358.pdf], Abruf 22.05.2016, S. 22, S. 27.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Investitionen 2015): Amerikanische Investitionen in Startups, Online: [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/grafik-des-tages-marketing-bitte-gerne-online-13762008/amerikanische-investitionen-in-13760171.html], Abruf: 10.05.2016.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Niedrigzinsen 2016): Wegen Niedrigzinsen – Banken verlangen höhere Gebühren, 21.02.2016, Online: [http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/banken-heben-konto-gebuehren-wegen-niedrigzinsen-an-14082389.html], Abruf: 10.05.2016.

Fryges, Helmut/Gottschalk, Sandra/Licht Georg/Kathrin, Müller (Business Angels 2007): Hightech-Gründungen und Business Angels, Oktober 2007, Online: [http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/businessangel-endbericht.pdf], Abruf: 11.05.2016, S. 13.

Fundsters (Risikohinweis o.J.): Risikohinweis für Investoren, die in Startups und junge Unternehmen investieren, Online: [https://www.fundsters.de/risikohinweis-fuer-investoren], Abruf: 12.05.2016.

Für Gründer (Business Angels o.J.): Business Angels: private Eigenkapitalgeber in der Seedphase Online: [https://www.fuer-gruender.de/kapital/eigenkapital/business-angels], Abruf: 15.05.2016.

Für Gründer (Crowdfinanzierung 2015): Crowdfinanzierung in Deutschland, in: Crowdfinanzierung Monitor 1/2016, Online: [https://www.fuer-gruender.de/fileadmin/mediapool/Unsere_Studien/Crowdfinanzierung_Monitor_2015_Fuer-Gruender.de_Dentons.pdf], Abruf: 15.05.2016, S. 1, S. 2ff., S. 6, S. 7.

Gaida, Klemens (Gründen 2.0 2011): Gründen 2.0 – Erfolgreiche Business-Inkubation mit neuen Internet-Tools, Wiesbaden 2011, S. 19.

Gerecht, Cerstin/Haselbach, Dieter/Theil, Anna (Crowdfunding 2011): Ein neuer Goldesel? Crowdfunding und Kulturpolitik, in: Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (Hrsg.), Jahrbuch für Kulturpolitik 2011, S. 16.

 

Geyer, Anton/Heimer, Thomas, Technopolis Group, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (Evaluierung 2010): Evaluierung des High-Tech Gründerfonds – Endbericht, 25.02.2010, Online: [https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Studien/evalueirung-des-high-tech-gruenderfonds-endbericht,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf], Abruf: 12.06.2016, S. 28f.

 

Giffi, Craig A./Rodriguez, Michelle Drew/Gangula, Bharath/Michalik, Joan/de la Rubia, Tomas Diaz/Carbeck, Jeffrey/Cotteleer, Mark J. (Advanced Technologies 2015): Advanced Technologies Initiative – Manufacturing & Innovation, Online: [http://www.nist.gov/mep/data/upload/us-indprod-deloitte-and-council-on-competitiveness-advanced-tech-report.pdf], Abruf: 30.04.2016, S. 34.

Google Trends (Suchanfragen 2016): Google-Suchanfragen in Deutschland zu Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending im Vergleich, Online: [https://www.google.de/trends/explore#q=Crowdfunding%2C%20Crowdinvesting%2C%20Crowdlending&geo=DE&date=1%2F2009%2089m&cmpt=q&tz=Etc%2FGMT-2], Abruf: 26.04.2016.

Grummer, Jan-Menko/Brorhilker, Jan, Gründerszene, Vertical Media GmbH (Hrsg.) (Finanzierung 2012). Phasengerechte Finanzierung – Teil 1, 07.05.2012, Online: [http://www.gruenderszene.de/finanzen/phasengerechte-finanzierung-gruendungsphasen], Abruf: 28.05.2016.

Günther, Ute/Kirchhof, Roland (Kultur 2003): Business Angel Kultur in Deutschland: Der Weg zur Professionalisierung, in: E-Venture-Management – Neue Perspektiven der Unternehmensgründung in der Net Economy, hrsg. v. Kollmann, Tobias, Wiesbaden 2003, S. 50.

Hahn, Christopher (Hrsg.) (Finanzierung 2014): Finanzierung und Besteuerung von Start-up-Unternehmen – Praxisbuch für erfolgreiche Gründer, Wiesbaden 2014, S. 27f., S. 29, S. 30.

Hayn, Marc (Bewertung 2003): Bewertung junger Unternehmen, 3. Aufl., Herne/Berlin 2003, S. 16, S. 19, S. 30.

Heilmann, Dirk/Jung, Sven/Reichart, Tim, Handelsblatt Research Institute (Erfolgsfaktoren 2015): Erfolgsfaktoren für die Etablierung von Inkubatoren im Ruhrgebiet, Online: [http://research.handelsblatt.com/assets/uploads//files/Studie_Inkubator.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 30.

Heinrichs, Nicolas (Bewertung 2009): Bewertung von Wachstums- und Startup-Unternehmen. Analyse traditioneller Bewertungsverfahren und des stochastischen Modells von Schwartz und Moon, Hamburg 2009, S. 89.

Hering, Thomas/Vincenti, Aurelio J.F (Unternehmensgründung 2005): Unternehmensgründung, München 2005, S. 6.

Hess, Rolf (Private Equity 2007): Private Equity: Finanzierungsalternative für den Mittelstand, Berlin 2007, S. 38.

High-Tech Gründerfonds (Facts & Figures o.J.): Facts & Figures, Online: [http://high-tech-gruenderfonds.de/de/#facts-figures], Abruf: 15.05.2016.

High-Tech Gründerfonds (Finanzierungskonditionen 2015): Finanzierungskonditionen und -kriterien ab 01.01.2016, 15.12.2015, Online: [http://high-tech-gruenderfonds.de/wp-content/uploads/2015/12/Finanzierungskriterien_neu.pdf], Abruf: 29.05.2016, S. 1.

High-Tech Gründerfonds (Gründerszene o.J.): Gründerszene zeichnet High-Tech Gründerfonds aus, Online: [http://high-tech-gruenderfonds.de/de/grunderszene-zeichnet-high-tech-grunderfonds-aus], Abruf: 26.04.2016.

IHK München und Oberbayern (Hrsg.) (Crowdfunding 2014): Crowdfunding für Startups – Vorbereitung ist alles: Wann ist Crowdfunding erfolgreich?, IHK München und Oberbayern, Online: [https://www.muenchen.ihk.de/de/starthilfe/Unternehmensfoerderung/crowdsourcing-und-crowdfunding-in-muenchen-und-oberbayern/crowdfunding2/crowdfunding-in-der-unternehmensgruendung#Zeitpunkt], Abruf: 29.04.2016.

IHK Schwaben (Eigenkapital / Beteiligungskapital 2011): Eigenkapital / Beteiligungskapital, 06.04.2011, Online: [https://www.schwaben.ihk.de/blob/aihk24/produktmarken/gruendung_finanzierung_sanierung/downloads/553788/b4863b8598c5d67c1fdb2440a3d54954/Merkblatt_Eigenkapital_Beteiligungskapital-data.pdf], Abruf: 22.06.2016, S. 4.

Inci, Yasemin (Crowdinvesting 2014): Crowdinvesting – Eine alternative Finanzierungsform für Start-Ups in Deutschland, Hamburg 2014, S. 29.

Institut für Mittelstandsforschung (Pressemitteilung 2015): Pressemitteilung – Warum Crowdinvesting immer beliebter wird, 09.11.2015, Online: [http://www.ifm-bonn.org/fileadmin/data/redaktion/ueber_uns/pressemitteilungen/PM_Warum_Crowdinvesting_immer_beliebter_wird.pdf], Abruf: 15.06.2016, S. 1f.

Jones, Mark (Technology 1999): Can Technology Transform? – Experimenting with Wired Communities, Anderson Consulting 1999, Online: [citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.40.2384&rep=rep1&type=pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 10.

Kailer, Norbert/Weiß, Gerold (Gründungsmanagement 2012): Gründungsmanagement kompakt – Von der Idee zum Businessplan, 4. Aufl., Wien 2012, S. 73, S. 77.

KfW Bankengruppe (Business Angels 2006): Finanzierung durch Business Angels in Deutschland – Ein Marktüberblick Nr. 17, November 2006, Online: [https://www.kfw.de/Download-Center/Konzernthemen/Research/WirtschaftsObserver-online/2006/Wirtschaftsobserver_online_17.pdf], Abruf: 14.06.2016, S. 1, S. 3f.

KfW Bankengruppe (ERP-Gründerkredit – StartGeld 2016): Merkblatt Gründen: ERP-Gründerkredit – StartGeld, 03/2016, Online: [https://www.kfw.de/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-%28Inlandsf%C3%B6rderung%29/PDF-Dokumente/6000002258-Merkblatt-ERP-Gr%C3%BCnderkredit-067.pdf], Abruf: 25.04.2016, S. 1, S. 2f., S. 4.

KfW Bankengruppe (ERP-Gründerkredit – Universell 2016): Merkblatt Gründen: ERP-Gründerkredit – Universell, 03/2016, Online: [https://www.kfw.de/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-%28Inlandsf%C3%B6rderung%29/PDF-Dokumente/6000002259-Merkblatt-ERP-Gr%C3%BCnderkredit-068.pdf]., Abruf: 25.04.2016, S. 3.

KfW Bankengruppe (ERP-Kapital 2016): Merkblatt Gründen: ERP-Kapital für Gründung, 03/2016, Online: [https://www.kfw.de/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-%28Inlandsf%C3%B6rderung%29/PDF-Dokumente/6000000213-Merkblatt-058.pdf], Abruf: 25.04.2016, S. 1f., S. 3f.

KfW Bankengruppe (Formularsammlung 58 2016). Konditionenübersicht für Endkreditnehmer, 01.05.2016, Online: [https://www.kfw-formularsammlung.de/KonditionenanzeigerINet/KonditionenAnzeiger?ProgrammNameNr=058], Abruf: 15.05.2016.

KfW Bankengruppe (Formularsammlung 67 2016). Konditionenübersicht für Endkreditnehmer, 01.05.2016, Online: [https://www.kfw-formularsammlung.de/KonditionenanzeigerINet/KonditionenAnzeiger?ProgrammNameNr=067], Abruf: 15.05.2016.

KfW Bankengruppe (Formularsammlung 68 2016). Konditionenübersicht für Endkreditnehmer, 01.05.2016, Online: [https://www.kfw-formularsammlung.de/KonditionenanzeigerINet/KonditionenAnzeiger?ProgrammNameNr=068], Abruf: 15.05.2016.

KfW Bankengruppe (Innovation 2016): Innovation finanzieren, in: VC Magazin – Der KfW-Ratgeber für Start-ups und Investoren, Frühjahr/Sommer 2016, Online: [https://www.kfw.de/Presse-Newsroom/Themen-Kompakt/BTF/VC_Magazin.pdf], Abruf: 22.05.2016, S. 5.

Klandt, Heinz (Gründungsmanagement 2006): Gründungsmanagement: Der Integrierte Unternehmensplan, 2. Aufl., München 2006. S. 3.

Kley, Marc (Innovationsmanagement 2007): Innovationsmanagement in mittelständischen Unternehmen, in: Mittelstand hat Zukunft: Praxishandbuch für eine erfolgreiche Unternehmenspolitik, hrsg. v. Hassis, Heinrich/Fischer, Thomas R./Simmert, Diethart B., Wiesbaden 2007, S. 128.

Knips, Susanne (Risikokapital 2000): Risikokapital und Neuer Markt – Die Aktien als Instrument der Risikokapitalbeschaffung für junge Wachstumsunternehmen, Frankfurt 2000, S. 10.

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Koalitionsvertrag 2013): Deutschlands Zukunft gestalten – 18. Legislaturperiode, 12/2013, Online: [https://www.cdu.de/sites/default/files/media/dokumente/koalitionsvertrag.pdf], Abruf: 23.07.2016, S. 17.

Koch, Lambert T./Zacharias Christoph (Gründungsmanagement 2001), Gründungsmanagement: Mit Aufgaben und Lösungen (Studien- und Übungsbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), München 2001, S. 180f., S. 182, S. 183, S. 192.

Kollmann, Tobias (Inkubatoren 2.0 2011): Inkubatoren 2.0 – Die Rundum-Sorglos-Brustkästen, in: Manager Magazin.

Kollmann, Tobias (Marktplätze 2001): Virtuelle Marktplätze – Grundlagen, Management, Fallstudie, München 2001, S. 90.

Kollmann, Tobias/Börner, Christoph J./Grichnik, Dietmar (Hrsg.) (Entrepreneurial Finance 2005): Entrepreneurial Finance – Kompendium der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung, Heidelberg 2005, S. 69, S. 71f., S. 72.

Kollmann, Tobias (Hrsg.) (Unternehmensgründung 2005): Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung: 1.500 Begriffe nachschlagen, verstehen, anwenden, Wiesbaden 2005, S. 213.

Kulicke, Marianne/Leimbach, Timo, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Venture Capital 2012): „Venture Capital und weitere Rahmenbedingungen für eine Gründungskultur“ – für das Sekretariat der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages, Karlsruhe 2012, Online: [http://isi-lehre.de/isi-wAssets/docs/p/de/projektberichte/Kulicke_Leimbach_2012_Venture_Capital_und_Gruendungskultur.pdf], Abruf: 26.04.2016, S. 3, S. 22, S. 39.

Kurtz, Andrea, Business Handel (Wirtschaftsministerium 2016): Wirtschaftsministerium: Neues Geld für Start-ups, 20.05.2016, Online: [http://business-handel.de/biz-notes/8867-wirtschaftsministerium-neues-geld-fuer-start-ups.html], Abruf: 24.05.2016.

Lendico (Geld o.J.): Geld leihen in 4 einfachen Schritte, Online: [https://www.lendico.de/kreditnehmer-erste-schritte-7.html], Abruf: 26.04.2016.

Lending School (Crowdlending o.J.). Crowdlending, Online: [http://www.lending-school.de/lending-school-finanzlexikon/crowdlending], Abruf: 12.05.2016.

Löher, Jonas/Schell, Sabrina/Schneck, Stefan/Werner, Arndt/Moog, Petra, Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.) (IfM-Materialien 2015): IfM-Materialien – Unternehmensgründungen und Crowdinvesting, IfM-Materialien Nr. 241. Bonn 2015, Online: [http://www.ifm-bonn.org//uploads/tx_ifmstudies/IfM-Materialien-241_2015.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. V, S. 8.

m27 (Crowdinvesting 2015): Crowdinvesting im Finanzierungsmix – Lösung oder Problem?, 27.11.2015, Online: [http://www.m27.eu/at/events/Unterlagen/26_11_2015_WT_AltFG/CrowdinvestingimFinanzierungsmix_M27Event261115_Reinthaler_Vers.1.2_hm261115.pdf], Abruf: 02.06.2016, S. 20.

Maehrle, Harald/Friedrich, Monika/Jaslowitzer, Stefan (Bewertung 2005): Die Bewertung junger High Tech-Unternehmen, in: Finanzbetrieb 12/2005, S. 834ff.

Manchanda, Karish/Muralidharan Pushkala (Crowdfunding 2014): Crowdfunding – A new paradigm in: start-up financing, Hawaii 2014, S. 371.

Marmer, Max/Herrmann, Bjoern Lasse/Dogrultan, Ertan/Berman, Ron (Startup Genome 2011): Startup Genome Report Extra on Premature Scaling – A deep dive into why most high growth startups fail, Online: [https://s3.amazonaws.com/startupcompass-public/StartupGenomeReport2_Why_Startups_Fail_v2.pdf], Abruf: 260.4.2016, S. 10.

 

Mein Mikrokredit (Mikrokredit o.J.): Mein Mikrokredit – zu welchen Konditionen gibt es ihn?, Online: [http://www.mein-mikrokredit.de/mein-mikrokredit/kreditkonditionen.html], Abruf: 10.06.2016.

Metzger, Georg, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Gründungsmonitor 2015): KfW-Gründungsmonitor 2015 – Gründungstätigkeit nimmt zu – Freiberufliche Tätigkeitsfelder dominieren, Frankfurt am Main 2015, Online: [https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Gr%C3%BCndungsmonitor/Gr%C3%BCndungsmonitor-2015.pdf], Abruf: 18.05.2016, S. 2, S. 4, S. 6.

Metzger, Georg/Bauer, Albrecht, KfW Bankengruppe (Hrsg.) (Fokus Volkswirtschaft 2015): Fokus Volkswirtschaft: Beteiligungsmarkt in Deutschland – Lücke bei Venture Capital, 16.07.2015, Online: [https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-Nr.-98-Juli-2015-VC-in-Deutschland.pdf], Abruf: 22.07.2016, S. 3.

Mücke Sturm Company (Hrsg.) (Incubation 2014): Corporate Incubation – Wettbewerbsvorteile generieren mit dem MS&C Corporate Incubation Model, Online: [http://www.muecke-sturm.de/wp-content/uploads/2014/05/msc_fi_14-1_corporate_incubation_0.pdf], Abruf: 29.05.2016, S. 3.

Nagy, Thaddäus (Bewertung 2008): Bewertung innovativer Wachstumsunternehmen unter Einsatz qualitativer und quantitativer Bewertungstechniken der Venture Capital-Branche, Essen 2008, S. 24.

Nathusius, Klaus (Grundlagen 2001): Grundlagen der Gründungsfinanzierung – Instrumente – Prozesse – Beispiele, Wiesbaden 2001, S. 22, S. 36, S. 53, S. 78f., S. 83.

Neubecker, Jochen (Venture Capital 2006): Finanzierung durch Corporate Venture Capital und Venture Capital: Empirische Untersuchung zum Value Added junger, innovativer Unternehmen in Deutschland, Wiesbaden 2006, S. 3

Nexiga (Pressemitteilung 2016): Pressemitteilung – Trotz sinkender Zinsen: Deutschland spart fleißig, 10.05.2016, Online: [http://www.nexiga.com/cms/wp-content/uploads/2016/05/160510_Nexiga_KdM_Sparvolumina_MAI-2016.pdf], Abruf: 22.05.2016, S. 1.

Niederöcker, Bettina (Business Angels 2001): Die Bedeutung von Business Angels für die Innovationsfinanzierung deutscher Unternehmen, Ilmenau 2000, S. 282.

Organisation for Economic Co-operation and Development (Incubators 1997): Technology Incubators: Nurturing small firms, Online: [http://www.oecd.org/sti/inno/2101121.pdf], Abruf: 20.05.2016, S. 5.

Papon, Kerstin, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Crowdlending 2016): Crowdlending: Kredite von privat zu privat gelten als riskant, 20.01.2016, Online: [http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzieren/crowdlending-kredit-von-privat-zu-privat-gilt-als-riskant-14023183-p2.html], Abruf: 24.04.2016, S. 2.

Payne, Bill (Scorecard Valuation 2011): Scorecard Valuation Methodology – Establishing the Valuation of Pre-revenue, Start-up Companies, USA 2011, Online: [http://billpayne.com/wp-content/uploads/2011/01/Scorecard-Valuation-Methodology-Jan111.pdf], Abruf: 13.06.2016, S. 3f.

Pellens, Bernhard/Schmidt, André, Deutsches Aktieninstitut e.V. (Hrsg.) (Aktionäre 2014): Verhalten und Präferenzen deutscher Aktionäre – Eine Befragung von privaten und institutionellen Anlegern zum Informationsverhalten, zur Dividendenpräferenz und zur Wahrnehmung von Stimmrechten, Februar 2014, Online: [https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/2014-11-02%20Studie%20Aktionaersverhalten.pdf], Abruf: 08.06.2016, S. 15f.

Portisch, Wolfgang (Hrsg.) (Finanzierung 2008): Finanzierung im Unternehmenslebenszyklus, München 2008, S. 5ff., S. 16, S. 24, S. 42, S. 92, S. 94, S. 102.

Posner, Dirk (Early-Stage-Finanzierung 1996): Early Stage-Finanzierungen – Spannungsfeld zwischen Gründern, Investoren und staatlichen Rahmenbedingungen, Band 22, Wiesbaden 1996, S. 10.

Prester, Melanie (Exit-Strategien 2001): Exit-Strategien deutscher Venture Capital Gesellschaften, Münster 2014, S. 24.

Pro Aktie (Aktie 2016): Die Aktie im internationalen Vergleich – so steht es um die Aktienkultur wirklich – Deutschlands größte Direktbankenstudie, 16.03.2016, Online: [https://www.dab-bank.de/media/B2C/Allgemeine-Downloads/Service/Wissen/Aktion-pro-Aktie/aktion-pro-aktie-studie-2016.pdf], Abruf: 22.06.2016, S. 12.

Pro Aktie (Geldanlage 2015): Gute Geldanlage fängt im Kopf an – Schluss mit den Vorurteilen gegenüber Aktien!, 30.01.2015, Online: [https://www.dab-bank.de/media/B2C/Allgemeine-Downloads/Service/Wissen/Aktion-pro-Aktie/aktion-pro-aktie-studie.pdf], Abruf: 12.05.2016, S. 10.

PwC (Industrie 4.0 2014): Deutsche Industrie will 40 Milliarden Euro pro Jahr in Industrie 4.0 investieren, 14.10.2014, Online: [http://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2014/deutsche-industrie-will-40-milliarden-euro-pro-jahr-in-industrie-4_0-investieren.html], Abruf: 10.06.2016.

Redweik, Robert (Organisation 2013): Organisation und Erfolg von Business Angel-Netzwerken: Theoretischer Bezugsrahmen und empirische Analysen (Innovation und Entrepreneurship), Wiesbaden 2013, S. 122.

Reiff, Cosima, Relaio (Crowdfunding o.J.): Crowdfunding – Was Start-Ups über Crowdfunding als alternative Finanzierungsform wissen sollten, Online: [http://www.relaio.de/topics/artikeluebersicht/crowdfunding.html], Abruf: 25.04.2016.

Ries, Eric (Lean Startup 2011): The Lean Startup: How Today’s Entrepreneurs Use Continuous Innovation to Create Radically Successful Businesses, Crown Business 2011, S. 32ff.

Rink, Anke/Opfermann, Rainer, Statistisches Bundesamt, Wirtschaft und Statistik (Unternehmensdemografie 2013): Unternehmensdemografie: Methodischer Ansatz und Ergebnisse 2005 bis 2010, Juni 2013, Online: [https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/UnternehmenGewerbeanzeigen/Unternehmensdemografie_62013.pdf?__blob=publicationFile], Abruf: 23.04.2016, S. 436.

Rink, Svenja/Wilgeroth, Dagmar, Gemeinsamer Lehrstuhl für Entrepreneurship der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule (Crowdfunding 2015): Crowdfunding als innovative Start-up Finanzierung – Auswertung der Online-Studie des Entrepreneurship Centers zur Beurteilung der Option Crowdfunding durch Start-ups, Online: [http://digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de:8080/docportal/servlets/MCRFileNodeServlet/DocPortal_derivate_00037149/Crowdfunding_Report.pdf;jsessionid=D826C3E385CEC30EB432D7B56000A671], Abruf: 07.06.2016, S. 15, S. 24, S. 26.

Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2014), #DSM Deutscher Startup Monitor 2014, Online: [https://www.kpmg.com/DE/de/Documents/deutscher-startup-monitor-2014-compressed.pdf], Abruf: 23.04.2016, S. 14.

Ripsas, Sven/Tröger, Steffen (Startup Monitor 2015): 3.DSM – Deutscher Startup Monitor, Online: [http://deutscherstartupmonitor.de/fileadmin/dsm/dsm-15/studie_dsm_2015.pdf], Abruf: 06.06.2016, S. 11f., S. 12, S. 17, S. 35, S. 42, S. 43, S. 45, S. 46, S. 54, S. 62.

Röhl, Klaus-Heiner (Wagniskapitalmarkt 2010): Der deutsche Wagniskapitalmarkt – Ansätze zur Finanzierung von Gründern und Mittelstand, Köln 2010, S. 24.

Roos, Johan/Roos, Goran/Dragonetti, Nicola C. (Capital 1998): Intellectual Capital: Navigating, in: the New Business Landscape, New York 1998, S. 44.

Rudolf, Markus/Witt, Peter (Bewertung 2002): Bewertung von Wachstumsunternehmen – Traditionelle und innovative Methoden im Vergleich, Wiesbaden 2002, S. 20f.

Salido, Eduardo/Sabás, Marc/Freixas Pedro (Ecosystem 2013): The Accelerator and Incubator Ecosystem in Europe, Online: [www.lisboncouncil.net/component/downloads/?id=897], Abruf: 16.05.2016, S. 5, S. 8f., S. 9.

Schefczyk, Michael (Venture Capital 2006): Finanzieren mit Venture Capital und Private Equity – Grundlagen für Investoren, Finanzintermediäre, Unternehmer und Wissenschaftler, 2. Aufl., Stuttgart 2006, S. 24, S. 28.

Schneck, Ottmar (Handbuch 2006): Handbuch Alternative Finanzierungsformen, Weinheim 2006, S. 409.

Schneider, Raphaela (Crowdfunding 2014): Erfolgreiches Crowdfunding – als alternative Finanzierungsmethode in Bibliotheken – ein Kriterienkatalog, Wiesbaden 2014, S. 30.

Schön, Babette (Performancemessung 2008): Performancemessung und Controlling bei Venture Capital-Finanzierung – Anforderungen, Standards, Instrumente, Hamburg 2008, S. 7.

Schopper, Christian (Bewertung 2001): Die Bewertung von Wachstumsunternehmen, Köln 2001, S. 283.

Schramm, Melanie/Carstens, Jakob (Startup-Crowdfunding 2014): Startup-Crowdfunding und Crowdinvesting: Ein Guide für Gründer: Mit Kapital aus der Crowd junge Unternehmen online finanzieren, Wiesbaden 2014, S. 7.

Schwartz, Michael/Hornych Christoph (Fokus 2010): Im Fokus: Technologie- und Gründerzentren – Spezialisierung nimmt zu!, Online: [http://www.iwh-halle.de/e/publik/wiwa/5-10-3.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 229.

Scott, Shane A. (Gold 2008): Fool’s Gold?: The Truth Behind Angel Investing in America (Financial Management Association Survey and Synthesis Series), Oxford 2008, S. 140.

Sepulveda, Fernando, Inc. (Difference 2012): The Difference Between a Business Accelerator and a Business Incubator?, 31.07.2012, Online: [http://www.inc.com/fernando-sepulveda/the-difference-between-a-business-accelerator-and-a-business-incubator.html], Abruf: 22.04.2016.

Sherman, Andrew J. (Raising Capital 2012): Raising Capital – Get the Money You Need to Grow Your Business, New York 2012, S. 89.

Sidler, Sonja (Risikokapital-Finanzierung 1996): Risikokapital-Finanzierung von Jungunternehmen. Dissertation. Bern/Stuttgart 1996, S. 8f.

Sixt, Elfriede (Schwarmökonomie 2014): Schwarmökonomie und Crowfunding – Webbasierte Finanzierungssysteme im Rahmen realwirtschaftlicher Bedingungen, Wiesbaden 2014, S. 50.

Spath, Dieter/Walter, Achim (Hrsg.) (Innovationen 2012): Mehr Innovationen für Deutschland – Wie Inkubatoren akademische Hightech-Ausrüstungen besser fördern können, Heidelberg 2012, S. 14.

Stadt Bayreuth (Online-Beratungsprogramme 2010): Online-Beratungsprogramm für Existenzgründer- KfW entwickelt “Startothek”, 14.07.2010, Online: [http://www.bayreuth.de/online-beratungsprogramm-fuer-existenzgruender], Abruf: 26.04.2016.

Statistisches Bundesamt (Basistabelle 2014): Baistabelle zu den Staaten aus Europa Afrika Amerika Asien Ozeanien Selbstständigenquote, 15+, Online: [https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_Selbststaendigenquote.html], Abruf: 22.05.2016.

Statista GmbH (Bankenbranche o.J.): Statistiken und Studien zur Bankenbranche, Online: [http://de.statista.com/themen/606/bankenbranche], Abruf: 12.05.2016.

Stedler, Heinrich R./Peters, Hans Heinrich (Business Angels 2002): Business Angels in Deutschland, Bonn 2002, S. 4, S. 9, S. S. 52, S. 53, 61ff., S. 65, S. 66, S. 82, S. 114.

Stocker, Franz, Die Welt (Mietwohnungen 2015): Mietwohnungen erzielen höhere Rendite als Aktien, 10.07.2015, Online: [http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article143821870/Mietwohnungen-erzielen-hoehere-Renditen-als-Aktien.html], Abruf: 05.06.2016.

Surowiecki, James (Crowds 2005): The Wisdom of Crowds, USA 2005, S. 280f.

Szyperski, Norbert/Nathusius, Klaus (Probleme 1999): Probleme der Unternehmensgründung, 2. Aufl., Lohmar/Köln 1999, S. 31.

Thain, Greg/Skey, Alexandra (E-Retail 2015): E-Retail – Zero Friction – In a digital Universe, USA 2015, S. 59.

Tolkmitt, Volker (Bankbetriebslehre 2007): Neue Bankbetriebslehre – Basiswissen zu Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen, 2. Aufl, Wiesbaden 2007, S. 244.

Triodos, Facet (Hrsg.) (business incubation 2011): Lessons on virtual business incubation services, Niederlande 2011, Online: [http://www.infodev.org/infodev-files/resource/InfodevDocuments_1144.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 12, S. 26f., S. 31, S. 30.

Tzafestas, Spyros (Incubators 2008), The Art and Impact of Physical and Virtual Enterprise Incubators: The Greek Paradigm, in: The Open Knowledge Society: A Computer Science and Information Systems Manifesto, hrsg. v. Lytras, Militiadis D., S. 550.

Volkmann, Christine/Tokarski, Kim Oliver (Entrepreneurship 2006): Entrepreneurship – Gründung und Wachstum von jungen Unternehmen, Stuttgart 2006, S. 15, S. 345.

Waeltring, Frank/Dronberger, Utz (Insight Study 2014): Insight Study on the German Early Stage Investing, Incubation and Business Angel System, New Delhi 2014, Online: [https://www.giz.de/en/downloads/giz2014-en-study-investing-businesses-angel-system-india.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 11, S. 31, S. 32, S. 61, S. 62, S. 78.

Weber, Eric, Gründerszene, Vertical Media GmbH (Hrsg.) (Startup-Förderer 2015): Startup-Förderer – Wann endet der Hype um Startup-Brutkästen?, Gründer Szene 2015, Online: [http://www.gruenderszene.de/allgemein/blase-acceleratoren-hypothesen], Abruf: 29.04.2016.

Weitnauer, Wolfgang (Handbuch 2011): Handbuch Venture Capital – Von der Innovation zum Börsengang, 4. Aufl., München 2011, S. 4, S. 5.

Winborg, Joakim/Landstrom Hans (Bootstrapping 2001): Financial bootstrapping in small businesses: Examining small business managers’ resource acquisition behaviours, in: Journal of Business Ventures, 16, S. 243.

Wöhe, Günter/Bilstein, Jürgen/Ernst Dietmar/Häcker, Joachim (Grundzüge 2013): Grundzüge der Unternehmensfinanzierung (Lernbücher für Wirtschaft und Recht), 11. Aufl., München 2014, S. 2.

World Economic Forum (Report 2015): The Global Competitiveness Report 2015-2016, Online: [http://reports.weforum.org/global-competitiveness-report-2015-2016/competitiveness-rankings/#indicatorId=GCI.B.08], Abruf: 27.04.2016.

WSS Redpoint Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Nachrangdarlehen 2016): Crowdinvesting – Teil VII: Partiarische Nachrangdarlehen, 26.04.2016, Online: [http://wss-redpoint.com/crowdinvesting-teil-vii-partiarische-nachrangdarlehen], Abruf: 01.05.2016.

Zademach, Hans-Martin/Baumeister (Wagniskapital 2013): Wagniskapital und Entrepreneurship: Grundlagen, empirische Befunde, Entwicklungstrends, in: Wertschöpfungskompetenz und Unternehmertum. Rahmenbedingungen für Entrepreneurship und Innovation in Regionen, hrsg. v. Christian, Pechlaner, Harald/Doepfer, Benedikt C., Wiesbaden 2013, S. 132.

Zedwitz, Max von (Classification 2003): Classification and management of incubators: Aligning strategic objectives and competitive scope for new business facilitation, in: International Journal of Entrepreneurship and Innovation Management, Jg. 3 1/2, S. 187.

Zellmann, Julia/Prengel, Cyril/Lebschi, Christoph CVA (Bewertung 2014): Bewertung von Venture Capital Portfoliounternehmen – Best Practice Studie bei VC-Fonds in Deutschland, in: BewertungsPraktiker Nr. 3 2014, Online: [http://www.roedl.de:10006/de-de/de/themen/Documents/bewertungspraktiker-venture-capital-portfoliounternehmen.pdf], Abruf: 29.04.2016, S. 76, S. 77.

Zimmermann, Volker, KfW Bankengruppe (Unternehmensbefragung 2014): Unternehmensbefragung – Finanzstark, energiebewusst, standortsensibel, Juni 2014, Online: [https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Unternehmensbefragung/Unternehmensbefragung-2014-LF.pdf], Abruf: 22.05.2016, S. 34.

Zimmermann, Volker, KfW Bankengruppe (Unternehmensbefragung 2015): Unternehmensbefragung – Finanzierungssituation besser denn je – weiterhin strukturelle Probleme bei kleinen und jungen Unternehmen, Juni 2015, Online: [https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Unternehmensbefragung/Unternehmensbefragung-2015.pdf], Abruf: 25.05.2016, S. 12f., S. 30.